Riesensauerei: Komplette Feuerwehr-Truppe abgemahnt – wegen Verstoß gegen „Abstandsregeln“

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Feuerwehreinsatz in Corona-Zeiten (Symbolbild:Imago/Gutschalk)

Berlin – Nicht nur bei Angehörigen von Polizei, Bundeswehr und Notärzten, sondern auch denen der Rettungsdienste muss man sich mittlerweile wirklich wundern, dass sich überhaupt noch Menschen finden, die bereit sind, trotz zunehmender Anfeindungen und Schikanen den Kopf hinzuhalten: Weil sie angeblich gegen „Hygienevorschriften“ verstoßen hätten, wurde eine ganze Abteilung der Neuköllner Feuerwehr disziplinarisch belangt.

Es ist der neueste Auswuchs einer abstoßenden, nur noch ungeheuerlichen Arroganz und Anmaßung der Machthaber im Corona-Staat, die das Fehlverhalten jener, auf die sie noch Zugriff haben, bei jeder Gelegenheit drastisch ahnden – während Neubürger ohne Wohnsitz, Großfamilien und Kulturbereicherer, die sich nicht um deutsche Regeln und Gesetze scheren, vom Rechtsstaat unbehelligt bleiben. Bei den diensttuenden Uniformträgern im Staat, die hoheitliche oder tatsächlich „systemrelevante“ Aufgaben erfüllen, wird dafür umso härter durchgegriffen.

Dass Feuerwehrteams einander nicht nur im Einsatz blind vertrauen müssen, sondern dann auch zwangsläufig auf der Wache oder im Team nahe beisammen sind, ist eine Selbstverständlichkeit. Doch in Corona-Zeiten, wo die Hysterie und Hyperwachsamkeit von Gesundheitsbehörden umso wahnhaftere Züge annimmt, je mehr das Virus aus der Öffentlichkeit verschwindet, werden selbst hier Vereinzelung, gegenseitiges Misstrauen und kompromisslose Umsetzung von Regelwerken verlangt, die längst keinen Sinn mehr machen – schon gar nicht in überlebenswichtigen Berufsgruppen.

Kollektive Abmahnung – trotz freiwilliger Offenheit

Die 4. Wachabteilung der Neuköllner Feuerwehr wurde von ihren Dienstvorgesetzten kollektiv abgemahnt – nebst Eintrag in die Personalakte -, da sie die Corona-Regeln missachtet hatten – ohne dass konkret spezifiziert wurde, was eigentlich geschah. Niemand war zu Schaden gekommen, keiner hatte sich angesteckt. Wie die „B.Z.“ schreibt, war vor rund drei Wochen bekannt geworden, dass sich ein Neuköllner Feuerwehrmann mit Corona infiziert hatte. Die eigenen Kollegen des Mannes hatten sich eigentlich vorbildlich verhalten – und den Fall bei der internen Mitarbeiterhotline gemeldet. Sie gaben dort auch zu Protokoll, ihnen sei die exakte Kontaktdauer oder auch der konkrete Abstand zu ihrem Kollegen nicht mehr erinnerlich.

Als Dank für soviel Offenheit wurde die gesamte Truppe erst einmal vom Dienst freigestellt und getestet – niemand war infiziert. Und doch gab es ein Nachspiel: Weil sie selbst zugegeben hatten, die (rein willkürlich definierten) „Hygienemaßnahmen“ vermutlich nicht exakt eingehalten zu haben – 1,5 Meter Abstand etwa, wiederholte Desinfektionen -, setzte es jetzt die Abmahnungen. Damit nicht genug: Die gesamten Landesfeuerwehrleute Berlins mussten beim Landesbranddirektor antanzen – und wurden dort „zur Infektionsschutzverordnung erneut sensibilisiert“, wie die Feuerwehrleitung mitteilt. Eine wahrlich „motivierende“ Aktion in diesen Zeiten. Respekt, wer da noch für miserables Gehalt bereit ist, sein eigenes Leben zum Schutz anderer zu riskieren – und sich dafür von seinen Dienstherren als Corona-Sau maßregeln lassen darf. (DM)

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