Corona-Wahn: Hunderttausende Krebstote, vergessene Regelpatienten – doch alle reden nur von der „2. Welle“

0
Intensivstation: Viel Personal, kaum Patienten - aber Panik vor der 2. Welle (Foto:Imago)

Diese Woche sorgte ein offizieller Regierungsreport namhafter Wissenschaftler in Großbritannien für Aufregung: Allein infolge des dortigen Lockdowns sei almit bis zu 200.000 Toten zu rechnen (worüber unter anderem der „Telegraph“ berichtete) – vor allem durch die Maßnahmen zur Anpassung des staatlichen Gesundheitssystems NHS (National Health Service). Bis zu einem nicht unerheblichen Grad lassen sich derartige Folgen auch für Deutschland annehmen: Die Corona-Maßnahmen sind tödlicher als Corona. Und die Panikmache einer zweiten Welle läuft unerbittlich an.

Man muss gar nicht erst auf die 50.000 verschobenen Krebs-OP’s, unzählige abgesagte Vorsorgeuntersuchungen und extrem eingebrochene notfallmedizinische Infakt- und Schlaganfallzahlen verweisen, um zu erahnen, dass hier ein Vielfaches der selbst bei noch so kreativer Zählweise aufgebauschten „Corona-Toten“ an „normalen“ Erkrankungen und Folgen unterlassener medizinischer Behandlung über die Wupper gehen werden.

Noch immer sind hierzulande viele Kliniken in nur eingeschränktem Regelbetrieb – einerseits, weil die lukrative Vorhaltung leerer Betten für mögliche Covid-Patienten von der Regierung mit horrenden Ausgleichszahlen honoriert wird, was für die Häuser wirtschaftlich weit lohnender ist als echte Patienten. Zum anderen, weil die Hysterie um eine angebliche „zweite Welle“ munter immer weiter geschürt wird. Derweil sind aktuell (Stand Samstag) gerade noch 326 Menschen in Deutschland wirklich „schwer an Corona“ erkrankt, von denen der Großteil jedoch hochbetagt und vorerkrankt ist – und dafür wird auch weiterhin ein ganzes Land im Ausnahmezustand gehalten. Mit  Verhältnismäßigkeit hat all dies nichts mehr zu tun. Es ist nur mehr zynisch zu nennen, wenn sich die globale Gesundheitspolitik auf eine einzige Infektion konzentriert: Wer nicht Covid hat oder als Corona-Verdachtsfall eingestuft wird, ist nach wie vor Patient zweiter Klasse.

Verhängnisvolle Eigendynamik

Politik, Wissenschaft und Gesundheitswesen sind in einer Eigendynamik gefangen, aus der es weltweit kein Entrinnen zu geben scheint. Schlafwandlerisch folgen sie einem unsichtbaren Impuls, einer größeren Aufgabe und angeblicher „Verantwortung für das Gemeinwesen“ verpflichtet zu sein, die ihnen Opfer abnötige. Unterhalb der Gruppensphäre, im Zwiegespräch oder hinter vorgehaltener Hand ist fast keiner, der diesen Irrsinn für angemessen hält und nicht erhebliche Zweifel am Sinn der ganzen Übung hat – zumal andere, weitaus tödlichere Gesundheitsrisiken definitiv vernachlässigt werden. Doch es will niemand aus dem Lemmingen-Zug ausscheren. Wer sich fragt, wie es vor 1914 zur allgemeinen europaweiten Weltkriegshysterie kommen konnte, der findet in der Gegenwart Antworten.

Auf zwei Schienen läuft das Perpetuieren des Ausnahmezustands: zum einen über die mediale Panikmache, die undifferenziert angeblich explodierende Zahlen in den USA, Brasilien (und die weltweite scheinbare Situation mit der Lage in Deutschland verknüpft, wo Corona nach wie vor hart an der Nachweisgrenze entlangschrammt), und die ständig neue Horrormeldungen über Langzeitschäden, neue Symptome, Mutationen und nächste Riesenausbrüche bringt. Dazu gehört auch die offensichtlich künstlich nach oben getriebene Zahl von Corona-Toten, auch und gerade in den USA.

