11.000 „Eventpeople“ erreichen Italien

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Foto: Screenshot/Youtube

Die Einwanderung von Menschen aus aller Welt nach Europa ebbt nicht ab. In der vergangenen Woche reisten mehr als 11.000 illegale Einwanderer in Italien ein. Die Hälfte von ihnen stammt aus dem beliebten Urlaubsland Tunesien. 

Die Landungen an den italienischen Küsten hätten sich in „sehr kurzer Zeit mehr als vervielfacht“, teilte das italienische Innenministerium mit.

Für den italienischen Außenminister ist klar, die EU muss helfen. Die Staaten-Gemeinschaft müsse „dieses Problem sofort angehen“ und die ankommenden europäischen Neubürger umgehend auf die Mitgliedstaaten verteilen, forderte Luigi Di Maio gegenüber Le Figaro. Er wies auch auf das Gesundheitsrisiko aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus hin, das von den Migranten ausgehen würde.

Von den 11.000 Migranten, die vergangene Woche Italien erreichten, seien viele mit kleinen Booten angekommen. Etwa die Hälfte von ihnen stamme aus Tunesien, bei den meisten von ihnen handele es sich um tunesische Staatsbürger.


Bevorzugtes Ziel ist die italienische Insel Lampedusa, der Teil Italiens, der der nordafrikanischen Küste am nächsten liegt. Allein am Dienstagabend kamen rund 300 weitere Migranten in 13 kleinen Booten auf die Insel. Viele von ihnen landeten unter den staunenden Augen von Urlaubern an den Stränden und in Häfen der größten der Pelagischen Inseln im Mittelmeer.

Immerhin – Die Rückführungsflüge nach Tunesien sind am 16. Juli wieder aufgenommen worden. Schon 80 tunesische Bürger seien wieder in ihre Heimat überführt worden, teilte das Ministerium laut Le Figaro am Mittwoch mit und fügte hinzu, es beabsichtige, „die Zahl der wöchentlichen Rückführungen zu erhöhen“.

Im Juni hatten die die Einwohner von Lampedusa ein Referendum abgehalten. In ihm stimmten sie mit einer überwältigenden Mehrheit für eine Schließung des Aufnahmezentrums. 988 von 992 konsultierten Bürgern forderten das Ende des Lampedusa-Hotspots. Nur vier sprachen sich für das Aufnahmezentrum aus, berichtete Il Primato Nazionale unter dem Titel „Basta immigrati“ (Keine Einwanderer mehr) vor wenigen Wochen. (MS)

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