AKK zerlegt KSK: Statt „bedingt abwehrbereit“ demnächst „unbedingt wehrlos“

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Demnächst Geschichte?KSK bei einer Demonstrationsübung (Foto:Imago/Trotzki)
Auf dem Weg zur sukzessiven Beseitigung jeder militärischen Selbstverteidigungsmöglichkeit hat die Bundesrepublik einen weiteren Meilenstein genommen: Mit der gestern verkündeten Teilauflösung des Kommandos Spezialkräfte (KSK) legt Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Axt an eine der letzten intakten und für ihre Schlagkraft gefürchteten Einheiten der bereits weitgehend in Trümmer gerittenen Bundeswehr.
 
Damit setzt sich die „Wehrkraftzersetzung von oben“, die mit Abschaffung der Wehrpflicht, Kaputtsparung einer technisch bereits maroden Truppe und vor allem jahrelanger konsequenter Unterbudgetierung des Verteidigungshaushalts weit unter dem vereinbarten Sockel von 2 Prozent des BIP bereits in vollem Gange war, weiter fort. Dieses Deutschland ist nicht mehr „bedingt abwehrbereit“ (so der legendäre Titel des die „Spiegel“-Affäre 1962 auslösenden Artikels); es soll offenbar unbedingt wehrlos gemacht werden.
 
Neuester strategischer Aufhänger dieser inneren Sabotage, dieses erstmals in der deutschen Geschichte nicht als apologetische Verschwörungslegende, sondern ganz real ausgeführten Dolchstoßes, ist auch hier wieder der „Kampf gegen Rechts“: Die zu Beweisen für ein „rechtsextremes Netzwerk“ innerhalb der KSK aufgeblähten jüngsten Vorfälle, die ein Maulwurf den nur allzu begierig lauernen Wächtern in Regierungsapparat und nachgeordnetem Medienbetrieb zugetragen hatte, werden nun zum Anlass genommen, eine vom gehirngewaschen-moralpazifistischen Milieu ohnehin längst als anachronistisch und nationalistisch verschrieene Armee weiter zu schwächen und sie zu filetieren.
 
Indizien wie etwa das Funkzeichen „Y-88“, in Übungssituationen mitgeschnittene doppeldeutige Dialoge und ähnliche „suspekte Vorkommnisse“, aber auch die „auffällige Ansammlung von Rechtsextremen“ (wobei hierzu neuerdings ja bereits Sympathisanten des AfD-„Flügels“ oder IB-Anhänger gezählt werden) sollen den Befund stützen und bieten den Vorwand für den neuesten Profilierungsversuch AKK’s, die Bundeswehr gewissermaßen radikal von Radikalen zu säubern – und vermeintliche rechtsextreme Umtriebe beim Kommando Spezialkräfte zum Anlass zu nehmen, die Eliteeinheit zu verstümmeln: Eine Kompanie wird, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ schreibt, komplett aufgelöst, der Rest bekommt „Bewährung“. Die Ausbildung wird drastisch reformiert und steht bis zum Herbst unter „verschärfter Beobachtung“, auch die allgemeinen Kontrollen werden erheblich verschärft – inklusive Gesinnungsprüfung.
Hochwillkommenes Denunziantentum 
 
Damit wird ein Spitzel-Unwesen, wie es bereits bei Polizei und im Beamtenapparat Platz greift, nun auch in der Truppe installiert – und zwar weit schlimmer, als es bereits nach der angeblichen „Affäre“ um den 2017 aufgeflogenen Soldaten Franco A. der Fall war, der damals – ebenfalls als Spitze eines vermuteten Eisbergs – im Zentrum eines Nazi-Rings ausgemacht und später sogar wegen Terrorverdachtes angeklagt wurde.
 
Ganz anders als etwa im Fall islamistischer Unterwanderung wird bei dieser Art von „inneren Feinden“ nie von Einzelfällen und -tätern ausgegangen, sondern stets gleich eine tiefgreifende, systematische Unterwanderung der kompletten Bundeswehr durch Staatsfeinde angenommen. Dagegen wäre auch gar nichts einzuwenden – wenn es sich tatsächlich um subversive und grundordnungsfeindliche Elemente handelte, so wie einst die Anhänger der Wehrsportgruppe Hoffmann in den 1970ern, oder die gezielt einzelne Bataillone infiltrierenden NPD-Gefolgsleute Michael Kühnens in den 1980ern. Oder zumindest um „Reichsbürger“-Sympathisanten.
 
