Irr, Irrer, Formel-1: Mercedes färbt Silberpfeil schwarz

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Lewis Hamilton im W11 EQ Performance (Bild: Artes Max from Spain; siehe Link; CC BY-SA 2.0)

Wenn die Formel-1 am Freitag im österreichischen Spielberg erstmals seit der Corona-Pause wieder loslegt, wird das Mercedes-Team eine Kostprobe davon abgeben, welche Stufe der Anti -Rassismus-Blödsinns bereits erklommen hat.

Als Statement gegen Rassismus und für mehr Diversität hat das Mercedes-Team im Zuge des grassierenden „Black-Lives-Matter“-Wahnsinns sich etwas besonders „tolles“ einfallen lassen und die Grundfarbe des Formel-1-Rennwagens geändert. Der ehemals in Silber gehaltene W11, in den die beiden Rennfahrer Valtteri Botta und Lewis Hamilton einsteigen werden, werden nun in Schwarz präsentiert. Zudem wurde der Schriftzug „End Racism“ auf dem Cockpitschutz angebracht und de neue Formel 1-Initiative „#WeRaceAsOne“ wird für mehr Diversität im Motorsport auf den Rückspiegeln des Autos stehen. 

Teamchef Toto Wolff, ebenfalls auf der BLM-Welle schwimmend, teilt hierzu laut Bild-Zeitung mit: „Rassismus und Diskriminierung haben keinen Platz in unserer Gesellschaft, unserem Sport und unserem Team: Davon sind wir bei Mercedes fest überzeugt. Doch die richtigen Überzeugungen und die richtige Geisteshaltung sind nicht genug, wenn wir stumm bleiben. Wir möchten daher unsere Stimme und unsere weltweite Plattform nutzen, um uns für Respekt und Gleichberechtigung einzusetzen. Die Silberpfeile werden in der gesamten Saison 2020 in schwarz antreten, um unser klares Engagement für mehr Vielfalt in unserem Team und unserem Sport zu demonstrieren.“

Ganz dicken Dank bekommt Wolff aktuell von dem Briten Lewis Hamilton, der sich als Sohn einer weißen Mutter und – das ist der tragende Fakt – Sohn eines farbigen Vaters – im „Kampf gegen Rassismus“ engagiert und bei der letzten BML-Demo aus Leibeskräften mit geballter Faust „No Peace“ in den Londoner Stadthimmel plärrte. Hamilton, der gekonnt seine „schwarze“ Karte spielt, kritisiert, dass die Formel-1 „von Weißen dominiert“ sei. Sei Vater, Anthony Hamilton, mit dem er sich nach einem veritablen Streit, der vor Gericht endete, wieder versöhnt hat, fordert derweilen: „Es ist die Verantwortung der Formel 1, auf ein Knie zu sinken“.

Gar nicht gut zu sprechen ist der BLM-Warrior Hamilton auf Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Dieser erdreistete sich, in einem CNN-Interview Kritik an der BLM-Hysterie zu erheben, indem er meinte: „In vielen Situationen sind Schwarze rassistischer als Weiße“. Nicht nur Hamilton fiel über den 89-Jährigen her und nannte – ganz Kenner der Materie – Ecclestone Aussage „ungebildet und ignorant“. Auch Formel-1-Besitzer Liberty Media sowie Formel-1-Boss Chase Care distanzierte sich laut und vernehmlich von ihm. „In einer Zeit, in der Einigkeit wichtig ist, um gegen Rassismus und Diskriminierung vorzugehen, stimmen wir den Aussagen von Bernie Ecclestone nicht zu.“ Sie stellten klar, dass er keine Rolle mehr innerhalb der Formel 1 habe. Seit 2020 trage er auch keinen Ehrentitel mehr.

Ecclestone entgegnete Hamiltons: „Ich wurde mehrfach ausgeraubt – einmal von drei Schwarzen. Ich landete im Krankenhaus. Aber selbst danach war ich nie gegen Schwarze. Es ist nicht meine Schuld, dass ich weiß bin und kleiner als andere. Schwarze sollten sich um sich selbst kümmern“. Als weitere Referenz dafür, kein Rassist zu sein, führte er an, dass Hamiltons Vater mit ihm eine Firma habe gründen wollen. „Wenn ich anti-schwarz wäre, hätte ich das nie in Betracht gezogen. Ich habe schon viele Weiße getroffen, die ich nicht mochte, aber noch nie einen Schwarzen“, so Ecclestone in der Mail on Sunday.

Die Aussage aus der Chefetage der Formel-1 konterte er laut dem Magazin Sport1 damit, dass er froh sei, dort nicht mehr involviert zu sein. So könne man ihn nicht mit allem, was sie nicht getan haben, in Verbindung bringen. Corona sei gut für den Formel-1-Boss Carey gewesen. Denn darauf konnte er alles schieben, was er nicht geschafft hat, so Ecclestone. (SB)

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