War klar: ARD-Gensing nimmt „Panorama“-Rufmörder in Schutz

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Rufmord hat ein Gesicht: "Panorama"-Anchor Anja Reschke (Bild: Screenshot)

Die öffentlich-rechtlichen Propagandisten stärken einander den Rücken: Nachdem es zu Recht einen Aufschrei der Empörung über den gezielten Rufmord von „Panorama“ an dem bislang für die Social-Media-Inhalte der Bundeswehr verantwortlichen Oberstleutnant Marcel Bohnert gab, der sogar in den Mainstreammedien seinen Widerhall fand, reflektieren die ÖRR-Schergen nicht etwa ihr verwerfliches Treiben, indem sie Reue oder Selbstkritik zeigen. Nein, sie setzen noch eins drauf.

Ausgerechnet „Faktenfinder“ Patrick Gensing hätte – würden „Fakten“ in seiner Berufsausübung auch nur ansatzweise eine Rolle spielen – die unglaubliche Manipulation und Falschdarstellung in Anja Reschkes NDR-Magazin eigentlich als erstem aufgefallen sein müssen: Aus einigen Likes von Bohnert für verschiedene Instagram-Beiträge von (unter anderem der IB nahestehenden) Personen auf eine extremistische Gesinnung oder „politische Netzwerke“ zu schließen, ist nicht nur grotesk, sondern schon verlogen. Jeder minderjährige Social-Media-Nutzer weiß, dass das „Followen“ von Personen nicht gleichbedeutend mit Zuspruch für deren Beiträge (und schon gar nicht mit Kooperation oder Komplizenschaft) ist – und dass ein „Gefällt mir“ nur auf den jeweiligen geteilten Inhalt bezogen ist – auch wenn dieser völlig apolitisch ist.

Bewusst auf die Unkenntnis gerade vieler vom öffentlich-rechtlichen Regierungsfunk dauerberieselter Senioren und Social-Media-Muffel, die um diese Details nicht Bescheid wissen und ein eher dünkelbehaftetes Zerrbild von Facebook & Co. hegen, setzte deshalb Panorama nach und bastelte ein bösartiges Verleumdungskonstrukt gegen Bohnert – der keine 48 Stunden später seiner Aufgaben entbunden worden war.

Äußert sich Gensing kritisch zu dieser Riesenschweinerei, geht er auf Distanz zu den „Stürmer“-Methoden seiner Kollegen? Mitnichten. Stattdessen nimmt er die Autorin des Beitrags – ebenso wie die als „Expertin“ gehandelte österreichische Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl – gegen die Kritiker in Schutz und etikettiert sie zu Opfern um:

(Screenshot:Twitter)

Und noch ein weiterer, ebenso erhellender Tweet zeigt, dass Gensing – stellvertretend für seine tendenziösen Berufskollegen und Profi-Framer beim Staatsfunk – nicht das Geringste begriffen hat:

(Screenshot:Twitter)

Wir halten inne und rekapitulieren, was Gensing hier ernsthaft zum Ausdruck bringen will: Wenn Journalisten wie Don Alphonso (der gestern in der „Welt“ nochmals nachlegte und dafür aktuell seinerseits zum Ziel linksradikaler Drohungen wurde) ihrerseits die Methode von „Panorama“ aufgreifen und gegen die verantwortlichen Redakteure selbst anwenden, indem sie recherchieren, mit wem denn diese alles so auf den sozialen Netzwerken befreundet oder verknüpft sind, und dann die aufschlussreiche Entdeckung machen, dass darunter vielfach Angehörige verfassungsfeindlicher und linksextremistischer Gruppierungen sind: Dann ist das also „keine sachliche Kritik mehr, sondern ein ekelerregendes Mittel der Einschüchterung – und damit ein Angriff auf die Pressefreiheit“.

Wenn die „Panorama“-Redakteure jedoch einen untadeligen Bundeswehr-Medienoffizier zur Unperson diskreditieren und ehrenrührig an den Pranger stellen, weil er mit angeblichen Extremisten des rechten Spektrums „vernetzt“ ist, wofür in diesem Fall nicht einmal Freundschaftsverbindungen auf Instagram, sondern lediglich einzelne Likes als „Beweis“ genügen: Dann ist das „sachliche Kritik“ und gelebte „Pressefreiheit“. So biegen sich zwangsgebührenfinanzierte Kampagneros eben die Wirklichkeit zurecht, bis sie ihnen genehm ist. (DM)

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