„Dumm wählt gut“ – Bayern-Abi ohne Deutsch und Mathe, dafür gibt´s „politische Bildung“

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Gymnasiast (Symbolbild: shutterstock.com/Von Daniel M Ernst)

Bayern – Ab 2026 werden die ersten bayerischen Schüler – nach einem weiteren gescheiterten Bildungsexperiment – ihr Abitur wieder im neunjährigen Gymnasium machen. Dann jedoch soll Deutsch und Mathematik nicht mehr verpflichtend bei der „Reifeprüfung“ sein. Dafür wird aber „politische Bildung“ besonders ausführlich geprüft. Eine Win-Win-Situation für die linke, etablierte Politik und ihre Handlanger. Und Söder kann sich schon mal auf seine neuen Wähler freuen.

Verpflichtendes Abitur in Deutsch und Mathematik ist für immer größer werdende das Heer von sogenannten Abiturienten von Jahr zu Jahr ein kaum mehr zu bewältigende Aufgabe. Nach dem gescheiterten staatlichen Bildungsexperiment des achtstufigen Gymniasiums werden ab 2026 wieder Schüler zum Abitur antreten, die das alte und nun wieder neue neunstufigen Gymnasium besucht haben. Dann aber soll es – wegen des stetig abgesenkten Bildungsanspruchs – die Möglichkeit geben, kein verpflichtendes Abitur mehr in den Fächern Deutsch und Mathematik ablegen zu müssen, frohlockte Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) laut der AZ am vergangenen Mittwoch in München. Eines der beiden Fächer kann durch ein Pillepallefach ersetzt werden.

Neu indes ab 2026: Gymnasiasten sollen künftig ausführlicher in politischer Bildung geprüft werden. Das dürfte eine „win-win-Situation“ für die etablierte Politik werden, wenn auf der einen Seite der Bildungsstandard immer weiter abgesenkt wird und auf der anderen Seite das Maß der Indoktrikation unter dem Deckmantel der „politischen Bildung“ noch weiter zunimmt.

Linke Bildungspolitik – der Weg in die Verblödung

Im vergangenen Jahr verließen deutschlandweit sage und schreibe 40,8 Prozent mit einem Abitur in der Tasche die Schule. Spitzenreiter hier das grün-rot-regierte Hamburg mit einer Quote von 54,8 Prozent, gefolgt von der Bildungswüste Berlin mit 51 Prozent . Zum Vergleich:

Preußen und die Wurzeln des Erfolgs Ehrhardt Bödecker

Wie der Jurist, Bankier und Historiker Ehrhardt Bödecker in seinem vielbeachteten Buch „Preußen und die Wurzeln des Erfolgs“ – erschienen im KOPP-Verlag – aufzeigt, stellte Deutschland, das bis 1918 weltweit führend in Wissenschaft und Bildung war, bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges 40 Prozent aller Nobelpreisträger. 80 Prozent der wissenschaftlichen Literatur wurde bis 1939 in deutsch veröffentlicht, so dass noch 1950 in den USA die Zulassung zum Chemiestudium an die Kenntnis der deutschen Sprache gekoppelt war. Deutsche Universitäten gehörten zum begehrtesten Studienort ausländischer Studenten. Die deutsche medizinische Wissenschaft stand wie die wissenschaftliche Chemie unangefochten an der Weltspitze. Der Leistungsauslese, das Anerkennen persönlichen Leitungswillen- und Bereitschaft, gehörte im liberalen Preuße zur Staatsräson.

Der Niedergang des deutschen Bildungssystems wurde – auch durch das Zutun der Siegermächte – nach dem Zweiten Weltkrieg eingeläutet. Der Generation der 68er mit ihrer tief sozialistischen Verwurzelung und der daraus resultierenden Ergebenheit an eine neue Welt, bedingte geradezu die Niveauabsenkung deutscher Bildungseinrichtungen. Anstelle von Informationsvermittlung und geistiger Auseinandersetzung traten politisch motivierte Gesinnungsschmieden.

Professor Dr. Wilhelm Röpke (1888-1966), Volkswirtschaftslehrer und Mitbegründer der Sozialen Marktwirtschaft, warnte bereit 1956 vor dem Bildungsniedergang. In seinem Aufsatz „Die Massengesellschaft und ihre Probleme“, schrieb Röpke: „Man denke an die Verflachung, Einnebelung, Unselbstständigkeit, Herdenhaftigkeit und banale Durchschnittlichkeit des Denkens, die wachsende Herrschaft der Halbbildung, die Zerstörung der Hierarchie, der geistigen Leistung und Funktion. Das Schicksal der klassischen Bildung in unserer Massengesellschaft scheint schon deshalb besiegelt, weil sie von Massenmenschen mit einem wahren Haß, dem Haß desjenigen verfolgt wird, für den diese Bildung schon wegen der von ihr geforderten geistigen Disziplin außer Reichweite ist. Es ist die Einnebelung der geistigen „Einkommensunterschiede“ nicht nach oben, sondern nach unten hin“. (SB)

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