Erneute Schulschließungen als Quittung für Sommerferien? Lauterbach und SZ reiten die Dauerwelle

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Foto: Karl Lauterbach (über dts Nachrichtenagentur)

Wie in den Medien inzwischen über die „zweite Welle“ berichtet wird, die uns alle unausweichlich trifft, das erinnert an die Weltuntergangsprophezeiungen 2012, zum Ende der „großen Zählung“ des Maya-Kalenders: Der Weltuntergang kommt ganz bestimmt, und so ist es auch mit dem nächsten Massenausbruch. Und schuld daran sind die, die versuchen, sich zaghaft ein Stück Normalität zurückzuerobern – indem sie, welch asoziales Verbrechen, in die Sommerferien fliegen.

Karl Lauterbachs Tweets und die Panikmache von dauerbesorgten Leitmedien wie der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) scheinen sich geradezu orchestral aufeinander abzustimmen, wenn es um die Heraufbeschwörung der Corona-Dauerwelle geht: Beide zusammen ergeben die wohl dreistesten Auswüchse an Volksverunsicherung, seit es keinen „Völkischen Beobachter“ mehr gibt. Wenn, so meint der SPD-Corona-Maniac aus Aachen, Leute schon in Urlaub fliegen, dann sollen sie doch bittesehr „aus Solidarität“ alle getestet werden:

(Screenshot:Twitter)

Alleine der Satz „sonst bezahlen sie durch Schulausfall für ihren Urlaub“ ist eine bodenlose Frechheit. Wenn erneute Schulschließungen kommen, dann wären sie die Folge einer völlig unsinnigen, übertriebenen und nach neuesten Studien gänzlich nutzlosen Vorsichtsmaßnahme (wie Studien zu Schweden zeigten, das gerade keine Schulen schloss) – und Schüler und Eltern bezahlten in diesem Fall alleine für den restriktiven Lockdownwahn, für den Lauterbach geradezu als Super-Pate steht.

Laut „dts Nachrichtenagentur“ forderte Lauterbach nun, da viele Sommerferien schon bald zu Ende gehen, Zwangstests und anschließende Quarantänen. Wenn man sich die Urlaubskalender der Länder anschaut, wird schon jetzt klar: Die „Wellen“, die da angeblich drohen, müssten längst hier angekommen sein. Dumm für Lauterbach, dass das Virus eine Inkubationszeit von nur maximal zwei Wochen hat, diese ist dann nämlich gleichbedeutend mit der Halbwertszeit seiner fortgesetzten Lügen.

(Quelle Grafik: schulferien.org)

Allein, dass dies offenbar keinen kritischen Medienvertreter zu jucken scheint: Denn sie sind zumeist leider keinen Deut besser. Zum Beispiel die SZ: Entgegen der überall im Netz durch Webcams, live und durch Augenzeugen dokumentierten gähnenden Leere in Mallorcas Ferienhochburgen zeichnet sie unverdrossen das Zerrbild unvernünftig feiernder Menschenmassen: „Vielerorts feiert man so lässig, als habe es das Virus nie gegeben. Das ist sehr menschlich. Aber auch sehr leichtsinnig“, doziert das Münchner Blatt.

Wenn überhaupt, dann träfe dies auf den „Goldstrand“ an der thrakischen Schwarzmeerküste zu, nicht jedoch auf die Balearen. Wie das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtete, sind am bulgarischen Ballermann derzeit durchaus viele Gruppen Jugendlicher unterwegs, die für sich – ganz unbeeindruckt von der Hysterie in der Heimat – ein „Recht auf Party“ reklamierten. Doch für die SZ ist das Klischee der Malle-Deutschen lohnender; dramatisch daher die Szenenschilderung (offenkundig auf Fernwahrnehmung gründend): „Der Strand an der Playa de Palma, Mallorca. Die Menschen haben sich daran gewöhnt, dass das Coronavirus grassiert. Doch Fakt ist: Das Virus ist immer noch fast so tödlich wie zu Beginn der Pandemie.“

Damit haben die Redakteure recht: Das ist das Virus tatsächlich – es ist nämlich genauso wenig „tödlich“ wie zu Beginn der Pandemie, weil in den allermeisten Fällen schlichtweg NICHTS passiert, wenn es zu einem der berüchtigten und heraufbeschworenen, angeblich apokalyptischen „Massenausbrüche“ kommt. Todesfälle als statistische Artefakte, Phantom-Massenbesäufnisse in Urlaubsgebieten: All dies dient dem Versuch, den nächsten Lockdown vorzubereiten, koste es, was es wolle. Lauterbach ist sicher schon ganz heiß. (DM)

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