Wer nicht genug löscht, wird selbst gelöscht: Facebook als Opfer seiner eigenen Intoleranz

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Zuckerberg mimt den Zampano - wie lange noch? (Foto:Imago/Kyodo)

Die massiven Börsenverluste von Facebook – alleine am vergangenen Freitag waren es 8 Prozent entsprechend 53 Milliarden Euro – als Reaktion auf massenweise Werbeboykotte gegen den Konzern hat sich Facebook selbst zuzuschreiben. Aber gerade nicht, weil Zuckerbergs Laden nicht genug gegen „Hass und Hetze“ unternimmt, wie ihm vorgeworfen wird – sondern weil er sich überhaupt auf die linke Hexenjagd gegen missliebige Meinungen eingelassen hat.

Wer sich in den Dienst einer Ideologie stellt, macht sich früher oder später von Fanatikern abhängig. So wie jede Revolution sich radikalisiert und irgendwann ihre Kinder frisst, so fordert jede politische Säuberungsbewegung immer mehr Opfer – bis sie irgendwann auch die eigenen Reihen verdächtigt, zu lasch der reinen Lehre zu folgen.

Hätte Facebook – so wie ursprünglich konzipiert – am Prinzip festgehalten, dass sich die Plattform als auschließliches Forum für unterschiedlichste Meinungen versteht und die Grenze des Zulässigen für gepostet Inhalte ausschließlich durch die Strafgesetze des jeweiligen Landes definiert wird, dann hätte es gar nicht die verhängnisvolle Erwartungshaltung ausgelöst, für die inhaltliche Hygiene seiner Nutzerbeiträge zuständig zu sein und anhand von Gemeinschaftsstandards oder Richtlinien für ein ständiges Monitoring, Editieren/Redigieren und schließlich Zensur sorgen zu müssen.

Doch nur allzu bereitwillig setzte sich Facebook an die Spitze linker Meinungsmacher und von staatlich finanzierten Bestrebungen durch Medienwächter und NGO’s, die jegliche missliebigen Inhalte und politisch unerwünschte Meinungen verleumderisch mit denselben Attributen belegen, die eigentlich einst für reale Verhetzung, strafbare Gewaltaufrufe oder verbotene politische Propaganda standen (und schon immer strafbar waren). Besonders in Deutschland, wo Facebook durch Löschteams und Dienstleister outgesourcte Zensurmaßnahmen umsetzen lässt und von Beginn an das Netzwerk-Durchsuchungsgesetz durch vorauseilendem Gehorsam übererfüllte, werden inflationär auch völlig legitime journalistische Inhalte als „Hassrede“ klassifiziert, ganz im Sinne des neuen intellektuellen Volkssturms der Agenda-Setter.

Quittung für Anbiederung an den linken Terreur

Durch die Einsetzung von sogenannten „Faktencheckern“ tat Facebook ein Weiteres, um bei Politik und Nutzern eine Erwartungshaltung zu erwecken, das Netzwerk sei letztlich verantwortlich und rechenschaftspflichtig für seine Nutzerinhalte und deren Wahrheitsgehalt. Und genau diese – im Prinzip der Idee eines sozialen Netzwerks zuwiderlaufende – Zensurerwartung führte jetzt dazu, nach entsprechender Radikalisierung durch die „Black Lives Matter“-Proteste, dass Facebook selbst an den Pranger gestellt wird, weil es aus Sicht bestimmter einflussreicher Aktivisten zu wenig gegen „Hassrede“, „rassistische“ oder „hetzerische“ Inhalte unternahm – was immer gerade dafür gehalten wird.

Letztlich hat Zuckerberg damit selbst die Büchse der Pandora geöffnet. Seine eigene Kooperation mit den Feinden der Freiheit fällt nun auf ihn zurück. Mehr als 100 Unternehmen sind es inzwischen- deren Vorstände selbst Shitstorms und öffentliches Scherbengericht inklusive Boykottaufrufe fürchten müssen, wenn sie den von BLM- und Antifa-Aktivisten verlangten Werbemoratorien nicht nachkommen -, die „vorerst“ keine Werbung mehr bei Facebook und anderen Online-Netzwerken mehr schalten. Für Facebook hat das heftige finanzielle Folgen – das Unternehmen verdient fast sein ganzes Geld mit Werbung, wie „Bild“ feststellt.

