Zwangstests für Urlauber, Feiernde als Aussätzige: Die Coronazis haben wieder Oberwasser

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (Foto: Imago)

An den Bevölkerungsgruppen, die in der ausgerufenen Pandemie doch tatsächlich die Dreistigkeit hatten, sich zumindest einen Rest an Lebensnormalität zu bewahren, soll nun mit Unerbittlichkeit ein Exempel statuiert werden. So wie zuvor Einwohnern von zu „Risikogebieten“ erklärten Landkreisen werden nun Reiserückkehrer als unverantwortliche „Spreader“ unter Generalverdacht gestellt und einer Pogromstimmung ausgesetzt. Gesundheitsminister Jens Spahn kündigte heute Zwangstests für sie an.

Während die Politik stets gönnerhaft die „hohe Disziplin“ der Bevölkerung lobte, die zum faktischen Verschwinden von Corona als Breiteninfektion führte, und während inzwischen auch wissenschaftlich erwiesen ist, dass vor allem das verantwortungsbewusste Verhalten der auf Abstand und Hygiene bedachten Bürger zur Verflachung der Kurve führte (und nicht die staatlichen Zwangsmaßnahmen wie Lockdown, Maske, Kontaktsperren!) – da macht die Regierung dem Volk ausgerechnet diese Eigenverantwortlichkeit wieder streitig: Er wolle sich „nicht auf die Freiwilligkeit verlassen“, so Spahn – und setzt deshalb auf Zwangstests für Reiserückkehrer aus „Corona-Risikogebieten“, wie willkürlich auch immer diese definiert werden.

Wie gnädig, dass diese immerhin kostenlos sein sollen. Wer sich allerdings dann noch dem Risiko aussetzen wird zu verreisen, wenn ihm und seiner Familie – als Folge eines womöglich falsch-positiven PCR-Tests – direkt im Anschluss an seinen Urlaub die Aussicht auf eine 14-tägige Quarantäne winkt, wird interessant sein. Und genau darum geht es hier. Die unterschwellige Botschaft von Spahns Maßnahme in ihren konkreten Detailausprägungen, über die „n-tv“ heute berichtete, ist unmissverständlich: Wer im Sommerurlaub mit der Familie oder Freunden ins Ausland fährt oder fliegt, ist ein asozialer Egoist, der die Gesundheit Dritter riskiert, um dem eigenen Hedonismus zu frönen. Die verräterische Sprache im Corona-Zeitalter setzt den wertenden Akzent. Aus Touristen werden „Risiko-Urlauber“, unbeschwerte Ferien werden als „Leichtsinnigkeit“ oder „Rücksichtslosigkeit“ subtil geächtet.

Freizeit und Lebensfreude als Verbrechen

Spahns Zwangstests und die unterschwellige Stigmatisierung von Urlaubern passt wie die Faust aufs Auge auf Markus Söders Krisen-Hype um kritische „Hotspots in ersten bayerischen Landkreisen. Der CSU-Chef kann es gar nicht erwarten, die nächsten Lockdowns zu verkünden, und schickte heute „eine letzte Warnung an alle Feiernden“. Party als Verbrechen. Und die Corona-Panikmedien stimmen mit ein: „Zwang ist legitim!“, jubelte heute die „Süddeutsche Zeitung„.

Und so soll nach Gastronomie-, Event- und Veranstaltungsbranche nun auch die Urlaubsbranche endgültig vernichtet werden – und zwar nicht nur im Segment Kreuzfahrtschiffe, sondern der Auslandstourismus insgesamt. Die Menschen sollen gefälligst zu Hause bleiben. Denn: Das „Virus ist da und bleibt da“, wie NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Naumann heute dekretierte – und daran werden weder Impfstoffe noch Fallzahlenrückgänge etwas ändern. Nichts wird je mehr wie es war. Der Paradigmenwechsel durch Corona, der sich hier nahtlos in die klimaschutz-motivierte Verpönung von Individual- und vor allem Flugreisen einfügt und einen Schuldkult um Konsum und Selbstverwirklichung erzeugt, erreicht damit alle Lebensbereiche. Niemand soll mehr ohne schlechtes Gewissen irgendetwas dürfen. (DM)

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