Doch heute, da bereits gesunder Patriotismus als „völkisch“ und Zuwanderungskritik als rechtsradikal-rassistische Menschenverachtung gilt, da die AfD mit einem Wahlprogramm, das links von dem der CDU noch zu Merkels Amtsantritt 2005 steht, zum Prüffall des Verfassungsschutzes geworden ist: Da werden Neonazis, Rechtsextreme und Umstürzler wie am Fließband künstlich produziert; das läuft inzwischen wie beim Brezelbacken.
Gute Soldaten sind zwingend „rechts“, nach heutiger Lesart
 
Die Bundeswehr bietet dazu ein lohnendes Reservoir, und warum wohl: Ein guter Soldat, der zur Verteidigung seines Vaterlandes im Ernstfall bereit ist, steht der naiv-pazifistischen gesinnungsethischen Beliebigkeit des Zeitgeistes ebenso skeptisch gegenüber, wie er die gesamtgesellschaftliche Entwicklung Deutschlands mit Sorge betrachten muss. Damit gilt er schon als latent rechts. Auch wird kein KSK-Angehöriger oder irgendein Berufssoldat jemals „Deutschland verrecke“ brüllen oder – so wie die protokollarisch zweithöchste Repräsentantin des Staates, Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth – hinter Bannern mit der Aufschrift „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ herlaufen.
 
Und ganz im Sinne „progressiver“ Dauerdemonstranten, die es nach Refugees Welcome, MeToo, Wirsindmehr FridaysForFuture und Black Lives Matter als jüngster Empörungsfolie famos finden, wenn in den USA Polizeibehörden aufgelöst werden (und dies bereits auch hierzulande fordern, um so den „Rassisten“ die institutionelle Basis zu nehmen), soll nun mit der Auflösung zuvor absichtlich ins Zwielicht gerückter Bundeswehrkommandos, ein „Rechtsextremismus“ ausgetrocknet werden, der eigentlich der kompletten Truppe unterstellt wird.. Was an das Bild des mit dem Bade ausgeschütteten Kindes erinnert, hat in Wahrheit Methode: Erst wenn alle waffentragenden Ordnungsmächte im Inland beseitigt sind, die das staatliche Gewaltmonopol nach innen und außen zumindest noch theoretisch repräsentierten, ist das Land wirklich sturm- und übernahmereif. Und genau dies ist das Ziel.
 
Um Deutschland schutzlos zu machen, seine Selbstbehauptungsfähigkeit zu schleifen und damit letztlich die „nationale Souveränität zu überwinden“ – auch das ein beliebter Merkel-Topos -, ist die Steilvorlage behaupteter (in Ausnahmefällen vielleicht sogar tatsächlich existenter) rechtsextremer Umtriebe eine von zwei Hauptstrategien.
 
Die andere besteht in der Vergraulung und Vergrämung der Schutzmacht USA. Das Land, das uns die Demokratie herbeibomte, seit 75 Jahren sicherheitspolitisch den Rücken freihält und uns buchstäblich den Arsch rettete, hat den Deutschen in jeder Hinsicht erst den Wohlstand und die Stabilität ermöglicht, in deren Sud eine neue Elitenbildung unerträglich selbstgerechter, geschichtsvergessener und wohlstandsverwahrloster Herrenmenschen möglich war – und sie sind es, die uns zugrunde richten. Der Teilabzug der US-Streitkräfte ist mehr als eine Laune Trumps; es ist die Folge antiamerikanistischer Ausfälle und diplomatischer Affronts der Groko-Regierung – und der jahrelangenn Weigerung Merkeldeutschlands, zumindest ihren zugesagten finanziell Beitrag zur NATO zu leisten.
Deutschland sturm- und übernahmereif, innen wie außen
 
Im Resultat macht sich Deutschland damit nach innen und außen nackt. Niemand will und wird es mittelfristig mehr verteidigen: Die USA ziehen sich zurück, und die eigene wehrfähige Bevölkerung verspürt immer weniger Lust, einer Bundeswehr anzugehören, die zunehmend unter rechtsextremem Generalverdacht gestellt und zum gesellschaftlichen Paria gemacht wird. Die Verhöhnung unserer Soldaten durch die neue Wehrbeauftragte Eva Högl – einer völlig sach- und fachfremden SPD-Funktionärin – markierte im Mai den vorläufigen Höhepunkt dieser Fehlentwicklung.
 
Und nicht von ungefähr sind es neben Högl drei weitere Frauen, die sich rückschauend als ultimative Sargnägel der Bundeswehr herausstellen werden: Eine Verteidigungsministerin AKK, die uncharismatisch, fahrig und konzeptlos auf Stimmungen reagiert (wie auch jetzt wieder) und operativ-logistisch nichts seit ihrem Amtsantritt zum Bessseren wenden konnte. Mit dem Trümmergeld an maroden Gerätschaften, nicht-kampftauglicher Hubschrauber, Panzer und Schiffe hat auch sie bisher nicht aufgeräumt. Dann natürlich die Kanzlerin, die ihre Richtlinienkompetenz nicht ein einziges Mal im Sinne der Soldaten eingesetzt hat. Und zu guter Letzt die gerade noch rechtzeitig nach Brüssel weggelobte Skandal-Amtsvorgängerin AKK’s, Ursula von der Leyen, deren Amtszeit von einer beispiellosen Berateraffäre überschattet wurde.
 
Nichts gegen Frauen in der Politik generell; doch was diese Politikerinnen aus der Bundeswehr gemacht haben, erweist der Debatte um „Frauen in Führungspositionen“ einen fulminanten Bärendienst. (DM)
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