Wie selektiv und arbiträr dabei Facebook auch weiterhin vorgeht, wenn es um Zulässigkeit oder Verpönung von „Hassreden“ geht, zeigen aktuelle Fälle aus den USA: Dort erlaubten – und erlauben weiterhin – Facebook-Moderatoren Anfeindungen, Attacken und lupenreine Hetzinhalte gegen Weiße und Trump-Unterstützer auf der Seite – wohingegen Trump-Unterstützer gar unter Terrorverdacht gestellt werden. Gegen diese Art von Verleumdung und Herabwürdigung richten sich die Boykottaufrufe freilich nicht – im Gegenteil, davon kann es aus Sicht der Facebook-Ankläger im Prinzip nicht genug geben.

Erst kürzlich enthüllten zwei Facebook-Insider Wahlmanipulationen im Facebook-Konzern in Interviews mit „Project Veritas“, worüber „Epoch Times“ (ET) berichtet: Laut den Vorwürfen herrscht „eine Doppelmoral beim Konzern“, denn im Vorfeld der kommenden US-Wahlen gebe es eine „massive Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch externe Mitarbeiter und den Facebook-Konzern selbst“. Ein ehemaliger sogenannter „Moderator“ für Facebook enthüllte, er habe vom Social-Media-Konzern die Anweisung erhalten, entgegen der geltenden Unternehmensrichtlinien „Hassreden“ gegen Weiße unter bestimmten Umständen zuzulassen. Ausweislich verdeckt mitgeschnittener Videos handelt es sich um keine Einzelfälle.

Konservatismus und Trump-Support als „Terrorismus“

„Sechs Personen entscheiden letztlich über alles, was auf Facebook erscheint und sie sind alle ähnlicher Ansicht“, berichtet der Whistleblower, und erklärte laut ET: „Alles, was gemäß unseren Hassreden-Richtlinien gelöscht wird, aber darauf abzielt, das Bewusstsein für Pride/LGBTQ zu schärfen, wird vorläufig erlaubt“. Insbesondere wenn es um Beiträge gehe, in denen „heterosexuelle weiße Männer angegriffen werden“. Denn: „Heterosexuelle weiße Männer sind Dreck, weil sie nicht mehr für den LGBTQ kämpfen“, heißt es weiter.

Das ist nicht alles: Ein Teamleiter für die Inhaltsüberprüfung von Content, der für das von Facebook beauftragte Unternehmen Accenture arbeitet, berichtete vor versteckter Kamera, dass er für die „rote Flagge“ arbeite. Als Vorbereitung für den Job musste er sich zuerst mit dem Projekt „Hass“ befassen. Auf einer regelrechten Feindesliste des Konzerns stehen nur sogenannte „Nazi- und Terrororganisationen“  und -Personen – darunter fallen jedoch auch Trumps MAGA-(„Make America Great Again“)-Kampagneros (MAGA), worunter wirtschaftsliberale und konservative Aktivisten und Moderatoren wie Alex Jones, Laura Loomer und Paul Joseph Watson fallen. Selbst einfache Trump-Supporter würden bei Facebook als „Terroristen“ geführt. Teilweise durften gegen diese in Posts und Kommentaren ausgesprochene Beleidigungen und sogar Morddrohungen unzensiert stehenbleiben.

In Deutschland sind derartige Schieflagen ebenfalls bekannt: Während AfD- oder WerteUnion-Sympathisanten von Löschung und Sperrung dauerbedroht sind, dürfen allzu oft linksradikale Gewaltaufrufe oder etwa auch Terrorverherrlichung und menschenverachtende Propaganda von pro-palästinensischen und islamischen Organisationen unzensiert stehenbleiben. Ganz im Sinne des linken Mindset eben, das „Populismus“ und „Hetze“ stets nur bei der Rechten, bei alten weißen Männern und Nichtmuslimen vermutet. Der Facebook-Algorithmus bildet exakt den politischen Bias unserer Zeit ab. Und dass Zuckerbergs Zensurbüttel dabei nicht rigoros genug vorgegangen sind (und dies auch gar nicht können, da nichts und niemand davor gefeit ist, als nächstes von der Rassismus-, Sexismus- oder Nazikeule getroffen zu werden) – das rächt sich nun. Insofern muss man ganz bestimmt kein Mitleid mit dem Konzern haben. (DM)

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