Deutsche Bahn auf queerem Abstellgleis gelandet

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DB queer (Bild: Screenshot DB)

Die Deutsche Bahn bedient mit ihren Werbespots wie kaum ein anderes staatseigenes, sprich steuerfinanziertes Unternehmen links-grüne Befindlichkeiten. Nach „Weniger-Weiß-sein“ sieht sich die DB nun verpflichtet, mehr „bunt und queer“ zu sein. Beim zugehörigen Werbespot schleicht sich jedoch der Gedanke ein, dass die DB sich einen „Spaß“ mit den queeren Zeitgenoss*INNEN erlaubt, so läppisch und clownesk kommt das Filmchen daher.

„Die Deutsche Bahn signalisiert in diesem Jahr ihre Unterstützung für die LGBTIQ*-Bewegung mit einem Film, da die Paraden rund um den Christopher-Street-Day nicht stattfinden können. Mit vielen weiteren bundesweiten Maßnahmen setzen wir als DB ein buntes Zeichen für Vielfalt und Toleranz.“

Wie diese Sonderbehandlung einer, wie alle anderen auch vom Corona-Lockdown-Wahnsinn betroffenen Gruppe aussieht, kann im extra hierfür produzierten Werbespot begutachtet werden.

Anstatt das Geld der Bahnfahrer dazu zu verwenden, die Zuverlässigkeit der Bahn zu steigern, wurde das Steuergeld in die Hand von Werbeleuten gelegt, um u.a. die Lokomotive eines der DB-Intercity-Züge im Kindergarten-Look zu bekleben. Die „Regenbogen-Lok“ ist unter dem Motto „Take a Pride Ride on the Railbow“ in ganz Deutschland unterwegs. Die wahnsinnig tolle Initiative ist zusammen mit dem konzernweiten LGBTIQ*-Netzwerk railbow entstanden. In diesem setzen sich nach Eigendarstellung „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Förderung gegenseitigen Respekts ein“.

Zudem werden an 63 Bahnhöfen und DB-Bürogebäuden Regenbogenflaggen lustig im Wind flattern. „Mit Maßnahmen wie diesen und vielen weiteren Aktionen betont die DB fortlaufend die Vielfalt an sexuellen Orientierungen und Identitäten im Konzern. Diese Offenheit für unterschiedliche Lebensentwürfe ist eine entscheidende Stärke der Deutschen Bahn“, lässt Personalvorstand Martin Seiler in einer Pressemitteilung wissen.

Der clowneske Werbespott mag jedoch bei dem einen oder anderen weniger „queeren“ Zeitgenossen den Eindruck erwecken, dass die bevorzugte Gruppe von der DB gehörig verarscht wird:

Kritik am überbordeten LGBTI-Interesse der Bahn kam aus der AfD: Gunnar Lindemann, ein Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, kritisierte am Wochenende einen Tweet des Unternehmens zum „Global Pride“.

Im vergangenen Jahr präsentierte die DB in einem Werbefilmchen dem Bundesbürger das neues Deutschland oder das, was sich ihre Bahn-Marketingchefin Antje Neubauer so vorstellt: Eine mehrheitlich dunkelhäutige, migrantische Kundschaft lässt sich von der DB durch „ihr“ Deutschland kutschieren. Tübingens grüner OB Palmer kritisierte den Werbespot ebenfalls, indem er schrieb: „Ich finde es nicht nachvollziehbar, nach welchen Kriterien die „Deutsche Bahn“ die Personen auf dieser Eingangsseite ausgewählt hat“, schrieb Palmer damals auf Facebook. „Welche Gesellschaft soll das abbilden?“. Der zugehörige „Shitstorm“ lies nicht lange auf sich warten und tobte über Palmer – samt Rücktrittsforderungen – hinweg. So ist sie, die bunte, offene, vielfältige und „tolerante“ neue Gesellschaft. (SB)

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