Die Pandemie, die es nie gab: Alles unter „Kontrolle“

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Pandemie ohne Patienten: Leere Krankenhausbetten (Foto:Imago/Joker)

Was es ganz offensichtlich nicht gab: Eine „pandemische Notlage“. Was es ganz offensichtlich gibt – und was immer weiter vorangetrieben wird: Der Versuch einflussreicher politischer Gruppen auf nationaler, europäischer und globaler Ebene, unter dem offiziellen Vorwand einer „pandemischen Notlage“ autoritäre Strukturen zu schaffen, inklusive umfassender Überwachung, gelenkter Wirtschaft und Freiheitsbeschränkungen – von Reisefreizügigkeit bis zur freien Meinungsäußerung.

Immer mehr Menschen dämmert allmählich, welch eine Rieseninszenierung uns binnen weniger Monate künstlich in eine kollektive Neurose versetzt hat, die uns eine beispiellose wirtschaftliche Selbstbeschädigung als scheinbar unvermeidliche Notwendigkeit hat in Kauf nehmen lassen, die uns soziale Kontakt- und Bildungsverluste als zweckmäßige Übel hat tolerieren lassen, und die uns das bizarre Tragen von Gesichtsbedeckungen sowie Abstandsbeschränkungen als neue Normalität aufzwingt, selbst wenn dazu überhaupt keine objektive Notwendigkeit bestand.

Selbst wenn man die „Mortalität“ von Corona – die ja bereits anhand von unter statistischen Verrenkungen und unsauberen Zählmethoden gewonnenen, künstlich aufgebauschten Zahlen gemessen wird – als gegeben annimmt, ergeben sich vier Monate nach Beginn der eigentlichen „Krise“ derart marginale Zahlen, dass von Verhältnismäßigkeit im Umgang mit diesem Virus überhaupt keine Rede mehr sein kann.

Die geschürten kollektiven Todesängste, Weltuntergangssorgen und Ausbruchsszenarien muten geradezu wahnsinnig an, vergegenwärtigt man sich, dass in der EU die durchschnittliche Mortalitätsrate am bei 0,0213 Prozent (Stand 6. Juli, nach Angaben der John-Hopkins-University/JHU) lag – wobei die übergroße Mehrheit dieser Verstorbenen über 80 Jahre alt war und in vielen Ländern das Durchschnittsalter der Verstorbenen bei oder sogar über der normalen Lebenserwartung lag. Innerhalb Europas schwankten die Mortalitätsrate an der Gesamtbevölkerung zwischen etwa 0,001 Prozent in Griechenland, 0,004 Prozent in Polen und Norwegen und 0,005 Prozent in Finnland über 0,01 Prozent in Deutschland bis hin zu 0,065 Prozent in England, 0,057 Prozent in Spanien, 0,046 Prozent in Frankreich und 0,052 Prozent in Schweden. Alleine anhand dieser Zahlen (ebenfalls alle bezogen auf den genannten Stichtag 6. Juli von der JHU), die verglichen mit sonstigen medizinischen Todesursachen, Krankheiten und Gesundheitsgefahren fast vernachlässigbar erscheinen, wird bereits deutlich, dass die Hysterie um die Giga-Pandemie mehr als überzogen war.

Zahlen, die der Krisenbeschwörung Hohn sprechen

Auch der ermittelte Anteil Infizierter an der Gesamtbevölkerung ist derart gering, dass die hierfür eingeleiteten weitreichenden Radikalmaßnahmen, Corona-Auflagen und Grundrechtseinschränkungen völlig deplaziert erscheinen. In Deutschland lag er etwa bei 0,237 Prozent an der Gesamtbevölkerung, selbst im angeblich verantwortungslosen Schweden als Spitzenreiter, wo es kaum drastische Corona-Maßnahmen und keinen Lockdown gab, erreichte er nur 0,68 Prozent (Quelle: wie vor).

