Alltagsrassismus weiter auf hohem Niveau: Türkengruppe greift 21-jährigen Hochheimer an

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Gewalt (Symbolfoto: Von igorstevanovic/Shutterstock)

Man muss den Anti-Rassisten wirklich dankbar sein. Sie haben uns den Blick geschärft, was den Alltagsrassismus in Deutschland betrifft. Hier eine Auswahl der schlimmsten Ereignisse der letzten Tage:

Hofheim: Ein 21-jähriger Hochheimer ist am frühen Sonntagmorgen in Flörsheim zum Opfer mehrerer Schläger geworden. Der Geschädigte schilderte gegenüber der Polizei, dass er gegen 02.30 Uhr in der Kapellenstraße unterwegs war, als es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung mit einer Personengruppe kam. Diese eskalierte schließlich und der 21-Jährige erhielt Schläge von mehreren Personen. Dabei erlitt der junge Mann erhebliche Kopfverletzungen. Drei der Angreifer hätten einen Vollbart und alle hätten türkisch gesprochen und dunkle Haare gehabt. Weitere Angaben konnte der Verletzte nicht machen.

Magdeburg: Am 22.06.2020, gegen 15:20 Uhr, kam es im Bereich Leipziger Straße in einer Straßenbahn zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 30-jährigen Magdeburger und einem unbekannten Mann. Nach ersten Erkenntnissen befand sich ein 30-jähriger Magdeburger in einer Straßenbahn der Linie 9 und geriet aus derzeitig noch unbekannten Gründen mit einer männlichen Person, augenscheinlich ausländischer Herkunft, in eine verbale Auseinandersetzung. In der weiteren Folge soll der 30-Jährige in das Gesicht geschlagen worden sein. Eine genaue Personenbeschreibung zu dem unbekannten Mann konnte der 30-Jährige nicht geben

Zschopau:  Streifenbeamten fiel am Dienstagabend eine verbale Auseinandersetzung zwischen sieben Personen im Park „An den Anlagen“ auf. Nachdem der eigentliche Unruhestifter, ein 19-jähriger iranischer Staatsangehöriger, von den Polizisten des Platzes verwiesen wurde setzten sie ihre Streife fort. Kurze Zeit später meldete sich jedoch eine der Personen aus dem Park erneut. Der zuvor des Platzes verwiesene Mann sei mit einer weiteren Person zurückgekehrt, würde die Gruppe mit Glasflaschen bewerfen und auf sie einschlagen. Als die Beamten eintrafen, waren die beiden Angreifer bereits geflüchtet. Fünf der sechs anwesenden Personen (25/m, 39/m, 33/w,49/w, 59/w; alle deutsche Staatsangehörige) wurden bei der Attacke leicht verletzt, benötigten aber keine medizinische Behandlung. Zudem wurde aus einem Rucksack eine Musikbox entwendet.

Der Mann, der gemeinsam mit dem 19-Jährigen in den Park gekommen war, konnte im näheren Umfeld durch die Beamten gestellt werden. Dabei handelte es sich um einen 46-Jährigen mit libanesischer Staatsbürgerschaft. Der 19-Jährige wurde zunächst nicht festgestellt.

Gegen 22 Uhr meldete ein Mitarbeiter einer Gastwirtschaft in der Nähe des Parks, dass ein Unbekannter mit seiner Faust die Scheibe des Lokals eingeschlagen (Sachschaden: ca. 200 Euro) habe und geflüchtet sei. Eingesetzte Kräfte konnten den Beschriebenen in unmittelbarer Tatortnähe mit einer Handverletzung feststellen. Dabei handelte es sich um den bekannten 19-jährigen iranischen Staatsangehörigen, der zuvor im Park auffällig geworden war. Er wurde zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Gegen ihn wurden letztlich Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung gefertigt.

Wiesbaden: Montagabend wurde ein 21-jähriger Mann auf dem Bahnhofsplatz von zwei unbekannten Tätern niedergeschlagen. Die beiden späteren Angreifer sollen um kurz vor 21.00 Uhr auf dem Platz vor einer Spielhalle zunächst drei Frauen beleidigt haben. Als der Geschädigte daraufhin versucht habe, die Situation zu schlichten, sei er von dem Duo direkt angegriffen und zu Boden geschlagen worden. Anschließend sollen die Täter dann auch noch auf ihr Opfer eingetreten haben. Der 21-Jährige wurde bei dem Angriff leicht verletzt. Einer der beiden Angreifer soll ca. 1,75- 1,80 Meter groß gewesen sein und kleingelockte, schwarze Haare gehabt haben. Der Zweite sei etwa 1,70- 1,75 Meter groß und habe ein südländisches Erscheinungsbild.

