Die taz als Plattform der Muslimbruderschaft?

0
Muslimbrüder (Bild: shutterstock.com/Von BILLY GRAHAM RAM)
Muslimbrüder (Bild: shutterstock.com/Von BILLY GRAHAM RAM)

Die taz bietet einem Islamfunktionär aus dem nahen Umfeld der Muslimbruderschaft eine Plattform. Bei den Genossen darf der Herr als Autor unter der Überschrift „Teufelskreis Ausgrenzung“ über den „Aufholbedarf in Sachen Akzeptanz und Vielfalt“ der hiesigen Gesellschaft klagen.

Khallad Swaid ist laut Tichys Einblick seit Ende 2017 Präsident der Deutschen Muslimischen Gemeinschaft. Die Deutsche Muslimische Gemeinschaft e.V. (DMG), bis vor kurzem noch unter dem namen Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V. (IGD) für Allah unterwegs, ist eine der ältesten muslimischen Organisationen in Deutschland. Die 1958 gegründete Gemeinschaft wird der extremistischen Muslimbruderschaft zugeordnet. Der Verfassungsschutz geht davon aus, dass ihre führenden Mitglieder vorhaben, die westliche Kultur zu unterwandern und versuchen – auch in Deutschland – „mittelfristig einen islamischen Staat zu gründen“. Der Verfassungsschutz in NRW sieht die Muslimbruderschaft als eine Bewegung, die letztlich gefährlicher einzustufen sei als die Salafisten. Die Verfassungsschützer in Baden-Württemberg warnen zudem davor, dass die Muslimbrüder mit einem „Marsch durch die Institutionen“ versuchen werden, ihr Ziel zu erreichen.

Nun mag die Taz links-grünen Genossen durchaus als Institution gelten, per se ist es das defizitäre Blatt jedoch nicht. Dennoch gibt es wohl keine geeignetere Plattform für den Muslimbruder Swaid als die taz, um über angebliche Ausgrenzung von Muslimen zu lamentieren. Geschickt darf der Islam-Frontmann in der taz die Bestrebungen seiner Organisation verharmlosen, indem er die Forderungen der AfD nach Verboten und Überwachung von islamistischen Vereinen und Verbänden kritisiert: „Dass Vertreterinnen und Vertreter aus Sicherheitskreisen und Politik ernsthaft der Auffassung sein wollen, eine Unterwanderung Deutschlands zur Errichtung eines Gottesstaates sei auch nur im Entferntesten möglich, ist für uns mittlerweile absurd, fast schon lächerlich. Wer im über 60-jährigen Engagement der DMG für eine Beheimatung des Islam in Deutschland nur eine Verschleierungstaktik zu erkennen glaubt, entzieht jedem konstruktiven Dialog die Grundlage“, so Swaid in seinem taz-Artikel „Teufelskreis Ausgrenzung“, der mit der klaren Ansage schließt, weiterhin gegen die Nennung im Verfassungsschutzbericht zu klagen. (SB)

 

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram