Offizielles Hauptstadtportal Berlin bewirbt Kirchenaustritt

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Michael Müller (Bild: Bild: Lena Giovanazzi/Screenshot)

Die Kirchen Deutschlands haben sich ihren massiven Mitgliederschwund redlich erworben. Das Sterben der Kirchen – nämlich der Austritt aus dem „Zeitgeistverein“ – wird zudem auf der offiziellen Internetseite der Stadt Berlin als „Finanztipp“ beworben.

Auf der Internetseite www.berlin.de wurde am 23. und 24. Mai unter der Überschrift „Die mit Abstand besten Wochenend-Tipps“ für den Kirchenaustritt geworben. Unter dem Stichwort: Kirchenaustritt: Voraussetzungen, Ablauf und Kosten“ hieß es dort: „Aus der Kirche auszutreten, ist heute ein einfacher Verwaltungsakt. Doch wie läuft er eigentlich ab?“ Die Antworten darauf konnte sich der Interessierte mit eifriger Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung, mit Verweis auf diesen super Finanztipp auf der betreffenden Internetseite erklicken.

Die Leitung der Evangelischen Kirche beschwerte sich in Form eines emotionalen Briefes bei Genossen Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD). Daraufhin wurde der Finanztipp entfernt. Müller erklärte in einem Antwortschreiben „sein Bedauern sowie die Hintergründe (…) zu diesem Vorfall“. Der Chef der Senatskanzlei, Christian Gaebler, erklärte zu dem hochnotpeinlichen Vorfall, dass der Regierende Bürgermeister zwar die Internetseite verantworte, jedoch nicht so genau wisse, was dort veröffentlicht wird. Denn: er habe „keine Einsicht in die redaktionellen Abläufe“. Die Redaktion übernimmt ein „privater Portalbetreiber“, die BerlinOnline Stadtportal GmbH.

Nach dem entrüsteten Anruf der Gottesvertreter wurde der Tipp zum Kirchaustritt zwar gelöscht, jedoch – so die BZ – nicht die Verknüpfung in der Suchfunktion. Nach Eingabe des Begrifft Kirche landet man zielgenau beim Link „Kirchenaustritt erklärten“:

Ganz ähnlich das Ergebnis mit dem „Chatbot Bobby“. Durch die Dialogfunktion landet man ebenso auf der Informationsseite, wie der Kirchenaustritt bewerkstelligt werden kann:

Einmal mehr stellt sich die Frage, weshalb sich Sozialdemokraten immer dann ins Zeug legen, wenn es darum geht, tradierte Werte abzuschaffen. Wobei es unstrittig sein dürfte, dass eine staatsnahe, dem Zeitgeist verschriebene linke Kirche nichts anderses verdient hat, als unter die willig bejubelten Räder zu geraten. (SB)

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