Hofheim: Ein 30-jähriger Taxifahrer ist in der Nacht zum Samstag in Ruppertshain von einem unbekannten Mann mit Pfefferspray angegriffen worden. Der Geschädigte hatte zuvor drei Personen transportiert mit denen es zu Meinungsverschiedenheiten kam. Beim Aussteigen sprühte einer der Fahrgäste dem Geschädigten das Reizgas ins Gesicht und flüchtete. Der Täter wurde als ca. 1,70 Meter groß, mit schwarzen Haaren, bekleidet mit einem weißen T-Shirt sowie einer schwarzen Hose und südländischem Aussehen beschrieben. Einer seiner Begleiter habe eine schwarze Hautfarbe.

Parchim: Nach einer tätlichen Auseinandersetzung in Parchim hat die Polizei am Montagabend einen 30-jährigen Mann vorläufig festgenommen. Der aus Eritrea stammende Mann soll drei andere Männer auf dem Parchimer Westring zunächst mit einem Küchenmesser bedroht und dann mit Fäusten auf die Opfer eingeschlagen haben. Dabei erlitten zwei deutsche Personen leichte Verletzungen. Die Polizei nahm dem aufgebrachten Angreifer das Messer ab und legte ihm Handfesseln an. Wie sich herausstellte, standen alle am Vorfall beteiligten Personen unter Alkoholeinfluss. Die Hintergründe zu diesem Vorfall sind derzeit noch unklar und sollen jetzt durch die Kriminalpolizei aufgeklärt werden. Gegen den 30-Jährigen ist Anzeige wegen Bedrohung und Körperverletzung erstattet worden.

Mühlhausen: In der Nacht zum Samstag, 20. Juni, kam es in Mühlhausen zu einem Messerangriff, bei der zwei Brüder im Alter von 30 und 36 Jahren schwer verletzt worden sind. (OTS Pressemeldung vom 20. Juni, 20.25 Uhr) Die Polizei in Mühlhausen nahm am Montagabend, nach einem Hinweis, in einem Einkaufsmarkt in der Thomas-Müntzer-Straße, einen 23-jährigen Mann vorläufig fest. Der aus Afghanistan stammende Mann schweigt zur Tat. Er wurde am Mittwoch einem Haftrichter in Mühlhausen vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl. Der 23-Jährige wurde in eine Haftanstalt gebracht. Die Ermittlungen dauern weiter an.

Stuttgart: Die Polizei sucht Zeugen zu einer Auseinandersetzung am Samstagabend (20.06.2020), bei der ein 16-Jähriger schwer verletzt wurde. Rund 70 Jugendliche waren gegen 21.30 Uhr im Höhenpark Killesberg unterwegs, als es zu einer Auseinandersetzung mit einer anderen etwa 20-köpfigen Gruppierung kam. In der Folge wurde ein 16 Jahre alter Jugendlicher mit einem Messer verletzt. Vor Eintreffen der alarmierten Polizeibeamten flüchtete die Gruppe unerkannt. Intensive Fahndungsmaßnahmen, bei denen auch der öffentliche Personennahverkehr kontrolliert wurde, führten nicht zum Auffinden des Täters. Der Rettungsdienst brachte den verletzten Jugendlichen zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus. Zeugen beschrieben den Täter als etwa 180 Zentimeter groß, zirka 16 bis 17 Jahre alt und mit einem arabischen Erscheinungsbild.

Rüsselsheim: Nach einer Auseinandersetzung mit zwei Verletzten in Rüsselsheim hat sich der mutmaßliche Messerstecher am Sonntagabend der Polizei gestellt. Der 25 Jahre alte Mann kam wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Untersuchungshaft, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Darmstadt mitteilten. Von einem möglichen Komplizen fehlte weiterhin jede Spur. „Die Fahndung läuft auf Hochtouren“, sagte ein Polizeisprecher. Der 25-Jährige Syrer soll am Freitagabend in der Innenstadt von Rüsselsheim (Kreis Groß-Gerau) einen 20 Jahre alten Mann schwer und eine 25 Jahre alte Frau durch Messerstiche leicht verletzt haben. Vorangegangen war eine Auseinandersetzung auf offener Straße, an der nach ersten Erkenntnissen vier Menschen beteiligt gewesen sein sollen.

Kaiserslautern  : Vier Männer und eine Frau im Alter von 19 bis 23 Jahren wollten kurz nach 00.30 Uhr die Fußgängerbrücke über die Ludwigstraße in Richtung Benzinoring überqueren, als sie auf eine Gruppe Jugendlicher aufmerksam wurden. Die Jugendlichen prügelten sich. Als sich die jungen Erwachsenen den Jugendlichen näherten wurden sie ohne erkennbaren Grund aus der Gruppe heraus angegriffen. Die Frau und drei ihrer Begleiter wurden dabei leicht verletzt. Sie wurden vom Rettungsdienst versorgt, die Frau und zwei Männer kamen vorsorglich ins Krankenhaus. Die Jugendlichen flüchteten in Richtung der Berufsschule. Dabei handelte es sich um etwa acht bis zehn Personen. Zeugen gaben an, dass es sich möglicherweise um türkischstämmige Personen handeln könnte. Der mutmaßliche Haupttäter soll mit einem roten T-Shirt bekleidet gewesen sein.

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