Sex nur mit Ständer und Maske? Escort-Service in Corona-Zeiten

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(Foto:Imago/Schicke)

Es ist eine der brennendsten Fragen rund um die Corona-Ausnahmetatbestände – und berührt eine der zentralsten Dienstleistungen überhaupt: Prostitution ist zwar aus Hygienegründen in den meisten Städten nur unter strikten Auflagen gestattet – doch wie sieht es bei Sexdienstleistungen „on demand“, etwa durch Escort-Services aus?

Anscheinend gelten hier andere Maßstäbe –  wie nun das Verwaltungsgericht Schwerin urteilte. Nach Ansicht der Richter dürfen die Callgirls und Edelkurtisanen auf Abruf auch in Corona-Zeiten ihrer Tätigkeit als Escort-Damen nachgehen – allerdings nur, solange sie ihre Kunden „zuhause aufsuchen oder in Hotels treffen“. Wo sonst? Diese Entscheidung dürfte vor allem für Gastronomen und Vertreter es stationären horizontalen Gewerbes interessant sein – da in diesem Fall ja wohl keine Registrierung der Kunden erfolgt, wie dies bei jedem Kneipenbesuch der Fall ist.

Überspitzt gesagt gilt also: Sex mit Maske, Call-Services und Sado-Maso in den eigenen vier Wänden mit der nächstbesten „Professionellen“ der Wahl geht klar… aber beim Saufen außer Haus gilt nicht nur Maskenzwang im Innenraum, sondern auch Datenregistrierungspflicht? Hallo? Wo liegt hier die Logik?

Andere Maßstäbe für „Dienste außer Haus“

Zumindest in Mecklenburg-Vorpommern untersagt die von der Landesregierung erlassene Verordnung zum Schutz gegen Corona-Infektionen in der Fassung vom 23. Juni 2020 diese Art der Berufstätigkeit nicht, so das Gericht Anfang der Woche.

Immerhin gibt es noch keine Vorschriften, ob beim Koitus neben Kondom- auch die Maskenpflicht beim Sex mit Fremden im eigenen Bett greift – und auch die Hygiene- und Desinfektionsregeln werden nicht näher spezifiziert. Eine Liste mit den täglichen Sexualkontakten, in der sich die Freier eintragen sollen, könnte jedenfalls der Libido stark abträglich sein… (DM)

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