Statt angesichts solcher Zahlen Entwarnung zu geben, wird speziell in Deutschland alles getan, eine Rückkehr zum vertrauten Leben vor der Pandemie zu vereiteln – angeblich weil all das ja wiederkommen könnte, was nie da war (und sich schon nach der ersten Warnungsrunde von März/April als Fehlalarm erwiesen hatte). Jeder neue Ausbruch wird zum Medien-Happening, so wie gestern gerade wieder in Lohne im Kreis Vechta – wo schon wieder jedoch darauf lauert, dass gemäß „Corona-Ampel“ der nächste Lockdown ausgerufen wird, unter dem dann wieder hunderttausende Bürger leiden sollen, weil ein paar Dutzend positive Testungen in einem Hotspot die willkürlich definierten Schwellenwerte überstiegen haben. Und all das wieder nur, damit nach maximal zwei Wochen Inkubationszeit – die natürlich ohne jede prophezeite Katastrophenfolge verstrichen – auch dieser „Massenausbruch“ wieder in Vergessenheit gerät. Selbst die Tönnies-„Bombe“ mit über 1.500 Infizierten (die inzwischen alle wieder genesen sind) hatte keinerlei Folgen – ebenso wenig wie die BLM-Megademos, die überfüllten Strände, die innerstädtischen Feier-Zusammenrottungen und die ausgelassenen Menschenmassen in den Flaniermeilen der Düsseldorfer Altstadt. Nirgends explodierten die Infektionsketten, gab es Massenquarantänen, bimmelten die Corona-App-Alarme.

Es war ein riesiger Hokuspokus; anfangs, vor der „ersten Welle“ (die auch schon nie kam) aus durchaus verständlicher Sorge und präventiver Vorsicht legitim in die Wege geleitet, stand dann spätestens seit zwei Monaten fest, dass die Corona-Politik weit überzogen war, weil diese Pandemie zumindest keine nennenswert größere Gesundheitsgefahr darstellte als frühere Infektionskrankheiten, starke Grippewellen und vor allem als die vielfältigen sonstigen, zum Leben dazugehörenden Gesundheitsgefahren, die Menschen nun einmal ereilen können (und schon immer konnten, ohne dass man deswegen jemals zuvor das gesamte öffentliche Leben derart auf den Kopf gestellt hatte).

Kliniken räumen Fehlalarm ein

Mittlerweile gestehen sich dies – zaghaft noch, aber immer häufiger – auch die „systemrelevanten“ Einrichtungen des Gesundheitssystems ein, die in Erwartung einer riesigen Lawine und einer existentiellen Belastungsprobe ihren Normalbetrieb heruntergefahren hatten, zu Lasten eines Vielfaches an lebensbedrohlich Erkrankten aus allen anderen medizinischen Gründen von Herz/Kreislauf bis Krebs. Gerade diese Woche erst war es die Klinik Kitzingen Land, deren Klinikleitung öffentlich bilanzierte: „Von einer Pandemie konnte bei uns keine Rede sein.

Wie das Portal „InFranken“ berichtet, hatte die Klinik 42 Intensivplätze ab Ende März in einer eigens eingerichteten Isolierstation bereitgestellt. Das Personal wurde eigens mit erheblichem Aufwand geschult. Wie überall in Deutschland, wurden auch hier Routineoperationen und Vorsorgeuntersuchungen auf unbestimmte Zeit verschoben. Und dann das: Durchschnittlich drei bis maximal acht Personen in den Betten – „manchmal auch nur ein Patient, manchmal keiner“, so ein leitender Arzt. Die meisten hatten überhaupt kein Covid-19, mussten aber als Verdachtsfall so lange bleiben, bis auch der zweite Test negativ ausgefallen war. „Diese Patienten brauchten überhaupt keine stationäre Behandlung“, so der stellvertretende Klinikleiter, „waren aber trotzdem da, manchmal bis zu zwei Wochen.“ Und er kommt zu dem Fazit: „Stand heute hätte man sich aber auch einiges sparen können.“

Ähnlich sah es in den meisten Kliniken Deutschlands aus. Im Universitätsklinikum Mainz herrschte im April und Mai gähnende Leere, ganze Stationen waren menschenleer und vorsorglich patientenfrei geräumt worden. In diversen Ballungsraum-Krankenhäusern verstaubten die Beatmungsgeräte, teilweise neu angeschafft und frisch geliefert, neben den freigehaltenen Intensivbetten. Im rheinland-pfälzischen Westpfalz-Klinikum und in anderen Schwerpunktkliniken waren die akutesten Covid-Fälle die aus Italien und Frankreich eingeflogenen schweren Verlaufsfälle, während die deutschen Patienten für Auslastung im oft nur einstelligen Prozentbereich der vorgehaltenen Kapazitäten sorgten – wenn es überhaupt welche gab.

