RKI-Zahlenspiele zur Volksverdummung: Corona als tödlichste Krankheit aller Zeiten

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Auch die Bilder konnten. nie schrecklich genug sein: Bestattung Corona-Toter in Südamerika (Foto:Imago/AgenciaEFE)

Die Wirklichkeit mal wieder als Spielverderber: Mit immer haarsträubenderen Methoden müssen die ernüchternd niedrigen, eigentlich beruhigend überschaubaren Realauswirkungen von Corona künstlich an die Große Erzählung von der apokalyptischen Pandemie angepasst werden. Nur so lässt sich die Öffentlichkeit weiter auf Trab halten – und eine längst zum Selbstzweck gewordene Dauerkrisenpolitik auf unbestimmte Zeit beibehalten. Das Robert-Koch-Institut überbietet sich in der Kreativität beim statistischen Frisieren von Monat zu Monat.

Im Netz sorgte letzte Woche die Veröffentlichung der Stadt Krefeld auf ihrer offiziellen Homepage für Aufsehen, wonach sich die Zahl der „im Zusammenhang mit Covid 19“ (so die zur Verquickung teilweise völlig natürlicher Todesfällen mit Corona gebrauchte Zauberformel) registrierten Todesfälle auf wundersame Weise erhöht habe – und dies, obwohl es, laut amtlicher Feststellung des städtischen Fachbereichs Gesundheit, überhaupt keinen einzigen neuen Todesfall eines „an und mit“ Verstorbenen zu verzeichnen gab.

Dass  die Zahl der „systemrelevant“ verstorbenen, sogenannten „Corona-Toten“ in Krefeld dennoch um einen Fall auf 23 heraufgesetzt werden musste, geschah laut Verwaltung, „um die Statistik an die des Robert-Koch-Institutes anzupassen“. Denn der Grund sei, dass „Personen, die einmal positiv auf das Coronavirus getestet wurden und später versterben grundsätzlich in dieser Statistik aufgeführt werde… Im vorliegenden Krefelder Todesfall galt die Person (mittleren Alters und mit multiplen Vorerkrankungen) nachdem es mehrfach negative Testergebnisse gab, inzwischen seit längerem als genesen.“ Diese Zählweise gilt bundesweit.

Einmal infiziert, sicher tot – irgendwann

Auf gut Deutsch: Neuerdings bezeichnet man also auch all diejenigen als „Corona-Tote“, die irgendwann in ihrem Leben einmal Corona-positiv getestet wurden, die Infektion aber längst überstanden haben (oder nie bemerkten, dass sie das Virus überhaupt hatten). Da Sars-CoV2 noch nicht allzulange existiert, macht sich dies statistisch leider noch nicht in der von den üblichen virologischen, medialen und politischen Katastrophenpriestern herbeigesehnten Falldichte bemerkbar – langfristig jedoch sehr wohl; nach dieser Zählweise beträgt die Sterblichkeit über kurz oder lang 100 Prozent, womit Corona – na endlich – als die über kurz oder lang tödlichste Epidemie seit Menschengedenken gelten dürfte: Denn nicht nur jeder der bislang rund 200.000 jemals in Deutschland Infizierten, sondern auch die noch vielen Millionen (global, aktuell und künftig) von dem Virus Betroffenen sterben eines Tages – und sind dann, laut RKI, ebenfalls „Corona-Opfer“.

Diese bizarre Massenverarschung mit wissenschaftlichem Anstrich erinnert an den Witz, wonach das Leben die unheilbarste aller Krankheiten sei, weil es prinzipiell immer zum Tod führt. Die haarsträubende Methodik jedoch, nicht nur „Komorbiditäten“ oder gar das völlig symptomfreie Vorhandensein des Virus bei aus völlig anderen, teilweise sogar gewaltsamen oder durch Unfälle verursachten Todesarten zum Anlass zu nehmen, von einem Corona-Toten zu sprechen, folgt einem bitterernsten Motiv der Mächtigen. Und dieses ist nicht etwa die Sorge um Allgemeinwohl und Volksgesundheit, sondern besteht in der Disziplinierung ganzer Gesellschaften durch die Peitsche einer allgegenwärtigen, vernichtenden Virusbedrohung.