Wiederentdeckung der Angstfalle vom Frühjahr

Bei „Tagesschau“ und „Heute“ sind die mittlerweile zum Erbrechen bekannten Corona-Statistiken (auf Datengrundlage von RKI und Johns-Hopkins-University) wieder das Top-Thema – und es fällt anscheinend keinem auf, dass die Warn- und Signalfarben sowie das alarmistische Vokabular der zugehörigen Erläuterung exakt jenem vom März gleicht – mit dem Unterschied, dass damals dieselbe Panik auf Grundlage 15- bis 20mal höherer Zahlen verbreitet wurde (obwohl es auch da nie zur angekündigten „ersten Welle“ kam). Das Phänomen ist von den Wetterkarten her bekannt, auf denen selbst Wärmezonen mit 26-28 Grad inzwischen in einem Blutrot visualisiert werden, das in den 1980er Jahren nicht einmal für die Sahara mit 52 Grad im Schatten verwendet wurde. Corona- und Klimahysterie gleichen sich an.

Folgender Screenshot der Startseite von „Focus Online“ – einem der berüchtigtsten Angstmacherportale – vom Samstag Nachmittag zeigt, auf welchem Niveau die Berichterstattung hier funktioniert:

(Screenshot:FocusOnline App)

Die andere Schiene verläuft über die Beschwörung der „zweiten Welle“ durch Regierung, Behörden und RKI, indem „beunruhigende“ Anstiege gemeldet werden. Dies, obwohl die dies angeblich belegenden Zahlen in einer nur noch pervers zu nennenden unwissenschaftlichen Art und Weise aus kumulierten Positivtestungen gewonnen werden – ohne dass es nach wie vor  etwas wie repräsentative Stichproben oder Breitentests gäbe, oder dass wenigstens die Zahl der durchgeführten Tests endlich in Bezug zu den Neuinfektionen gesetzt würde. Wenn nun immer mehr Tests durchgeführt werden, steigen auch zwingend die ermittelten Infektionen – zumal die nach wie vor gegebene Ungenauigkeit durch falschpositive Testergebnisse sich mit zunehmender Testzahl ebenfalls bemerkbar macht.

Journalisten scheinen selbst dabei nicht stutzig zu weden, wenn sie in derselben Nachrichtensendung zuerst über die von der Politik beschlossenen Maßnahmen zur Ausweitung von Tests berichten – etwa an Flughäfen, in neuralgischen Unternehmen oder in Wohnsiedlungen – und dann den angeblich „alarmierenden“ Anstieg von Neuinfektionen vermelden. Das eine bedingt das andere, doch es hat keinerlei Aussagewert.

Vorsätzliche Irreführung durch Test-Ausweitung

Selbst ausgehend von dem absoluten marginalen Niveau der tatsächlichen Infektionen, von denen vor wenigen Monaten ja niemand je zu träumen gewagt hätte, lassen sich natürlich relative Zuwächse als drastisch verkaufen – indem man im konkreten Beispiel etwa nur den relativen Anstieg von Fallzahlen berichtet. Statt zwei sind dann vier Neuinfektionen schon eine schockierende Verdopplung; wer hätte es geahnt.

Auf der „Achse des Guten“ hat Dr. Gunther Frank in einem vielbeachteten Artikel, der wie leider so viele wertvolle Debattenbeiträge von den Mainstream-Medien ignoriert und damit der interessierten Öffentlichkeit vorenthalten wird, über den „Missbrauch unschuldiger Testergebnisse“ geschrieben und den Effekt der Testpraktiken beschrieben („Das Netz wächst schneller als die Anzahl der Fische“). Auch er kommt darin zu einem fatalen Schluss: Es geht bei der Corona-Politik schon lange nicht mehr um Gesundheit. (DM)

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram