„Rassismus-Opfer“ gegen „alten weißen Mann“: Hamilton beleidigt Ecclestone

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Ein Bild aus harmonischeren Tagen, als BLM noch fern war: "Rassist" trifft "Antirassist" (Foto:Imago/HochZwei)

Eine Viertelmilliarde Euro brachte Lewis Hamilton die angeblich „rassistische“, „von Weißen dominierte“ Formel-1 ein. Keine 24 Stunden waren seit Bernie Ecclestones Äußerungen zur aktuellen „Rassismus-Debatte“ vergangen, da ging er dagegen auf die Barrikaden. Dabei dient Hamilton als lebender Beweis dafür, dass es strukturellen Rassismus heutzutage auch im Rennsport eben gerade nicht gibt. Zur Verzückung journalistischer Aktivisten darf sich der 90-jährige Selfmademilliardär von einem 35-jährigen Rennfahrer sagen lassen, er sei „ignorant und ungebildet“.

Und dies alles nur, weil Ecclestone versucht hatte, unbeleckt von Political Correctness und Tugendwahn etwas Sachlichkeit und Nüchternheit in die Debatte zu bringen. Für Empörung sorgte insbesondere seine Aussage, schwarze Menschen seien „in vielen Fällen rassistischer als weiße Menschen“. Angesichts der staatlichen Diskriminierung Weißer in Südafrika und auch immer wieder auftretender regelrechter Pogrome in Simbabwe oder Botswana, aber vor allem auch mit Blick auf die nicht an, sondern durch Schwarze verübte Gewalt in den USA eine zumindest diskussionswürdige These, die letztlich den Blick darauf lenken soll, dass Rassismus jedenfalls keine Frage der Hautfarbe ist.

Der „Spiegel“ freilich sieht das ganz anders und feiert Hamilton für seinen neu erwachten Rassenaktivismus ab: „Die ‚Black Lives Matter‘-Bewegung erobert die Welt im Sturm!“ Und jetzt, vor dem dem Formel-1-Saisonstart in Spielberg am 5. Juli, mache sich besonders Lewis Hamilton „für das Thema stark“. Dann fasst das Blatt die die Märtyrergeschichte nochmals griffig zusammen: „Seit dem gewaltsamen Tod von George Floyd, ein dunkelhäutiger US-Bürger, der durch den Gewalteinsatz eines weißen Polizisten ums Leben kam, protestieren rund um den Globus Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt.“ Ein Nachrichtenmagazin, wie es Der Spiegel früher einmal war, hätte vielleicht noch erwähnt, dass der „dunkelhäutige US-Bürger“ ein Schwerkrimineller war, der nicht bei einem „Gewalteinsatz“, sondern einem Polizeieinsatz (!) ums Leben kam – den er übrigens selbst verursacht hatte, als er vollgepumpt mit Drogen Falschgeld loswerden wollte, und sich mit Gewalt der Verhaftung widersetzte. Die Hautfarbe war hierbei völlig nebensächlich, doch das interessiert keinen mehr.

Rassismus ist keine Farbe der Hautfarbe

Ecclestone, den Hamilton nicht zum ersten Mal attackierte, hatte tatsächlich mit seiner Aussage den Nagel auf den Kopf getroffen, dass man gegen JEDE Ungerechtigkeit gegen welche Hautfarbe auch immer „gleich vom Start weg vorgehen“ müsse. Tatsächlich aber läuft der Rassismusdiskurs derzeit in brachialer Schlichtheit ab – mit blinder Solidarisierung und Anteilnahme für Schwarze, die alleine aufgrund ihrer Hautfarbe glorifiziert und mit Demutsgesten bedacht werden, während umgekehrt ein Bildersturm einsetzt auf alles, was im strengen Licht des heutigen Zeitgeistes nicht „antirassistisch“ genug daherkommt. Ecclestone hatte daher betont: „Es ist dumm, diese Statuen abzureißen. Sie sollten sie stehen lassen. Nehmt die Kinder um sie sich anzusehen und erklärt, was diese Leute gemacht haben und wie falsch es war was sie gemacht haben.“

Solche Äußerungen gelten heute dann bereits ihrerseits als rassistisch – und Multimillionär Lewis Hamilton beteiligt sich leidenschaftlich an dieser grundfalschen Umdeutung des Rassismus-Begriffes. Der meint nämlich eigentlich Verhältnisse, in denen es zum Beispiel einem Farbigen wie Hamilton gar nicht möglich gewesen wäre, Karriere zu machen. 20 Jahre lang hat sich Hamilton nie über die angeblich „rassistische“ Stimmung seiner Branche beklagt, doch jetzt – unter dem Eindruck der gesteuerten George-Floyd-Proteste, entdeckt er plötzlich das Opfer in sich. So wie heute, auch in Deutschland, plötzlich nichtweiße Personen, die hier seit Jahrzehnten friedlich und voll akzeptiert leben, in einer weltoffenen Gesellschaft bei voller staatlich garantierter Chancen- und Rechtsgleichheit, plötzlich von alltäglichen „rassistischen“ Erfahrungen berichten und – durch das propagandistisch vergiftete Meinungsklima aufgewiegelt – als im Prinzip Dauertraumatisierte die Opferrolle einnehmen.

Was sie eigentlich meinen, und was wohl auch zutrifft: Natürlich wurden und werden sie in ihrem Leben immer wieder auf die eine oder andere Weise auch auf ihre Hautfarbe angesprochen. Dies mag in den meisten Fällen völlig wertfrei und freundlich erfolgt sein, etwa durch die Frage nach der Herkunft, in anderen Fällen vielleicht auch durch einen grenzwertigen Humor und Wortspielereien. Beides ist allerdings noch lange kein „Rassismus“  und keine Herabwürdigung. Echter Rassismus wie in der US-Politik des separate-but-equal vor den 1960ern, oder in der Apartheidpolitik, ist etwas völlig anderes – doch weil dieser zum Glück überwunden ist, muss eben heute ein Phantom-Rassismus her, der künstliche angebliche Ressentiments konstruiert und überall unterstellt. (DM)

 

 

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