Risikogebiet Moschee: Wieso fordert Lauterbach keine Massentests?

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Beten nicht in Richtung RKI, sondern Mekka: Muslime in der Schwäbisch-Gmünder Ditib-Moschee (Foto:Imago/imagebroker)

Schwäbisch Gmünd – Während deutsche Unternehmen (am besten noch aus verpönten Branchen wie Schlachtgewerbe oder Massentierhaltung unter Beteiligung ausländischer Werksleiharbeiter) vom Corona-Polizeistaat unter Generalverdacht des Superspreadings genommen und landauf, landab Ziel von Testreihen werden, in deren Folge dann der nächste Massenausbruch inklusive Aussicht auf kreisweiten Lockdown verkündet wird, redet von einem womöglich viel kritischeren „Risikogebiet“ niemand: muslimische Gemeinden.

Man hätte schon nach den ersten verdrucksten Meldungen über den Corona-​Ausbruch von Schwäbisch Gmünd, wo bei „einer Trauerfeier“ mehrere Dutzend Neuinfektionen auftraten, darauf wetten können, dass es sich hierbei nicht um Besucher einer deutschen Dorfbeerdigung gehandelt haben konnte, sondern eher um Vertreter (multi-)kultureller Milieus, bei denen die Einhaltung von Abstandsregelungen seit Beginn der Pandemie eher Glückssache war und die eine notorisch gesunde „Distanz“ zum deutschen Rechtsstaat pflegen. Und in der Tat: Es handelte sich um eine Trauerfeier der lokalen Ditib-Moscheegemeinde.

Doch weil Corona inzwischen genauso zu Deutschland gehört wie der Islam und beides nicht mehr verschwinden wird, könnte die journalistische Verknüpfung von beidem zu unerwünschten Nebenwirkungen und Irritationen der indigenen Urbevölkerung führen; dann nämlich, wenn es etwa zur Ausrufung eines kreisweiten Lockdowns käme, der nicht auf Ausbrüche bei „Umwelt-“ oder „Unternehmersäuen“ ähnlich dankbaren Feindbildern wie Clemens Tönnies zurückgeht, auch nicht auf rücksichtslose deutsche Sommerurlauber oder „leichtsinnig“ feiernde Biergartenbesucher – sondern auf muslimische Parallelgesellschaften, für die „Social Distancing“ ein noch größeres Fremdwort ist als für deutsche Ballermannbesucher.

Unantastbare Corona-Sünder

Deshalb hält sich die Politik hier vornehm zurück und vermeidet gegenüber Moscheen jegliche Form von Drohungen, die sie gegenüber Landsleuten und Vertretern des eigenen Kulturkreises umso drakonischer ausstoßen – von Karl Lauterbach, der Zwangstests für Urlaubsrückkehrer und andere Risikogruppen fordert, bis Bayerns Markus Söder („letzte Warnung an alle Feiernden!“), der derzeit gerade seine Landwirte mit Flächentests unter Erntehelfern in die Mangel nimmt.

Derweil befinden sich in Schwäbisch Gmünd immer mehr Menschen in häuslicher Isolation, die Testungen laufen unbeirrt weiter. Im Ostalbkreis hatte sich schon bis Sonntagabend infolgedessen die Zahl der bestätigten Fälle, die „direkt auf diesen Infektionsherd“ (die Moschee) zurückzuführen sind, die Zahl der positiven Fälle innerhalb von 48 Stunden vervierfacht. Gestern Nachmittag waren bereits 54 Fälle labortechnisch bestätigt. Die Gesundheitsbehörden geben sich äußerst rücksichtsvoll und arglos: „Wie das Virus unter die Versammelten gelangte, ist nicht bekannt.“ Hat man soviel Fingerspitzengefühl je gegenüber der Tönnies-Belegschaft vernommen?

Dabei wäre die Antwort auf diese Frage recht simpel: Bei Trauerversammlungen in dieser (und wohl vielen weiteren) Moscheen wurden anscheinend bisher keinerlei Anwesenheitslisten geführt – ohne dass dies irgendwelche behördliche Maßnahmen oder anderweitigen staatlichen Durchgriff nach sich gezogen hätte. Weil Umarmungen, körperliche Nähe und vergleichsweise hohe Zahlen an Trauergästen vor allem bei türkischen Bestattungen die Regel sind und, wie die „Remszeitung“ schreibt, etliche Teilnehmer auch von auswärts anreisten, ist eine Virusverbreitung kein Wunder, sofern auch nur ein Anwesender corona-positiv ist.

Islam und Corona gehören zu Deutschland

Statt aber Massentests in Moscheen zu fordern, wo sie mindestens ebenso „lohnend“ oder sogar weitaus eher indiziert wären als in kartoffeldeutschen Firmen oder pauschal an Flughäfen, vermeiden Politiker in solchen Fällen  – vom Bund bis hinab auf die Gemeindeebene – jegliches Ungemach für ihre verhätschelte islamische Schutzklientel. Tests in Moscheen, das wäre schließlich ethnisches Profiling der Gesundheitsbehörden – und somit vermutlich rassistisch. Es ist die Fortsetzung derselben Duldungsstarre, dank derer während des Shutdowns bei Muslimen, die den neuerdings erlaubten Muezzinrufen gefolgt waren und sich vor ihren Gebetshäusern versammelt hatten, auf die Verhängung von Bußgeldern wegen Verstößen gegen die Corona-Kontaktregeln rücksichtsvoll verzichtet wurde.

Stattdessen lobt die Schwäbisch-Gmünder Stadtverwaltung, die Ditib-​Gemeinde verhalte sich „sehr kooperativ“; das Lokalblatt schreibt anerkennend: „Sie hat die Moschee umgehend geschlossen und auch das Freitagsgebet abgesagt. Auf der Facebookseite der Gemeinde appellieren die Gemeindeoberhäupter, die Corona-​Regeln strikt einzuhalten.“ So pragmatisch handhabt man die Pandemie unterm Halbmond.

Dann ist ja alles gut. Durchschnittlichdeutsche Kuffar und „Almans“, die nach den Sommerferien am Flughafen zwangsgetestet und in Quarantäne gesteckt werden, wird dies sicher trösten… (DM)

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