Jungunternehmer stramm auf Linkskurs: Start-up-Verband huldigt dem politischen Zeitgeist

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Junge Gründer auf Regierungslinine "gegen Extremismus" (Symbolbild:Imago/Panthermedia)

In Deutschland sind inzwischen sogar die Gründer aalglatt auf politisch korrekten Mainstream-Kurs: Start-up-Unternehmer, die für urbanes Hipstertum, Unangepasstheit und Innovationsfreudigkeit stehen, plappern nun auch schon genau die Denk- und Meinungsschablonen nach, die die Berliner Linksrepublik von ihnen erwartet. Vermutlich ist dies entweder Dank – oder gar die Voraussetzung – für staatliche Fördergelder, Preise oder Startkredite.

So warnt nun der Bundesverband Deutsche Startups, die Lobbyvereinigung des deutschen Unternehmer-Nachwuchses vor politischen Extremismus und äußert sich besorgt über die Zunahme extremistischer Taten in Deutschland. „Die besorgniserregenden Entwicklungen in Deutschland, die der kürzlich veröffentlichte Verfassungsschutzbericht auf dramatische Art bestätigt, sind ein Alarmsignal. Das gilt sowohl aus gesellschaftlicher und historischer als auch aus ökonomischer Sicht“, so Verbandspräsident Christian Miele dem „Handelsblatt„.

Wer hier natürlich gemeint ist, wird in den Folgesätzen schnell klar: Natürlich nicht etwa Linksextremisten, aus deren Reihen der signifikanteste und ungebremste Anstieg entsprechender Übergriffe und Straftaten zu verzeichnen ist – sondern die allgegenwärtige „rechtsextreme“ Bedrohung. Dagegen gehe man massiv an, denn: „Die Gründerszene in Deutschland steht für Offenheit und Vielfalt, Extremisten hingegen stehen für Einfalt und Ausgrenzung.“ Der Start-up-Verband grenze sich daher „eindeutig“ von extremistischem und rassistischem Gedankengut ab, so Miele.

Erwünschte Phrasendrescherei

Wer sich nun fragt, wo eigentlich junge Existenzgründer im Alltag mit Extremismus und Rassismus zu tun haben und auf real-extremistische Fallbeispiele gespannt ist, den enttäuscht Miele; als Beleg für die Gesinnung muss daher wieder einmal die AfD herhalten: „Auch aus diesem Grund meiden wir konsequent jeglichen Austausch zu AfD-Politikern“, sagt der Präsident des Verbandes von rund 1.000 deutsche Start-ups. „Hass und Hetze haben bei uns keinen Platz.“ Hingegen fördere „Diversität“ mehr Kreativität und Innovation.

Ein schönes Phrasengedresche mit perfidem Subtext, den sich Miele da herausnimmt: Eine demokratisch legitimierte politische Kraft, zudem die größte Oppositionspartei im Bundestag, wird mit Kampfbegriffen einer spalterischen und ehrabschneiderischen Hetzkampagne belegt und so von der demokratischen Teilhabe unverbrauchter Entrepreneurs ferngehalten, indem man sie für toxisch und pfui erklärt. Es ist ein unglaublicher Vorgang, dass ausgerechnet jene Partei, in der wirtschaftliche Sachkompetenz gebündelter und hochkarätiger als in irgendeiner der Altparteien vertreten sind, kollektiv in die Nähe von Extremisten gerückt und von ihrem eigenen Verband zum No-Go für junge Unternehmer gestempelt wird. Von diesem unterwürfigen, regierungstreuen Wirtschaftsnachwuchs ist in Deutschland nicht mehr viel zu erwarten. (DM)

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