Kreativer Widerstand: Ärzte hebeln Maskenzwang aus, Corona-Journalisten heulen

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Attest gegen Maske - der neueste Trick (Symbolbild:Imago/Viennareport)

„Report Mainz“ betätigt sich als Ermittlungsdienst der neuen Corona-Gesundheitspolizei – und glauben, „kriminelle Machenschaften“ von immer mehr bundesweiten Ärzten auf die Schliche gekommen zu sein. Deren Vergehen: Sie bescheinigen Patienten per Attest eine Befreiung von der Maskenpflicht aus gesundheitlichen Gründen – angeblich „ohne sie vorher medizinisch zu untersuchen oder zu befragen“.

Es seien, so die SWR/ARD-Reporter, vor allem Mitglieder der Initiative „Ärzte für Aufklärung“ (die im Netz 2.000 Unterstützer haben), die sich den Recherchen zufolge  dafür aussprächen, „großzügig“ Atteste gegen die Maskenpflicht auszustellen – weil sie, so „Report Mainz“ voller Verachtung, „hinter den Maßnahmen zur Einschränkung von Covid-19 eine große Verschwörung vermuten“. Auch „Focus„, das über die Reportage berichtete schloss sich natürlich dem ablehnend-negativen Unterton an.

Abgesehen davon, dass man von öffentlich-rechtlichen Investigativjournalisten nie ein Wort der Aufregung über den evidenten Skandal vernahm, dass in Vor-Corona-Zeiten und immer schon eine unbekannte Zahl von Ärzten – mutmaßlich die Mehrheit – Krankmeldungen für Arbeitnehmer nach ähnlich laxen und oberflächlichen Kriterien ausstellten, oft ebenfalls ohne medizinische Präsenzuntersuchung, was volkswirtschaftlich um Größenordnungen schädlicher ist als das Nichttragen eines albernen, nutzlosen Stofffetzens: Selbstverständlich gibt es zahlreiche medizinische Indikationen, die gegen das Maskentragen sprechen – Atembeschwerden, Reizreaktionen auf CO2- und Luftfeuchte, Beklemmungsgefühle oder Kommunikationsprobleme infolge der Gesichtsbedeckung sind nur einige davon, die für bestimmte Personen zum Risiko werden können.

Ziviler Ungehorsam in Reinkultur

Doch selbst wenn, was den Ärzten hier ja zum Vorwurf gemacht wird, ihr Treiben allein dem Zweck dient, eine Pflicht faktisch auszuheben, die allen Mantra-artig wiederholten Formeln zum Trotz angesichts des Grades der marginalen Virusverbreitung keinerlei gesundheitlichen Sinn mehr macht und als unverhältnismäßige Einschränkung mit riesigen wirtschaftlichen Schadwirkungen gesehen werden muss: Dann gebührt den Ärzten, die diesen Trick anwenden, im Prinzip Anerkennung, da es sich um eine kreative Form von Widerstand und zivilem Ungehorsam handelt. Hier wird niemandem Schaden zugefügt, es wird lediglich einer Restfreiheit und -normalität über Umwegen zur Wiedergeltung verholfen, die bis zum 27. April für jedermann bestand – ausgerechnet in all den Wochen, als Corona in Deutschland tatsächlich ein Thema war mit zeitweilig 100.000 Infektionen und mehr. Dass die Maskenpflicht erst in Kraft trat, als der Spuk schon wieder zu Ende war, ist die Krönung dieser Scharade.

Dennoch toben nun die Großmeister der Angst, Journalisten und Politiker aus den üblichen Lagern: Die Attestpraxis sei „kriminell“, so SPD-Politiker und Corona-Panikmacher Karl Lauterbach, der die Praxis für „äußerst verwerflich“ hält. „Das ist nichts anderes, als dass man die medizinische, die ärztliche Autorität missbraucht, um ein Gesetz auszuhebeln“, so Lauterbach. Als Schutz vor der Pandemie sei dieses Gesetz aber „unbedingt notwendig“. So notwendig, wie – ginge es nach Lauterbach – ein möglichst unbegrenztes Herunterfahren des öffentlichen Lebens inklusive Totallockdown auch heute noch wäre, solange irgendwo auf der Welt noch ein Mensch Corona-positiv getestet wird.

Man muss den Ärzten Respekt zollen, die hier noch einen Rest an Verstand bewahren und sich allein am medizinischem Nutzen für ihre Patienten orientieren, statt an einer Voodoo-Politik der Einschüchterung und ritualisierten Angst. (DM)

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