Jagd nach „rechtsextremen Influencern“: Stasi-Kahane schreibt Spitzel-Planstelle aus

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Anetta Kahane auf Rechtsextremen-Jagd in den weiten des Internet (Foto:Imago/Heerde)

Auch nach knapp einer Woche ist eine Stellenanzeige der Amadeu-Antonio-Stiftung noch immer auf der Homepage und dem Twitter-Account der aus Steuermitteln finanzierten Propagandaorganisation zu finden – und nicht gelöscht worden, obwohl dort in verräterischer Sprache und in bester Stasi-Anwerbungsmanier nach Netz-Schnüfflern und Online-Blockwarten gesucht wird.

Gelernt ist gelernt: Anetta Kahane kennt sich aus DDR-Tagen noch mit der Überwachung und Beschnüffelung suspekter und zersetzender Elemente aus -auch wenn sie darunter heute „rechtsextreme Influenzier, Hass-Kommandos & die nächste Terrorzelle“ versteht. So steht es in einer Jobanzeige, mit ihre Agitationszelle im gemeinnützigen Gewand derzeit „eine*n Projektreferent*in Rechtsextremismus online“ sucht:

(Screenshot:Twitter)

Die Jobbeschreibung ist ein wunderschönes, selbstentlarvendes Beispiel dafür, was mit den aus Steuergeldern maßgeblich bestrittenen Einnahmen der Stiftung (bereits 2014 waren es 870.000 Euro) so alles angestellt wird: Da werden hauptberufliche U-Boote und digitale Zielfahnder angeheuert, die – ideologisch geschult und durch passend justierte Scheuklappen scharfgemacht – alles und jeden identifizieren und verpetzen sollen, der irgendwie ins Raster passt und als rechter Multiplikator  taugt. Schließlich muss das Spendenaufkommen der Stiftung auch in Zukunft noch aufgebracht werden, und das funktioniert nur, wenn ständig neue Rechtsextreme nachgeliefert werden.

Wie kreativ die fanatischen Nazijäger dabei vorgehen, sprengt alle Vorstellung. Unvergessen ist bis heute der Kita-Ratgeber (Originaltitel: „Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit in Kitas“) von 2018, in dem die Amadeu-Antonio-Stiftung den Verdacht auf „völkische“ Elternhäuser“ von solch suspekten Erscheinungen wie blonden Zöpfen oder fleißiger Disziplin der Kinder abhängig machte.

Und so wie die Inquisition der Römischen Kirche in Zeiten der Hexenverfolgung auf ständig neue Hexen angewiesen war, die nach kruden Nachweismethoden „überführt wurden“, so genügen für Kahanes Spitzel Triggerbegriffe, optische Auffälligkeiten oder toxische Weltanschauungen wie etwa konservativ-bürgerliche Standpunkte. Genau die sollen auch jetzt wieder gefunden werden – darum die Stellenanzeige. Der Begriff „Projekt“-Referent bekommt da eine zusätzliche, treffende Bedeutung. Denn es handelt sich um ein Projekt: Das der wahnhaften nächsten Säuberung des Volkskörpers von den neuen Schädlingen. (DM)

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