Der „Mohr“ hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen

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Dunkelhaeutiger Mann mit Schild vor dem Gesicht mit der Aufschrift schwarz, Deutschland black man with sign lettering black, Germany BLWS622590 *** Dark skinned man with sign lettering black, Germany black man with sign lettering black, Germany BLWS622590 Copyright: xblickwinkel/McPHOTO/M.xBegsteigerx

Schwarze Giraffenreiter und Schachfiguren, verfängliche Eiskreationen und Doppeldeutigkeiten – die „rassistischen“ Fallstricke lauern überall: Der linksradikale Terror der Pseudo-Antirassisten führt in seiner praktischen Ausformung deutscher Observanz zu einem besonderen Phänomen: Der Verdrängung aller Schwarzen aus Medien, Kunst, Kultur und Öffentlichkeit – weil die Existenz des „Schwarzseins“ per se bereits „rassistisch“ ist.

Michael Jackson scheint es bereits vor 15 Jahren geahnt zu haben, als er durch Selbstbleichung versuchte, seine schwarze Identität zu tilgen: Just jene, die sich zu Anwälten der „People of Color“ aufschwingen und sich heute „Black Lives Matter“ auf die wehenden Fahnen schreiben, sind die schlimmsten Rassisten im Wortsinn – da sie Menschen nur auf ihre Hautfarbe plakativ reduzieren, und – darauf aufbauend, in einem weiteren Schritt, – alles, was sich irgendwie mit dieser Hautfarbe assoziieren lässt, als Abwertung und Diskriminierung auslegen. Gegenstände, Begrifflichkeiten, Abbildungen – nichts bleibt so mehr verschont von einer radikalen Hypervigilanz, die längst jedes Maß verloren hat.

Und je weniger realen Rassismus es im Alltag gibt, umso mehr muss auf diese Stellvertreter- und Scheinschauplätze ausgewichen werden, wird der Kampf um Emanzipation der angeblich Entrechteten auf die Symbolebene verlagert, einzig limitiert durch die Grenzen einer frei flottierenden Phantasie und Interpretationsfähigkeit, was als „rassistisch“ auslegbar ist.

Im Ergebnis führt dies zu der bizarren Entwicklung, dass irgendwann überhaupt keine Schwarzen mehr in Erscheinung treten können – und auch nichts Schwarzes. Wenn beim Schach Figuren rassistisch sind, das kleine Schwarze rassistisch wird, Schwarzer Peter und Schwarzfahren kriminalisiert werden und sogar Filme, die sich mit dem Schicksal Schwarzer beschäftigten, als rassistisch-geschichtsverfälschend gebrandmarkt werden – dann ist es nur noch ein kleiner Schritt, bis die Existenz von Schwarzen selbst zum Skandal wird – und sie irgendwann exakt so, wie es einst in der Apartheid der Fall war, aus dem kulturellen und öffentlichen Leben verschwinden, weil sich niemand an ihnen die Finger verbrennen möchte.

Schwarze per se sind bald tabu

Zwei besonders durchgeknallte Beispiele für den grassierenden Wahn des Gespenstersehens fanden diese Woche ihren Weg in die Schlagzeilen. Die erste betraf eine unter Zoobesuchern auch überregional recht bekannte Skulptur des Bildhauers Stephan Balkenhol, die seit über 20 Jahren vor dem Eingang des Hamburger Tierparks Hagenbeck steht. Sie zeigt eine große Giraffe, an dessen Hals ein Mann mit schwarzem Gesicht hochklettert. Wie der „Norddeutsche Rundfunk“ (NDR) diese Woche berichtet, sehen Eimsbüttels „Linke“ nun darin ein Beispiel für Alltagsrassismus – nachdem dies zwei Jahrzehnte lang niemandem in den Sinn gekommen wäre.

Die Linksfraktion der Bezirksversammlung Eimsbüttel entblödet sich nicht, zu erklären, die Statue sei Sinnbild für einen „bestehenden und systemrelevanten Alltagsrassismus“ – weswegen sie bei der Kulturbehörde um Entfernung der Skulptur nachfragte. Wie auf Stichwort machte die Behörde artig Männchen und spulte den Leierkasten der politisch korrekten Phrasenhits ab („Rassismus hat in unserer Stadt keinen Platz!“), wobei sie sich allerdings für nicht zuständig erklärte und sagte, sich „nicht einmischen“ zu wollen in die Diskussion.

Tatsächlich hat die Darstellung des Giraffenreiters – und jedem, der nicht den geistigen Horizont von Linken-Kommunalpolitikern oder „Rassismusjägern“ hat, war dies auch immer klar – überhaupt nichts mit Schwarz oder Weiß zu tun; im Gegenteil handelt es sich um eine über die Zeit normale Verdunkelung. Bildhauer Balkenhol sagte gegenüber dem NDR:  „Das ist einfach eine Bronze-Skulptur, die hat nach 20 Jahren natürlich die Tendenz, Patina zu bilden, beziehungsweise dunkler zu werden. Wenn man die jetzt reinigen würde, wird die Hautfarbe wieder heller.“ Rassistische Gedanken wies er weit von sich; die Hautfarbe habe weder damals noch heute irgendeine Rolle gespielt.

Jakobinertum bizarr

Die zweite Fall, eine fast noch bizarrere Schnurre aus der Endlosschleife „unseren täglichen Rassismus gib uns heute“, betraf den heute sogar von der „Bild“ titelseitig thematisierten Wirbel um die Eisdiele „Mörchens Eis“ in Essen. Dort hatten „Rassismus-Fahnder“ des sogenannten „Anti-Rassismus-Telefons“, das vom linken Kulturverein „Interkulturelles Solidaritätszentrum Essen e.V.“ betrieben wird, als selbsternanntes Sittendezernat für politische Reinheit einzelne Eis-Kreationen als „rassistisch“ beanstandet. Konkret wurden der „Mohren-Kuller“ und die „Mohren-Birne bei „Mörchens“ attackiert – obwohl beide Eis-Spezialitäten nichts mit dem Synonym für Menschen mit dunkler Hautfarbe zu tun haben, sondern humorigen Bezug auf die frühere Seniorchefin nehmen, die mit Mädchennamen Rita Mohr hieß – und die sie einst kreiert hatte. Beide Eis-Sorten stehen seit über 50 Jahren auf der Karte, und der Rufname von Rita Mohr war „Mörchen“ – was den Namen der Eisdiele erklärt.

Das Schreiben an die Eisdiele (Screenshot:Netzfund)

Doch die Eisdiele gab nun dem Druck der linken „Aktivisten“ nach – und benennt sich um. Sicherer ist das – denn die Nähe der „Antirassisten“ und vor allem auch der bundesweit typischerweise in „interkulturellen“ Vereinen organisierten Linken zu gewaltbereiten Antifa- und Autonomenschlägern ist berüchtigt – und die setzen gerne mal als SA-Wiedergänger die totalitären Gesinnungsdiktate der aktivistischen Hintermänner um. Bevor „Mörchens Eis“ kaputtgeschlagen wird, beugten sich die Inhaber lieber dem linksradikalen Terror. Ist alles schonmal dagewesen… (DM)

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