BLM-Wahn: Nach Polizisten wehren sich auch Lehrer gegen Rassismus-Vorwürfe

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"Rassismus" in der Schule? Außer Antirassismus-Aufklärung gibt es dort fast kein anderes Thema mehr... (Foto:Imago)

Die durch „Black Lives Matter“-Schwachmaten und neu erwachte „Antirassisten“ – in Presse, Funk & Fernsehen und auf der Straße – unter kollektiven Rassismusverdacht gestellten Berufsgruppen verwahren sich eine nach der anderen gegen ungeheuerliche Verleumdungskampagne, die ohne jeden objektiven Beweis über sie hereinbrach. Nach der Polizei setzt sich jetzt auch der Lehrer-Verband zur Wehr – und stellt klar, dass es „strukturellen Rassismus“ in seinen Reihen schlichtweg nicht gibt.

Die öffentlich-mediale Schuldvermutung kolportiert oftmals frei erfundene, aus subjektiven Missverständnis oder nachträglich verklärt-memorierten, angeblichen Erfahrungen Betroffener gespeiste Fälle eines angeblichen Alltagsrassismus, die nicht nur begierig weiterverbreitet werden, sondern von jedem als zweifelsfreie Wahrheit geschluckt werden, in dessen Weltbild Schwarze sowieso dauerdiskriminiert sind und immer waren.

Die Polizei darf sich seit Wochen damit herumärgern. Sie muss sich von unterirdischen Schwätzerinnen bei Maybritt Illner Vorwürfe anhören, sie hätte Allahu-Akbar-Treter und Plünderer zu ihren Taten in Stuttgart „provoziert“; sie darf aus der Giftfeder eines hasserfüllten Gesichtselfmeters in der „taz“ lesen, dass sie auf den Müll gehört. Und selbst die SPD-Vorsitzende Saskia Esken und andere Vertreter ihrer Partei und der Grünen streuen dünkelhaft-diffuse Vorurteile, es gäbe unter Deutschlands Polizisten ein „Rassismusproblem“.

Die andere, nicht minderschwer pauschalverdächtigte Verdachtsgruppe sind die deutschen Lehrer. Dagegen hat sich jetzt deren Berufsorganisation vehement zur Wehr gesetzt. Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Lehrerverbands verbittet sich den Vorwurf eines weitverbreiteten Rassismus an deutschen Schulen: „Dass es einen massiv sich ausbreitenden Rassismus an Schulen gibt, den die Lehrer nicht im Griff haben – dieser Darstellung möchte ich entschieden entgegentreten“, so Meidinger heute in der „Welt„. Natürlich seien Schulen immer ein Spiegelbild der Gesellschaft; einen individuellen Rassismus einzelner Personen mag es dort geben – in einem geringen, unvermeidlichen Maße. Aber eben nicht strukturell.

Weltbild mit klarer Rollenverteilung

Es sei nämlich gerade nicht so, dass Schulen systematisch wegschauen würden – im Gegenteil; dennoch müssten Lehrer besonders sensibel für Rassismus sein und wissen, wie sie mit bestimmten Äußerungen im Klassenzimmer umgehen können. „So manchem Lehrer, der kein gesellschaftswissenschaftliches Fach unterrichtet, dürfte das nicht so leicht fallen“, sagte Meidinger, der eine Schule in Bayern leitet. Was hier nicht zur Sprache kommt: Wenn es an Schulen rassistische Vorkommnisse gibt, dann richten die sich mancherorts ebenso oder sogar vor allem gegen deutsche Schüler – denn die sind vielerorts bereits in der Minderheit und werden als „Almans“, „Kartoffeln“ oder „Nazis“ diffamiert.

Dies zu erwähnen gehört zur Wahrheit dazu – ist aber nicht erwünscht. Nichts darf das Weltbild mit klarer Rollenverteilung trüben: Schwarze sind unschuldige Opfer, edle, zarte Seelen, denen die Reduzierung anderer Menschen auf ihre Hautfarbe völlig fremd ist. Weiße hingegen sind verkappte Rassisten, stammen von Sklavenhaltern oder Imperialisten ab und verdanken ihren Wohlstand angeblich der Ausbeutung Afrikas. Folglich ist auch der Rassismus nie verschwunden – auch nicht in Deutschland. Und wenn die Realität – zumindest diesseits des Atlantiks – für all diese Projektionen praktisch keine Entsprechung bietet, dann wird eben ersatzweise die schuldbehaftete Kolonialgeschichte bemüht.

Was einst in Onkel Toms Hütte oder erst kürzlich auf den Straßen von Minneapolis schief lief, das muss der schamerfüllte deutsche Hypermoralist 2020 durch sein Engagement wieder gut machen. Das mindeste dabei ist, „People of Color“ zu unterstützen und ihnen ohne Anflug eines Zweifels blind zu glauben, wenn sie von Rassismuserfahrungen berichten. Jene, die hier seit Jahrzehnten friedlich leben, hier zur Schule gingen, studieren oder arbeiten, Partner- und Freundschaften schlossen und sich nie über rassistische Erfahrung beklagten, kommen jetzt auf einmal – getriggert durch George-Floyd-Märtyrerkult und BLM – mit schrecklichen Erlebnisschilderungen um die Ecke, und malen ihr Leben in Deutschland als ständiges Spießrutenlaufen zwischen Diskriminierung und Racial Profiling.

Einst „metoo“, heute „BLM“

So wie sich vor drei Jahren, nach der Weinstein-Affäre und dem damaligen Haltungs-Trend „metoo“, plötzlich jede Menge Frauen auf einmal an teilweise Jahrzehnte zurückliegende sexuelle Übergriffe erinnerten, so wird die Bundesrepublik in der Darstellung dunkelhäutiger Mitbürger plötzlich zu einer Schlangengrube des verkappten Rassismus, der – natürlich unterschwellig, denn offen ist er nirgends anzutreffen – hinter jeder Ecke lauert. Er verbirgt sich hinter jedem Kompliment an eine dunkelhäutige Frau, hinter jeder freundlich gemeinten Frage nach der Abstammung, hinter jeder aus noch so sachlichen Gründen abgelehnten Wohnungs- oder Jobbewerbung und seit neuestem sogar hinter wahlweise vermiedenem („shameful ignorance“) oder zu langem (belästigendes Starren) Blickkontakt zu Schwarzen.

Vielleicht sollten sie – und ihre Heerscharen von BLM-Supportern im Netz und auf den Demos – unbedingt die afrikanischen Migranten warnen, die es unverdrossen nach Deutschland zieht und die dafür gar ihr Leben riskieren. Bis dort scheint sich die Kunde vom rassistischen Deutschland, mit rassistischen Schulen und rassistischen Polizisten, jedenfalls nicht herumgesprochen zu haben. (DM)

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