Grüne Perversion: Ärzte, die nicht abtreiben wollen, sollen nicht an Uni-Kliniken arbeiten dürfen

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Schwangere Frau (Symbolbild:Imago/Panthermedia)

Die Grünen fordern inzwischen ganz unverhohlen die quasi zeitgeistkonforme Erweiterung des hippokratischen Eides: Neben der Pflicht zum Heilen soll die Bereitschaft zum Töten für Ärzte fortan zur Berufsausübung selbstverständlich dazugehören. Ärzte mit grundsätzlichen ethischen Bedenken gegen Abtreibungen sollen an Kliniken nicht mehr beschäftigt werden.

Die Partei schlägt allen Ernstes vor, Neueinstellungen von Medizinern an Uni-Kliniken von der Bereitschaft abhängig zu machen, Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen. „Einzelne Ärzte können nicht verpflichtet werden, aber Kliniken, insbesondere die in staatlicher Verantwortung, sollten personalpolitisch sicherstellen, dass der Zugang zu reproduktiver Gesundheitsversorgung bei ihnen gewährleistet wird“, sagte Ricarda Lang, stellvertretende Bundesvorsitzende der Grünen und frauenpolitische Sprecherin, der „Welt„.

Damit soll die neue Normalität, ungeborenes Leben wie ein Geschwulst oder ein neurotisches Gewebe aus dem Mutterleib zu entfernen, für jeden Arzt – auch wenn dieser Gewissenshürden aufweist – verbindlich vorzuschreiben, zur Basis der Berufsausübung gemacht werden. Es sei „ein richtiger Schritt“ zu prüfen, ob dies an Neueinstellungen der Ärzte geknüpft werden könnte, so Lang. Das von den Grünen geführte Sozialministerium in Baden-Württemberg hatte vergangene Woche angekündigt, die Bereitschaft zur Abtreibung als Einstellungskriterium für Uni-Kliniken prüfen zu wollen.

Manche der grünen Abtreibungsfangirls scheinen sich geradezu in die 1970er Jahre und in die Ära der 218er-Diskussionen zurückgebeamt zu fühlen und gehen in der fatalen Verquickung von Feminismus und Schwangerschaftsabbruch als weiblicher Lifestyle, ja Selbstverwirklichung förmlich auf: So lobt die frauenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Ulle Schauws, den Vorschlag begeistert über den „grünen“ Klee: „Dass es für Uni-Kliniken zum Einstellungskriterium werden könnte, ob Ärztinnen und Ärzte Abbrüche durchführen, halte ich für einen gangbaren Weg, um die lückenhafte Versorgung endlich zu verbessern“, sagte Schauws.

Rückfall in die Debatte der 1970er

Und Kirsten Kappert-Gonther, Sprecherin für Gesundheitsförderung, sagt laut „dts Nachrichtenagentur“, sie hoffe, dass andere Länder mit der Prüfung solch einer Maßnahme nachzögen: „Wenn Uni-Kliniken bevorzugt Ärztinnen einstellen, die in der Lage sind, Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen, kann das ein Beitrag für eine bessere Versorgungslage sein.“ Es handele sich um eine „verhältnismäßig milde Maßnahme“, aus der sich keine grundsätzliche Verpflichtung für alle Ärzte ergebe. Dass Schwangerschaftsabbrüche nach wie vor in Deutschland im Strafgesetzbuch verankert sind, sei falsch und führe zu Versorgungsengpässen.

Im Strafgesetzbuch sind eben nicht Schwangerschaftsabbrüche generell, sondern deren beliebige und kommerzielle Ausführung ohne konkrete Indikation. Was die Grünen hier wieder einmal fordern, ist letztlich die menschenverachtende Ausblendung des Umstands, dass jede Abtreibung ein Menschenleben vernichtet – und dass dies nur in ganz engen Grenzen und unter bestimmten, klar definierten Umständen möglich ist. Die Perversion, die Vernichtung werdenden Lebens als infrastrukturelle „Versorgung“ anzubieten, während gleichzeitig ein moralisch fragwürdiger „Versorgungsbetrieb“ der Apparatemedizin uralte oder schwerkranke Menschen am „Leben“ (im Sinne reiner Stoffwechselprozesse) um jeden Preis hält – das ist die Schizophrenie dieser Zeit. (DM)

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