Rassismus-Skandal: Foto-Automat in Hamburg fotografiert nur Hellhäutige – Behörde reagiert

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Rassistischer Fotoautomat (Symbolbild: gemeinfrei)

Der Rassismus ist wirklich überall! Selbst Foto-Automaten bei deutschen Behörden sind verdammte Rassisten, da sie „nur Hellhäutige“ fotografieren und „Menschen mit dunkler Hautfarbe“ gezwungen seien, deshalb ihre biometrischen Fotos beim Fotografen machen zu lassen. Eine Hamburger Behörde hat nun sofort reagiert und den miesen Rassisten-Fotoautomaten aus dem Verkehr gezogen.

Die taz hat den unglaublichen Skandal aufgedeckt: Ein Fotoautomat des Hamburger Landesbetriebs für Verkehr kann nur weiße Menschen fotografieren! Schwarze Menschen hingegen, die mit dem Gerät der Bundesdruckerei biometrische Fotos für Ausweisdokumente machen wollen, erkennt der miese Rassist nicht.

Die Genossen-Zeitung schildert hierzu die traumatische Erfahrung der farbigen Audrey K. aus dem vergangenen Jahr. Die stark pigmentierte Dame wollte im besagten Automaten ein Passbild fertigen lassen, der Automat erkannte sie jedoch nicht als Motiv. Das sei ihr von der Sachberbeiterin dann auch bestätigt worden. Verärgert schrieb K. später eine Mail an den Landesbetrieb. „Die Erfahrung macht mich sehr traurig“, schrieb sie. „Das Problem scheint Ihnen bekannt zu sein, aber auf Ihrer Internetseite wird auf diesen Sachverhalt nicht hingewiesen.“ Im Wartebereich des Landesbetriebs hätten mit ihr zusammen etwa 15 Personen gewartet, von denen fünf schwarz waren, heißt es dazu laut taz weiter.

Es mache sie unendlich traurig, dass in Kauf genommen werde, dass hier schwarze Menschen einen Termin machen, womöglich dafür vieles im privaten und/oder beruflichen Bereich zu koordinieren haben und dann noch einmal herkommen zu müssen, ohne dass auf diese besondere Situation von Seite der Behörde eingegangen werde.

Der Verkehrsbehörde sei das Problem bekannt, stellt die taz pikiert fest. Die Behörde teilte mit, dass man an dem Problem arbeite und man mit der Bundesdruckerei im Austausch sei. Dort jedoch – so die hoch empörte taz werde allerdings versucht, das Problem auf die Beleuchtung zu schieben und weist den Rassismusvorwurf weit von sich: „Wir haben Verständnis, dass in Zeiten, in denen Rassismus Gemüter erregt, derartige Themen zur Kenntnis genommen werden. Dieses Thema eignet sich jedoch definitiv nicht als Beitrag zur Rassismus-Debatte.“ Die Automaten zählten zu den modernsten der Welt und unterschieden definitiv nicht nach Hautfarbe. „Wie jedes optische System ist die Qualität abhängig von der jeweiligen Beleuchtungssituation – gleichgültig ob für weiße oder schwarze Hautfarbe. Im Übrigen kennt das System keinen Rassismus, so wie wir uns auch gegen jeden Vorwurf der Diskriminierung oder des Rassismus zur Wehr setzen.“

Für das schwarze Opfer K. ist das jedoch keine hinreichende Erklärung. Sie zeigt sich zutiefst davon überzeugt, dass die Dysfunktion des Automaten ein Zeichen für institutionellen Rassismus ist. „Es macht mich wütend. Während für weiße Menschen meistens alles ganz einfach funktioniert, sind schwarze Menschen im Alltag häufig mit solchen Mechanismen der Unterdrückung konfrontiert. Für meine Heimatstadt Hamburg ist das beschämend.“

Die neue Hamburger Verkehrsbehörde unter dem grünen Senator Anjes Tjarks kündigte jetzt an, die beiden Fotoautomaten vorerst vom Netz zu nehmen. Man könne sehr gut verstehen, dass die Kundin sich diskriminiert fühle. „Der Vorfall ist nicht akzeptabel“, teilt auch sein Sprecher laut der Mopo mit. Die beiden Rassisten-Automaten sind bis zur endgültigen Klärung der Fehlfunktion vom Netz.

Derweilen hat das „Online-Fachmagazin“ Migazin, das sich – der

Kampagnenaufruf im Migazin

Name verrät es bereits – ausschließlich mit den Themen Integration und Migration in Deutschland auseinandersetzt – eine bundesweite Kampagne gestartet, die dazu aufruft „die Erlebnisse mit Behörden und Institutionen von People of Color zusammeln und sichtbar macht“. „Interessierte People of Color können einen kurzen Text mit einem diskriminierenden Erlebnis aus ihrem Alltag schicken an: [email protected] Gerne kann auch ein Passbild in Überbelichtung angehängt werden. Nach Rücksprache wird der Text auf dem Blog „2 Dark 2 Be Seen“ veröffentlicht. Ziel soll sein, stattfindende Diskriminierung offen sichtbar zu machen und eine Vernetzung zwischen den betroffenen Menschen herzustellen, um vor Ort aktiv dagegen angehen zu können“. Bezahlt werden dürfte der ganze Antirassismuswahnsinn von den weißen rassistischen Steuerzahlern in diesem Land. (SB)

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