Senioren als Krisen-Hauptverlierer: Zwei Renten-Nullrunden in Folge drohen

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Armut - dank Corona bald noch verbreiteter als befürchtet (Symbolbild:Shutterstock)

Bei Corona waren sie die Risikogruppe, um derentwillen die gesamte Volkswirtschaft in Brand gesetzt wurde – doch wie wenig sich die Regierung um die Zukunft und Existenzsicherung der Alten in Wirklichkeit schert, das wird an den unvermeidlichen Folgen der von der Politik in Kauf genommenen Rezessionsschäden deutlich: Inzwischen sind zwei komplette Nullrunden bei der Rentenerhöhung mehr als wahrscheinlich.

Von wegen „schützenswerte Senioren“: Altersarmut wird im Post-Corona-Deutschland ein noch gravierenderes Thema sein als bisher schon. Laut dem Freiburger Rentenexperten Bernd Raffelhüschen sind für die kommenden zwei Jahre Nullrunden bei den gesetzlichen Renten denkbar. „2021 dürfte es eine Nullrunde geben. 2022 könnte es eine weitere Nullrunde geben, wenn sich der Wachstumseinbruch noch lange hinzieht und wir eine U-förmige Konjunkturentwicklung erleben“, sagte Raffelhüschen der „Rheinischen Post„.

Der für seine unverhohlenen Offenheit bei der Folgekostenberechnung der Flüchtlingsaufnahme seit 2015 bekannt gewordene Wirtschaftswissenschaftler forderte angesichts der Coronakrise aber auch, Rentenkürzungen zuzulassen: „Wenn Millionen Kurzarbeiter auf Lohn verzichten und Millionen ihren Job verlieren, sollten auch Rentner und Pensionäre ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten.“

Kollektiver Abschwung in allen Altersgruppen

Konkret regte der Ökonom an, die Rentenformel wieder so zu gestalten wie 2003 von der Rürup-Kommission vorgeschlagen: „Wenn die Löhne sinken, müssen auch die Renten sinken. Und wenn man das politisch nicht will, sollten ausgefallene Rentensenkungen wenigstens in späteren Jahren nachgeholt werden.“ Dazu müsse der Nachholfaktor wieder eingeführt werden, so Raffelhüschen laut „dts Nachrichtenagentur“.

Auch diese beunruhigende Prognose bestätigt eine Vermutung, die in anderen ökonomischen Teilaspekten immer mehr Wirklichkeit wird: Nur tröpfchenweise wird das reale Ausmaß der Corona-Krise deutlich – und die Groko versucht alles, um den totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch bis nach den Wahlen zu strecken – bis zu einem Zeitpunkt, da die Hauptverantwortliche des Totaldesasters, in das sich die Bundesrepublik in weniger als zwei Jahrzehnten verwandelt hat, Angela Merkel, nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden kann… (DM)

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