Falle oder Fake? AfD-Mitglieder sollen sich freiwillig als Verfassungsschutzspitzel anbieten

0
Jagd auf den "Verfassungsfeind" (Symbolbild:Jouwatch-Collage)

Laut einem Bericht des Berliner Tagesspiegel rennen AfD-Mitglieder den Verfassungsschutzämtern bei Bund und Ländern die Bude ein. Angeblich wollen die Denunzianten so sich und ihre Partei vor dem „braunen Untergang“ retten.

Ist es eine üble Falle von Verfassungsschutz und Medien, um die Unruhe, die sich in der AfD breit macht, nachdem der linksadikale Verfassungsschutzchef sein ganzes Augenmerk auf die einzige Opposition in diesem Land richtet, oder gibt es wirklich innerhalb der Partei Mitglieder, die zu allem bereit sind, um ihre Pfründe zu retten?

„Die Angst, einer Partei anzugehören, die weiter an den braunen Rand in den Rechtsextremismus abrutscht, wächst offenbar in allen Bundesländern und ist durch das Vorgehen in Brandenburg befeuert worden“, behauptet der Tagesspiegel in seinem Exklusiv-Bericht.

Immer mehr Mitglieder würden sich beim Verfassungsschutz als sogenannte „Selbstanbieter“ melden, um über vermeintliche „Rechtsextreme“ in den eigeneren Reihen auspacken, heißt es dort.

Nachdem vor knapp vier Wochen Brandenburgs CDU-Innenminister Michael Stübgen bekannt gegeben hatte, dass die AfD-Landespartei als Verdachtsfall eingestuft wird, kann der dortige Verfassungsschutz Funktionäre und Gremien beobachten. Dafür stehen ihm nun nachrichtendienstlichen Mitteln wie das Sammeln personenbezogener Daten und verdeckte Ermittlungen zur Verfügung.

„Seit der Einstufung der AfD in Brandenburg verzeichnet der Verfassungsschutzverbund deutschlandweit regen Zulauf von AfD-Mitgliedern, die ihre Zusammenarbeit anbieten“, erklärt ein Sprecher des Brandenburger Innenministeriums gegenüber dem Tagesspiegel.

Angeblich gibt es innerhalb der AfD Auflösungserscheinungen: In mehreren Kommunalparlamenten hätten sich Gemeindevertreter und Stadtverordneten aus den AfD-Fraktionen verabschiedet, Fraktionen in Kreistagen hätten sich gespalten. Teile der AfD-Mandatsträger würden mit jenen „die sich nicht zur Verfassung bekennen“ nichts zu tun haben wollen, berichtet das Blatt.

AfD-Landeschef Andreas Kalbitz bleibt gelassen: „Gerade im Osten (…) weiß man, was es heißt, wenn die Regierung den Geheimdienst losschicken muss gegen die Opposition, weil sie mit Argumenten nicht mehr beikommt“, so Kalbitz vor Kurzem in einem RBB-Interview.

Auch innerhalb der AfD vermutet man gezieltes Manöver von Verfassungsschutz und Medien, um die AfD-Mitglieder zu spalten: „Wäre ich von den „Verfassungsschutzämtern“, dann würde ich auch solche Meldungen verbreiten 😁….sehr durchsichtig“ kommentiert Taras Maygutiak von der AfD Baden-Württemberg, den Bericht der linken Hauptstadtblattes. (MS)

 

 

 

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram