Linke Doppelmoral: Bremens Wirtschaftssenatorin jubelt live im Stadion, Werder-Fans glotzen in die Röhre

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So sieht es derzeit im Weserstadion (und sonstwo) aus, dank Corona-Irrsinn (Foto:ImagoPoolfoto)

Bremen – Als zu Beginn der Coronakrise erstmals diskutiert wurde, Millionen Deutschen die Freude am Fußball abzuwürgen und im Zeichen des strengen Corona-Regiments die restliche Spielzeit abzusagen, tat sich vor allem die Bremer Landesregierung hervor. Sie trat auch Anfang Mai entschieden gegen eine Fortsetzung der Saison ein, die „zur Unzeit“ käme. Doch jetzt, bei Werders 6:1 gegen Köln, saßen ausgerechnet Mitglieder dieser Regierung im Weserstadion, um mitzujubeln – während die anderen Fans von zuhause zuschauen mussten. Eine Sauerei, die ihresgleichen sucht…

Als der DFB sein Konzept zur Rettung des Spielbetriebs vorlegte, waren es – neben den üblichen Alarmsirenen Karl Lauterbach und Vertretern von Grünen wie Linken im Bundestag – auf Landesebene vor allem der Bremer Senat um Bürgermeister Bovenschulte und Innensenator Ulrich Mäurer (beide SPD), die sich sich Anfang Mai vehement gegen einen Neustart der Saison gewehrt hatten. Gegenüber „Bild“ (die über Vogts Stadionbesuch zuerst berichtet hatte) äußerte Mäurer damals, der DFB-Plan sei „nicht die bremische Position“. Selbst ohne Zuschauer sei Fußball derzeit „nicht zu verantworten… Was die DFL macht, löst überwiegend Kopfschütteln aus.“ Wörtlich fügte er hinzu: „Ich habe das Vertrauen in den Profi-Fußball schon lange verloren. Vieles ist aus dem Ruder gelaufen. Gehälter, Ablösesummen, Montagsspiele – und jetzt wird der Spielbetrieb zur Unzeit angesetzt.“

Am Samstag aber saß dann ausgerechnet Mäurers Ministerkollegin, Linken-Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt auf der Tribüne – und genoß exklusiv die Partie gegen Köln, mit der sich Bremen die Relegationschance wahrte. Vogt nutzte dabei ihre Funktion als stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Stadion GmbH, um im menschenleeren Stadion dem Geisterspiel folgen zu können, und bekundete dies auch noch mit uriger Fan-Attitüde auf Twitter – währen die Normalsterblichen Werder-Fans vorm Bildschirm um den Klassenerhalt mitbangen mussten:

(Screenshot:Twitter)

Selbst wenn es dies vom Mandat her gestattet gewesen sein mag: Hätte Vogt auch nur einen Rest an Anstand und Fingerspitzengefühl, hätte sie auf diese peinliches Zurschaustellung ihrer Privilegiertheit verzichtet. Denn die politische Message ist verheerend: Manche sind gleicher als andere – und die Corona-Beschränkungen, so überzogen sie auch nach und nach erscheinen, gelten eben nicht für jeden.

Es ist dieselbe unerträgliche Verlogenheit und Doppelmoral, die schon in der DDR die Bonzen der SED kennzeichnete, deren Rechtsnachfolgerin Vogt angehört, womit erneut klar wird: Für Sozialisten gelten die Regeln nicht, die sie anderen durch Zwang auferlegen. Was früher Westwaren und Luxuskarossen für die Kader der Nomenklatur waren, ob im Kreml oder in Wandlitz, das ist bei den Linken von heute die kaltschnäuzig-anmaßende Ausnutzung von Amtsvorteilen und Annehmlichkeiten. Die Werder-Fans werden Vogts rotzfrech zelebrierte Verbindung von Arbeit und Vergnügen sicher angemessen zu würdigen wissen. (DM)

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