Reißt Meuthen die AfD in den Abgrund?

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Foto: Jörg Meuthen (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Um den Chef-Spalter wird es nicht ruhig. Der Bundesvorsitzende der AfD, Jörg Meuthen, ist jetzt wegen angeblich falscher uneidlicher Aussage angezeigt worden. Wie der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, behauptet sein ehemaliger Büroleiter, Meuthen habe in der Verhandlung vom 9. Januar rund um die Spendenaffäre „vorsätzlich falsch“ ausgesagt. „Herrn Prof. Dr. Meuthen war sehr wohl bewusst, woher die Spenden kamen, für welchen Zweck sie genutzt wurden, und er kannte auch, zumindest teilweise, den finanziellen Umfang“, schreibt der Mann in der Anzeige, die dem „Spiegel“ nach eigenen Angaben vorliegt.

Meuthen dementiert die Vorwürfe. In der Spendenaffäre geht es um die Finanzierung von Plakaten und anderen Wahlkampfmaßnahmen für AfD-Chef Jörg Meuthen im baden-württembergischen Landtagswahlkampf 2016. Zuletzt hat die AfD die gegen sie verhängte Strafzahlung in Höhe von 269.400 Euro akzeptiert. Hinzu kommen noch die Anwaltskosten.

Meuthen leistet wahrlich ganze Arbeit: Bei weiterhin stabiler politischer Grundstimmung in Deutschland gibt laut Forsa nur zwei leichte Veränderungen gegenüber der Vorwoche: Die AfD sinkt um einen Prozentpunkt auf 8 Prozent, die sonstigen kleineren Parteien legen um einen Prozentpunkt auf gleichfalls 8 Prozent zu. Bei den übrigen Parteien hat sich gegenüber der Vorwoche nichts geändert, so die Erhebung für das „RTL/ntv-Trendbarometer“, die am Samstag veröffentlicht wurde. Wenn jetzt der Bundestag neu gewählt würde, könnten die Parteien demzufolge mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 38 Prozent, SPD 14 Prozent, FDP 6 Prozent, Grüne 18 Prozent, Linke 8 Prozent, AfD 8 Prozent.

8 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden. Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 22 Prozent momentan etwas unter dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8 Prozent). 28 Prozent der Ostdeutschen, sieben Prozentpunkte mehr als in Westdeutschland, würden derzeit nicht zur Wahl gehen oder sind unentschlossen.

26 Prozent der Frauen aber nur 18 Prozent der Männer zählen sich derzeit zu den Nichtwählern oder Unentschlossenen. 37 Prozent der Arbeiter wollen sich momentan der Wahl enthalten oder sind unschlüssig, wem sie ihre Stimme geben sollen. Zum Vergleich: 16 Prozent der Beamten erwägen derzeit eine Wahlenthaltung.

Besonders viele der Wahlberechtigten, die sich selbst der politischen Mitte zuordnen (24 Prozent), wollen derzeit nicht wählen oder sind unentschlossen. Außerdem zählen 13 Prozent derjenigen, die sich selbst als links bezeichnen und 17 Prozent derjenigen, die sich selbst als rechts bezeichnen, derzeit zu den Nichtwählern beziehungsweise Unentschlossenen. Die Daten wurden von Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 27. bis 31. Juli 2020 erhoben. (Mit Material von dts)

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