Hagia Sophia als Moschee: Das feige Schweigen des Heiko Maas

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Bundesaußenminister Heiko Maas beim artigen Händeschütteln mit dem Despoten vom Bosporus (Foto:Imago/photothek)

Bundesaußenminister Heiko Maas – dieser „Zwerg der Schande“, der sich stets dann zu Wort meldet, wenn er besser schweigen sollte – lässt konsequenterweise ausgerechnet wieder einmal just dort jede Stellungnahme missen, wo sie eigentlich von ihm erwartet würde. So fehlt bislang jede offizielle Erklärung von Deutschlands Chef-„Diplomaten“ zum ungeheuerlichen Vorgang in der Türkei, die Hagia Sophia von einem Museum in eine Moschee zurückzuverwandeln.

Wenn selbst der Heilige Stuhl in Rom (der sich aus dem entweltlicht-entrückten Ewigkeitsbewusstsein heraus selbst bei dringlichsten Anlässen der Geschichte so gut wie nie zum tagesaktuellen politischen Geschehen äußerte – von Imperialismus über die Kriegstreiberei 1914 über Holocaust und Ungarn-Aufstand bis zum ruandischen Völkermord) diesmal deutliche Worte findet und Papst Franziskus sich „sehr bekümmert“ über die Re-Islamisierung der Türkei äußert: Dann müsste dies vom Außenminister des einwohner- und wirtschaftsstärksten EU-Landes eigentlich erstrecht zu erwarten sein.

Zumal, wenn Deutschland angesichts seiner rund 1,5 Millionen türkischen und knapp 4 Millionen türkischstämmigen Einwohner vom unaufhaltsamen Umbau der Atatürk-Republik in einen neuen Gottesstaat durch das Erdogan-Regime indirekt mitbetroffen ist – dies schon deswegen, weil die Mehrheit der hier lebenden Türken Erdogans AKP die Treue halten.

Doch weit gefehlt. Die Drangsalierung der christlichen Minderheiten in der Türkei interessiert die Bundesregierung keinen Funken, während sie hierzulande einen staatlichen Märtyrerkult etwa um die türkischen NSU-Opfer betreibt, wegen angeblicher Fremdenfeindlichkeit und Rassismus der eigenen Bevölkerung in Sack und Asche geht und devot die Ausbreitung des politischen Islam auch und gerade durch staatlich-türkische Moscheevereine vorantreibt.

Kuschen trotz Kampfansage

Mit seinem feigen Schweigen zur Causa Hagia Sophia, auf das gestern auch der kritische Islamwissenschaftler Ahmad Mansour via Twitter aufmerksam gemacht hatte, begeht Maas nicht zuletzt an den weltoffenen Demokraten und türkischen Oppositionellen Verrat, die sich der Re-Islamisierung ihres Landes widersetzen, das sich immer weiter vom freiheitlich-westlichen Modell abgrenzt. Die neuerliche Umwidmung der 1453 im Zuge der Einnahme Konstantinopels zur Moschee verwandelten, einstmals größten christlichen Kirche in ein Gebetshaus ist mehr als ein politisches Symbol. Sie ist eine Kampfansage – und wäre der richtige Anlass, die EU-Beitrittsverhandlungen mit Ankara nicht nur vorübergehend, sondern für alle Zeiten final zu begraben, ebenso wie die diplomatischen Beziehungen zur Türkei zu überdenken.

Doch was ist von dieser Bundesregierung, insbesondere von diesem Außenamtsleiter zu erwarten? So wie Maas die transatlantischen Beziehungen zu den USA in Trümmer gelegt hat, so wie er mit seiner israelfeindlichen und pro-iranischen Grundhaltung die Juden vor den Kopf stößt, so verrät er diesmal die Christen und die christlichen Traditionen in der Türkei. Mit seiner „diplomatischen“ Zurückhaltung qualifiziert er sich einmal mehr für die goldene Kniescheibe der Unterwürfigkeit gegenüber dem Tyrannen vom Bosporus.

Und apropos Unterwürfigkeit: Gestern wurde dann auch noch bekannt, dass Maas‘ Ministerium die Flagge Taiwans – ganz offensichtlich als „Rücksichtnahme“ auf das chinesische Regime – laut Recherchen der „Jungen Liberalen“ von seiner Ministeriums-Webseite entfernt hat. Der Mann, der das wohlfeile Gesinnungs-Machwerk „Aufstehen statt wegducken“ veröffentlichte und sich als Fürsprecher von Grundrechten und Standhaftigkeit inszeniert, geht selbst im Detail vor den Machthabern in Peking in die Knie, statt die Demokraten in Hongkong, Taiwan oder China selbst zu unterstützen. Dieser Außenamtschef ist die personifizierte Schande. (DM)

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