Konzertbesucher als Laborratten

Die Politik jedoch hat andere Pläne. Inzwischen wird das protestmüde, fast gebrochene Volk von Maskenträgern und Virus-Paranoikern von Politikern zu Laborratten gemacht, um die Panik noch etwas weiterzuschüren. Wie sehr dabei die Grenzen zwischen Satire und Realität verschwimmen, zeigte die Meldung vom Wochenende, derzufolge Forscher der Universitätsklinik Halle Freiwillige suchen, um das „Corona-Ansteckungsrisiko bei Massenveranstaltungen“ zu untersuchen. Als „Köder“ und Anlassgeber dient ihnen dabei der Berliner Pop-Barde Tim Bendzko, der Ende August ein spezielles Live-Konzert in Leipzig geben soll, zu dem 4000 „gesunde Testpersonen zwischen 18 und 50 Jahren“ antanzen sollen – unter „strengen Hygieneregeln„. Wie aussagekräftig dann allerdings der ganze Modellversuch ist, der ja eigentlich die Virusausbreitung unter natürlichen Kontaktbedingungen abbilden will, ist die große Frage. In Anbetracht der bundesweit fast völlig vernachlässigteren Zahl an aktiven Infektionen – weniger als einer von 16.000 Deutschen ist derzeit im Schnitt infiziert – scheint die ganze Versuchsanordnung geradezu grotesk.

Doch der von der Politik zweckmäßig geschürte Dauerwahn, man hätte es hier mit einer schier endlosen Pandemie zu tun, treibt noch andere Blüten. Selbst aus der inszenierten Trauer wird Kapital geschlachtet – so wie vergangene Woche bei dem formalen Corona-Staatsakt in Madrid, zu dem WHO- und EU-Repräsentanten angereist waren, um sämtliche „an und mit“ Covid-19 verstorbenen (oder als solche bezeichneten) „Pandemie-Opfer“ zu würdigen. Tiefen Eindruck muss dieses schale Spektakel auch bei Kanzleramtschef Helge Braun gemacht haben, der prompt verkündete, er könne sich eine solche Trauerfeier „auch für Deutschland gut vorstellen„.

Corona-Tote sind mehr wert als andere ToteDenn, so der Merkel-Steigbügelhalter laut „Spiegel„: „Bei all der Freude über niedrige Infektionszahlen sollten wir ein Zeichen setzen, dass die Gestorbenen nicht vergessen sind.“ Welch ein unfassbares, aktionistisches Getue: ein Vielfaches an Todesopfern fordern Jahr für Jahr weitaus verheerendere Krankheiten – doch noch nie gab es für diese jährlich vielhunderttausendfachen Opfer spezielle staatliche Gedenkakte. In Vergessenheit gerieten sie deshalb trotzdem nicht. Doch heute sind Corona-Tote natürlich mehr wert als „normalsterbliche Verstorbene“ – lassen sie sich doch perfekt instrumentalisieren, um den Notstand in Dauergefahr fortzuschreiben, und Freiheitseinschränkungen zum neuen Normalzustand werden zu lassen.Zu dieser neuen Normalität gehört auch der Corona-Überwachungsstaat, der sich nicht nur bei Restaurantbesuchen, beim Abgleich von Gesundheitsdaten zwischen den Behörden oder bei der staatlichen Empfehlung einer bislang völlig nutzlosen, da überflüssigen App bemerkbar macht. Das epidemiologische Spitzel-Unwesen macht sich zunehmend auch im öffentlichen Dienst breit – und soll hier permanent verankert werden: So sucht etwa der Landkreis Ammerland aktuell – und zwar als Vollzeitstelle – einen „Gesundheitsaufseher (w/m/d)„, dessen Tätigkeit folgendes Anforderungsprofil umfasst: „Aufgaben im Infektionsschutz, im Corona-Management sowie in der Hygiene- und Umweltmedizin.“ Speziell aufgeführt wird die „Überwachung von Badegewässern„, die „Mitwirkung bei der Durchführung von Hygieneschulungen in Gemeinschaftseinrichtungen„, die „Erfassung von meldepflichtigen Erkrankungen nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG)“ sowie – besonders beachtenswert –   die „Einleitung der sich daraus ergebenden infektionshygienischen Maßnahmen„, nebst „Beratung und Aufklärung zu Fragen der Hygiene, des Infektionsschutzes und der Umwelthygiene„.Als hätte es vor Corona nie Viren gegeben, soll hier institutionell die Dauerwachsamkeit im Dienste der ewigen Pandemie verankert werden – einer Pandemie, die strenggenommen schon vorbei war, ehe sie begonnen hat. (DM)

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