Sozialarbeiter klärt auf: Gesellschaft war schuld an der Stuttgarter Krawallnacht

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"Abgehängte der Gesellschaft" bei ihren "Verzweiflungstaten" vorletzten Samstag (Foto: Screenshot/Youtube)

Stuttgart – Wie immer, wenn es darum geht, Angehörige verhätschelter Minderheiten trotz noch so eklatanten Fehlverhaltens und selbst schwerkrimineller Auswüchse in Schutz zu nehmen, melden sich Relativierer und „fachkundige“ Experten zu Wort, die die Täter in geübten Worten zu Opfern umdeuten. So auch nach den bürgerkriegsähnlichen Stuttgarter Ausschreitungen vom vorgegangenen Wochenende. Nach Kuschel-Kriminologen, Verharmlosern aus Politik und verständnisvollen Kolumnisten meldet sich jetzt ein Stuttgarter Sozialarbeiter zu Wort – und warnt vor „Fehlschlüssen“.

Man müsse „politische Schnellschüsse“ vermeiden, sagt der Stuttgarter Sozialarbeiter Martin Kapler, der in seinen Ausführungen wirkt, als würde er selbst ganz gerne mit seiner Schutzklientel über die Stränge schlagen oder um die Häuser ziehen: Maßnahmen wie Alkoholverbote würden deshalb nichts bringen. Stattdessen müsse es einen „Dialog mit den Jugendlichen“ geben, und ergänzend auch mehr Polizeipräsenz, so Kapler laut „dts Nachrichtenagentur“.

Mehr Dialoge mit Allahu-Akbar-brüllenden, kickboxenden und Polizisten attackierenden Gewalttätern, die Geschäfte plündern und alles auf ihrem Weg in Schutt und Asche legen? Auf solche Details geht dieser mustergültige Vertreter des Streetworkings, der sich faktisch zum Komplizen der von ihm betreuten Asozialen macht, ebenso wenig ein wie auf deren überwiegenden Migrationshintergrund: Zu den Gründen für die Krawalle in der Nacht zwischen 20. und 21. Juni meint Kapler lapidar, er glaube, „dass da ganz viel zusammengekommen ist.“ Eine „bunte, heterogene, ziemlich gemischte Gruppe junger Leute“ sei es gewesen, die in dieser Nacht „aufgetreten“ sei (und die Betonung liegt hier nicht auf „treten“).

Apologie voller Zumutungen

Die Täter seien hier nicht aus der „Event- und Partyszene“ gewesen, von der in den Tagen danach die Rede war, sondern „junge Menschen, die eines gemeinsam hätten: die Angst, ‚abgehängt‘ zu werden. „Dies sind Menschen, die sich nicht wirklich als Teil der Gesellschaft sehen.“ Auf solche Floskeln selbst in Angesicht schweren Landfriedensbruch kann wohl nur ein Sozialarbeiter kommen, auf den sein eigenes Arbeitsmilieu anscheinend unwiderruflich abgefärbt: Wenn überhaupt, will nach solchen Exzessen eher umgekehrt die Gesellschaft diese Menschen nicht mehr als Teil von sich sehen.

Auch die nie bereits verschiedentlich gehörte Corona-Ausrede darf in Kaplers Verteidigungsrede nicht fehlen: Die Pandemiekrise sei nicht die Wurzel der Probleme, habe aber „wie ein Brennglas gewirkt.“ Ist klar: Bekanntlich waren ja nur junge muslimische Männergruppen vom Lockdown betroffen, mussten also zwangsläufig Frust entwickelen, während für alle anderen und indigene Deutschen keinerlei Beschränkungen galten… Und natürlich gehören Plünderungen zu den ganz normalen Manifestationen jugendlicher Unzufriedenheit!

Wohl um seine Credibility in der „Szene“ zu wahren, macht sich der seit 2001 tätige Sozialarbeiter zum faktischen Anwalt der Randalierer: Nicht nur Maßnahmen wie Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen lehnt er ab, denn damit würde man „manchen jungen Menschen sagen: Das ist nicht mehr Deine Stadt“. Er ist außerdem auch gegen mehr Videoüberwachung: „Wenn nach einem Abend wie dem von Stuttgart – an dem auf Privathandys stundenweise Videoaufnahmen der Ausschreitungen gemacht worden sind – die Forderungen nach mehr Überwachungskameras kommen, dann komme ich zumindest ins Grübeln.“

Gesundbeter sorgen für schlechtes Gewissen

Solche Gesundbeter wie Kepler sorgen für die Aufrechterhaltung eines unterschwellig-kollektiven schlechten Gewissens, dass „strukturelle Gewalt“ und stets nur „die Gesellschaft“ schuld sind, wenn hier etwas schief läuft – und liefern mit ihren Fehleinschätzungen das Grundrauschen für eine verharmlosende und unterwürfige Politik, die die Probleme nicht nicht mehr erkennen will und tabuisiert. Die Weisheit „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“ gilt daher nicht mehr.

Sozialarbeiter, die das Offensichtliche nicht mehr sehen und benennen wollen, sollten den Beruf wechseln. Was in den 1970er Jahren vielleicht noch bedingt Sinn machte, wo ethnische Probleme keine Relevanz hatten und vor allem soziale Missstände als Ursache von Jugendgewalt in Betracht kamen, wird völlig absurd, wenn die Gründe einer neuen Qualität von Gewaltausbrüchen doch offensichtlich sind: Hier handelt es sich um eine dreiste Landnahme von Gegengesellschaften, die jede Integration verweigern, die die tribalistische Kultur der Länder ihrer Ahnen ausleben, das staatliche Gewaltmonopol herausfordern und damit demonstrieren, dass sie sich alles herausnehmen können. (DM)

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