Wegen Transfeindlichkeit: Strafanzeige gegen Boris Palmer

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Foto: Imago

Grün gegen Grüne: Der grüne Oberbürgermeister von Tübingen outete seine lesbische grüne Parteifreundin Maike Pfuderer auf Facebook als „trans, misgenderte sie und verwendete ihren Deadname“. Die LGBTI-Aktivistin will nun Anzeige gegen Parteigenossen Palmer erstatten.

queer.de – das Zentralorgan der Homo-Lobby berichtet hoch empört über den neuesten „LSBTTIQA+ feindlichen Ausfall“ des grünen Oberbürgermeisters von Tübingen, Boris Palmer. „Schwurbelte Palmer bisher nur von Ankerzentren oder dass Menschenrechtspolitik nicht jede Nische bedienen kann, so war dieser persönliche Angriff einfach eine Nummer zu dreist!“, beschwert sich Palmers jüngstes „Opfer“, der/die Parteigenosse/in Maike Pfuderer auf Instagram und verlinkt auf einen Facebookeintrag von queer.de mit der Überschrift „Boris Palmer lässt den transfeindlichen Mob von der Leine“. Schäbig sei der Angriff von Palmer auf die lesbische trans Frau und Parteifreundin Maike Pfuderer gewesen, schäumt man auf queer.de weiter.

Was – um Gottes Willen – war passiert? Palmer hatte Pfuderer, mit der er sich seit Jahren heftige Wortschlachten in sozialen Netzwerken liefert, am Sonntag auf Facebook „grundlos vor seinen Follower*innen als trans geoutet“, sie „misgendert“ – für noch nicht komplett durchgegenderte Mitbürger ist damit das „Verbrechen“ gemeint, absichtlich oder unabsichtlich einer Person einem falschen Geschlecht zuzuordnen. Zudem habe Palmer Pfuderer zusätzlich ihren abgelegten männlichen Geburtsnamen – neudeutsch den „Deadname“ des Wechselgeschlechtlichen verwendet. Und das – so die Vermutung von queer – um sie persönlich zu verletzen. Die LGBTI-Aktivistin Pfuderer kündigte daraufhin eine Strafanzeige wegen Beleidigung an.

Aber nicht genug der „Gemeinheiten“, wehklagt queer.de. Palmer habe in einem neuen Post so getan, als habe er zum allerersten Mal davon gehört, dass trans-Frauen nicht mit ihrem abgelegten männlichen Geburtsnamen angesprochen werden wollen, und warf Pfuderer vor, auf seine schäbige Provokation völlig überreagiert zu haben. „Maike hätte doch einfach schreiben können: ‚Hallo Boris, ich weiß, ich habe dich in den letzten Jahren extrem scharf kritisiert. Ich bitte dich trotzdem, meinen früheren Namen nicht zu verwenden. Danke.'“, stellte sich der OB angeblich absichtlich naiv, nachdem es anscheinend zum Allgemeingut gehört zu wissen, wie die rund 4000 Geschlechter angesprochen werden wollen. „Dann hätte ich geantwortet, dass ich das natürlich respektiere und alles wäre erledigt gewesen“, so der hundsgemeine und hinterhältige Grüne Palmer.

„Mitten in der Nacht drohte Maike Pfuderer sofort mit einem Shitstorm einschlägiger Medien und noch vor acht Uhr hat queer.de einen Bericht veröffentlicht, in dem von einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft berichtet wird. Breaking News!“, schreibt Palmer gemeinerweise und zur Empörung von queer weiter.

Völlig Empörung dann über Palmers Aussage, der feststellt, dass die LGBTI-Sippe  „Sonderrechte auf Schutz vor jeder vermeintlichen Kränkung“ habe. „Ist man Angehöriger einer Opfergruppe, hier Transsexuell, so darf man einem weißen Hetero-Mann über Jahre hinweg jede nur erdenkliche Gemeinheit öffentlich entgegenschleudern“, so Palmer. „Der Hetero hat eine Sonderpflicht, etwas zu dulden, das umgekehrt niemals erlaubt wäre. Begeht aber jemand nur den kleinsten Kommafehler in einer kaum mehr durchschaubaren Verbotswelt, so wird der Staatsanwalt, der Parteiausschluss und die moralische Verdammnis ausgerufen.“

Der AfD-Europaabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der AfD in Sachsen, Maximilian Krah, stellt auf Twitter fest: „Neues aus dem Kuriositätenkabinett der brave new world: @BorisPalmerOB nennt den Namen eines hässlichen Mannes, der jetzt meint, eine hässliche Frau geworden zu sein, als solche ‚Lesbenpolitik‘ macht und einen neuen Namen führt – und fängt Shitstorm“. Das Entsetzen bei den „queeren Grünen“ ist maximal – sie Schockstarre hält mutmaßlilch noch an. (SB)

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