Läuft alles nach Plan: Stündlich landet ein Boot mit Afrikanern in Italien

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Mittelmeer-"Flüchtlinge" (Foto:Imago/ZUMA-Wire)

Lampedusa – Der Nachschub rollt, ungebremst, und es scheint so, als hätte es 2015/2016, all die Anstrengungen von Frontex, die Konsultationen auf EU-Ebene, die Gegenmaßnahmen Italiens 2017-2019 unter Matteo Salvini nie gegeben: Auf Lampedusa landen wieder massenhaft afrikanische Flüchtlingsboote an – pro Stunde im Schnitt ein Flüchtlingsboot.

Dies betrifft dabei lediglich die „seetüchtigen“ Boote, die Schlepper für die zahlungskräftigeren „Kunden“ ihrer ausschließlich männlichen, jungen, kräftigen Klientel bereithalten – und mit denen eine Überfahrt auf die die italienische Insel auch ohne einkalkulierten „Schiffbruch“ möglich ist, so dass der  Shuttleservice durch europäische NGO-Schlepperschiffe (demnächst auch der Evangelischen Kirche Deutschlands) hier gar nicht notwendig sind.

Als Folge dieses fatalen „Sommertrends“ ist das  Aufnahmezentrum auf Lampedusa bereits schon wieder heillos überfüllt – wo eigentlich 95 Plätze vorgesehen sind, drängen sich 1000 Menschen, wie die „Welt“ schreibt. Überall in dem  Inselhauptort kampieren Afrikaner wild, der malerische Hafen gleicht einem Zeltlager. Die Insel ist wieder einmal Brückenkopf der nächsten echten Dauerwelle – der einer ungebremsten Wirtschafts- und Armutsmigration, auf die Europa nach wie vor keine Antwort außer grenzenloser „Offenheit“ geben will.

Lampedusa wird zum neuen Lesbos

Alleine in der Nacht auf gestern kamen 200 Migranten aus Tunesien an. Der Bürgermeister droht mit einem Notstand: „Die Situation ist unkontrollierbar geworden. Wenn die Regierung es nicht tut, werde ich den Ausnahmezustand ausrufen.“ Und die Regierung wird voraussichtlich nichts tun können – und wollen. Die Folge: Einmal mehr fühlt sich die Inselbevölkerung im Stich gelassen.

Seit Jahresbeginn gelangten – trotz Corona –  mehr als 11.300 Migranten über das Mittelmeer nach Italien; dies sind jetzt schon so viele wie im ganzen Jahr 2019. Das Spiel ist immer das gleiche: Erst wird – durch europäische Ohnmacht und verheerende Signale der Politik wie („Sichere Häfen“, „Wir haben Platz“) – die Fluchtbewegung aktiv stimuliert, bis es zu „humanitären Katastrophen“ an den Außengrenzen kommt – und dann springt irgendwann Deutschland ein, um die „Schande“ zu beenden, und nimmt die Migranten auf – späterer Familiennachzug inklusive. (DM)

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