Medien melden neues Covid-Symptom: Corona gut gegen „Schlappschwänze“

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Was ein Virus alles vermag... (Symbolbild:Imago/Panthermedia)

Auf alles, was auch immer dazu angetan ist, den Schrecken von Covid-19 zu steigern und sich besonders eignet, die möglichen Folgewirkungen von Corona angsteinflößend und tragisch zu beschreiben, stürzen sich deutsche Journalisten hierzulande voll Wollust. Kein Tag, an dem nicht über neue Nebenwirkungen, mutmaßliche Spätfolgen oder Mutationen des Virus geschrieben wird. Nun kommt ein neues Symptom dazu: Dauererektion – allerdings in ihrer äußerst schmerzvollen, krankhaften Variante.

Zwar gibt es bisher nur einen einzigen Fall, in dem der medizinisch als Priapismus beschriebene „Krampfständer“ im Zusammenhang mit Covid-19 auftrat: Bei einem 62 Jahre alten Franzosen, der im Klinikum „Centre Hospitalier de Versailles“ in Le Chesnay bei Paris behandelt wurde, wie „n-tv“ berichtet. Hinzu kommt, dass überhaupt nicht klar ist, ob die äußerst schmerzhafte Dauererektion in irgendeinem kausalen Zusammenhang zu Corona stand.

So wie übrigens auch der Anlass seiner Einlieferung: Laut Krankenhaus war der Mann zuvor positiv auf das Coronavirus getestet und mit Atemproblemen ins Krankenhaus gebracht worden, wo er ans Beatmungsgerät kam – wobei unsicher, ob es sich bei den Beschwerden überhaupt um Covid-19 handelte – womit auch die Hypothese vom Corona-Priapismus fraglich wäre.

Bisher einziger Fall möglicher virusbedingter Dauererektion

Zwar fanden die Ärzte im Blut des Patienten, nachdem sein Penis heruntergekühlt und zum Abschwellen gebracht worden war, im gestauten Blut Blutgerinnsel, die von einer Thrombose herrührten. Doch ob diese wiederum durch Sars-CoV2 verursacht wurde, ist spekulativ; bei schweren Verlaufsformen von Covid sind zwar Thrombosebildungen bekannt, diese treten jedoch in den Beinvenen auf oder verursachen Lungenembolien. Im besten Stück des Mannes wurden sie bislang nicht nicht ausgemacht; es wäre der erste Fall.

Obwohl somit Zurückhaltung geboten wäre, hielt die skurrile Meldung deutsche Panik- und Sensationsmedien gleichwohl nicht davon ab, das hypothetische neue Symptom in ihren Warn-Almanach zum gar schröcklichen Virus aufzunehmen. So unsauber wie von Virologen und Politikern leider nach wie vor bei der statistischen Zählweise der sogenannten „Corona-Toten“ gearbeitet wird, wo Kausalität überhaupt kein Kriterium ist und alleine die Frage zählt, ob jemand zum Todeszeitpunkt positiv war (selbst wenn er bei einem Autounfall starb), so wird nun jedes parallel zu einer positiv getesteten Infektion auftretende Gebrechen mit dem Virus in Verbindung gebracht.

Man darf gespannt sein, wann uns auch Krampfadern, Hämorrhoiden oder Mundgeruch als mögliche Corona-Auswirkungen untergejubelt werden. (DM)

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