Wer Verstorbene auf diese Weise zählt, hat nicht nur etwas zu verbergen; dem geht es um Panikmache, um unverantwortliches Aufbauschen und Übertreiben einer in Wahrheit wesentlich überschaubareren Gesundheitsgefahr, die verglichen mit all den anderen Ursachen, an denen Menschen sterben können, mittlerweile vernachlässigbar erscheint – nicht erst seit die tatsächlich noch in Deutschland registrierten Corona-Fälle die  Inzidenz unterschritten haben, die unterhalb der zur Einstufung als „seltene Krankheit“ nötigen Mindestsschwelle liegt. Auf derselben Linie liegt die in jüngster Zeit von Deutschlands Qualitätsmedien wiederentdeckte Manie, alle bisherigen Corona-Infektionen kumulativ zu vermelden – so, als wäre bis heute keiner daran je genesen. Wo mittlerweile nur mehr unter 5.000 Personen im Land überhaupt als aktuell infiziert gelten, wirken solche Schlagzeilen natürlich besser:

Screenshot:Focus

Gewiß; jeder echte Covid-Tote – und es gibt solche – ist einer zuviel. Doch Menschen können an unzähligen Krankheiten sterben – doch keine von diesen, auch wenn sie um Größenordnungen gefährlicher und mortaler sind als Covid – führte je zu einer solch dauerangespannten, hysterischen Sichtweise, zu solchen psychopathischen Alltagsveränderungen und kollektiven Angsterscheinungen wie Corona. Auf globaler Ebene ist durch ein wechselseitiges Hochschaukeln, durch eine fatale Eigendynamik ein Fieber ausgebrochen, so scheint es.

Derweil ist in Deutschland die Wahrscheinlichkeit inzwischen höher, in einen Verkehrsunfall mit Verletzungsfolgen verwickelt zu werden, als an Corona zu erkranken – doch niemand käme auf die Idee, dass man erst wieder Auto fahren darf, wenn es kein einziges Unfallopfer mehr gibt. Und um wieviel höher – nur zur Einordnung der Verhältnismäßigkeit – die Risiken von Krebserkrankungen sind, deren Ausbruch ebenfalls durch „unvorsichtiges“ Verhalten oder ungesunde, somit „riskante“ Lebensweise begünstigt werden, scheint in Corona-Zeiten auch vergessen zu sein.

Nach einer aktuellen Schätzung des RKI, die „dts Nachrichtenagentur“ wiedergab, wurden 2016 in Deutschland rund 492.000 Krebserkrankungen diagnostiziert – und etwa die Hälfte davon betrafen bösartige Tumoren von Brustdrüse (68.900), Prostata (58.800), Dickdarm (58.300) und Lunge (57.500). „Erfreulicherweise beobachten wir für viele Krebsarten eher rückläufige Erkrankungsraten, aber trotzdem steigt die Gesamtzahl der Krebserkrankungen aufgrund der Alterung der Gesellschaft“, so RKI-Chef Wieler – derselbe Wieler, der seit März in sporadischen Abständen mit weinerlichem Timbre die gepfriemelten Corona-Zahlen verlesen darf.

Niemand redet mehr über Krebs

Wenn Wieler für 2020 nun eine Zunahme der neudiagnostizierten Krebserkrankungen auf rund 510.000 Erkrankungsfälle prognostiziert, dann muss sich allerdings selbst dem treudoofsten ARD/ZDF-Zuschauer die Frage nach der Verhältnismäßigkeit aufdrängen: War es wirklich nötig, für ein Virus, das selbst bei trickreicher Aufplusterung seiner Mortalität nur einen Bruchteil solcher Fallzahlen triggerte, das komplette Land umzukrempeln – und das Gesundheitssystem in einen Ausnahmezustand zu versetzen, der sich unter anderem in der Absage von über 50.000 Krebs-Operationen niederschlug (von der Nichtbehandlung mutmaßlich hunderttausender Schlaganfall- und Herzkreislauf-Notfällen gar nicht reden)?

Während zur hysterischen Bekämpfung eines fast verschwundenen Virus weiterhin Maskenpflicht und permanent drohende Alltagseinschränkungen weiterbestehen und allmählich zur  „neuen Normalität“ werden, um Infektionsrisiken zu vermeiden, werden die zu Krebs führenden Lebensrisiken – falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Alkohol- und Tabakkonsum – weiterhin gestattet – und das hier aus gutem Grund: Man nennt es Freiheit und Eigenverantwortung. Die Kosten-Nutzen-Abwägung, welche Gefahren sich der einzelne zu „leisten“ bereit ist, muss und darf jeder für sich beantworten, und alle Versuche, Menschen diese Entscheidungsfreiheit abzunehmen und sie zur „richtigen“ Lebensweise zu zwingen, münden früher oder später in Totalitarismus. Nur im Fall von Corona scheint man diese Erkenntnis verdrängt zu haben. (DM)

 

 

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