Amtsärzte: Gesundheitsämter nicht für „beschlossene“ zweite Welle gerüstet

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Foto: Von Mongkolchon Akesin (Shutterstock)

In Deutschland sind Corona-bedingt nur noch 264 Intensivbetten belegt und die wahrscheinlich von Menschen, die über 80 Jahre alt oder schwere Vorerkrankungen hatten.

Doch es wird auf Teufel komm raus getestet, die Polizei steht in den Startlöchern, um ja auch so viele Urlauber abfangen zu können, um denen dann so einen Test, der oftmals gar nicht funktioniert, aufs Auge zu drücken.

Klar, dass bei diesen massiven Testserweiterungen die Zahlen der „Positiven“ etwas in die Höhe schießen.

Und schwupp hat man die politisch gewollte zweite Welle, die benötigt wird, die Pandemie aufrecht zu erhalten und so der Wirtschaft endgültig den Gnadenstoß versetzen zu können.

Angesichts die künstlich erzeugten steigenden Corona-Infektionszahlen schlagen die deutschen Amtsärzte natürlich Alarm: „Für eine zweite Pandemie-Welle sind die Gesundheitsämter viel zu knapp besetzt“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). „Mit den steigenden Infektionszahlen rollt ein riesiges Problem auf uns zu.“ Die über 400 deutschen Gesundheitsämter könnten nicht warten, bis die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Kraft träten.

„Wir brauchen eine kurzfristige Lösung. Wir müssen wissen, wo die Gesundheitsämter im Notfall Verstärkung bekommen.“ Teichert forderte eine zentrale Anlaufstelle für stark geforderte Gesundheitsämter: „Um für eine zweite Welle gerüstet zu sein, brauchen wir ein bundesweites Freiwilligen-Register. Eine Art Jobbörse, die im Ernstfall Mitarbeiter vermittelt, die bereits geschult sind und sich im Thema auskennen.“ Das könnten Studierende sein, die schon in der ersten Welle als Containment-Scouts ausgebildet wurden, aber zum Beispiel auch Beschäftigte aus anderen Bereichen des Gesundheitswesens, die flexibel einsetzbar sind. Als Ursachen für die drohende Überforderung der Gesundheitsämter nannte Teichert unter anderem die schlechte personelle Ausstattung der Dienststellen durch die Sparwellen der letzten 20 Jahre.

Hinzu kämen weitere Faktoren: Viele der freiwilligen Helfer, die in der ersten Welle der Pandemie die regulären Mitarbeiter unterstützt hatten, darunter Studenten, Verwaltungsfachleute oder Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, seien längst wieder zu ihren bisherigen Stellen zurückgekehrt. Zudem seien die Anforderungen nun anders als in der ersten Welle: „Die Belastungen steigen weiter – allein durch die Reiserückkehrer, aber auch durch immer mehr Fälle, bei denen die Infektionsketten nicht mehr klar zu bestimmen sind.“ In der Folge hieße das, dass die Kontaktverfolgung immer komplexer werde.

Um die Gesundheitsämter zu stärken, hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder am 17. Juni die Gesundheitsministerkonferenz beauftragt, bis zum 30. August einen Entwurf für einen „Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD)“ vorzulegen. Ziel ist es, diesen personell und technisch besser auszustatten und die Strukturen zukunftsfähig auszugestalten. „Wir begrüßen den Pakt grundsätzlich“, sagte Teichert den Funke-Zeitungen, doch bislang sei davon noch nichts vor Ort angekommen. „In diesem Jahr werden die Gesundheitsämter davon auch noch nichts spüren.“

Deutschland verwandelt sich von einer geschlossenen Anstalt in ein riesiges Krankenhaus. Patienten sind ja auch besser zu kontrollieren als freie Bürger. (Mit Material von dts)

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