White lives don’t matter: England im Rausch des Rassenwahns

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Zeichen setzen statt Hirn einschalten: Demutsgesten wegen eines "Rassismus", der kein war und keiner ist (Screenshot:Youtube)

Man mag glauben, wirrer und durchgeknallter als hierzulande könnte die „Black Lives Matter“-Debatte überhaupt nicht laufen, wo die Geistererscheinung eines angeblichen Alltagsrassismus in Polizei und Gesellschaft Schlagzeilen und Talkshows beherrscht, während reale Phänomene wie plündernde und marodierende Migrantenmobs totgeschwiegen und verniedlicht werden. Doch ein Blick nach England zeigt, was auch uns noch blüht.

Dass nicht nur Denkmäler gestürzt und steinerne Zeitzeugen gekillt werden, sondern auch lebende Personen der Vernichtung anheimfallen dürfen, die das Falsche denken und sagen: Auf der Insel wirft diese verhängnisvolle Entwicklung bereits ihre Schatten voraus. Was den Hintermänner der „White-Lives-Matter“-Aktion von Anfang der Woche nun widerfährt, unterscheidet sich in nichts von den Entrechtungs- und Anfeindungsmechanismen, mit denen Volksfeinde, rassisch Wertlose oder sonstige Feinde der herrschenden Mehrheitsmoral in der Geschichte eliminiert wurden. Doch der Reihe nach.

Eher am Rande wurde auch hierzulande die „rassistische“ Aktion beim 5:0-Kantersieg von Manchester United über den FC Burnley wahrgenommen, bei der ein Flugzeug mit dem angeblich „beleidigenden“ Spruchbanner „White Lives Matter Burnley“ über das Etihad Stadium geflogen war. Eine gezielte Provokation, das ja – doch an der trivialen Aussage ist nichts, aber auch gar nicht zu beanstanden, dass Weiße dasselbe Lebensrecht haben wie Schwarze und deshalb dieselbe Parole auch auf sie Gültigkeit haben darf, die derzeit zum Slogan einer wohlfeil-moralinsauren globalen Protestkultur gemacht wird.

Doch Zeitgeist und öffentliche Meinung sind bereits weit über das Stadium hinaus, in dem noch klarer Verstand, nüchternes Nachdenken und rationales Einordnen von Worten und Taten möglich wären. Die getriggerte Empörung folgte auf dem Fuß: Zum einen durch die angeblich „spontane“ Reaktion der Mannschaften auf dem Platz (die sich wie zuvor einstudiert synchron in George-Floyd-Gedenkpose per Demutsgeste niederknieten, zum anderen durch die wie vorbereitet wirkenden Statements der Vereine (auch Liverpool-Trainer Jürgen Klopp durfte sein Sprüchlein zum „Rassismus-Skandal“ aufsagen).

ZDF beim Faken ertappt

In Deutschland übernahm vor allem das ZDF die Aufgabe, der Story den richtigen Drall zu geben – bewusste Falschübersetzungen und „framende“ Gewichtung inklusive. In „heute“ hieß es: „Zunächst sorgte eine offensichtlich rassistisch motivierte Aktion für Entsetzen. Ein Flugzeug kreist über dem Stadion. Nur das Leben Weißer zähle, so die Botschaft.“ Nur das Leben Weißer – wo stand das auf dem Banner? Auf zahllose Vorwürfe in den sozialen Medien hin änderte das ZDF sang- und klanglos die Tonspur aus dem Beitrag (der in der Mediathek gleichwohl weiter zu sehen ist) und entfernte das – allerdings hier entscheidende – Wort „nur“.

Die Aufregung über das Hinzugedachtes, auf Basis voreingenommener Mutmaßungen weitergesponnener Märchen begleitet den Kulturkampf zwischen Licht und Dunkel, zwischen Gutmenschen und Populisten, zwischen Antifaschisten und Faschisten und neuerdings zwischen Antirassisten und Rassisten schon immer. So war es bei der Schießbefehl-Debatte zur Grenzsicherung bei Beatrix von Storch, bei dem Wirbel um Gaulands Boateng-Aussage und jetzt beim angeblichen „Racial Profiling“ der Ermittlungsbehörden zum Nachteil Schwarzer: Nicht was wirklich gesagt und getan wird, sondern wie es interpretiert wird ist entscheidend.

Und so ist es dann eben „rassistisch“ sein, wenn dieselbe Parole auf Weiße angewendet wird, die derzeit in weltweiter Hysterie mantraartig beschworen wird, milliardenfach in den Sozialen Netzen als Virtue-Signal verhashtagt: „Black Lives Matter!“ Denn Weiße meinen es eben anders, trotz identischer Semantik. Wolfgang Hübner schrieb dazu gestern: „Nun wissen wir aus vielen Beispielen, wie wenig sich Linke und sogenannte ‚Progressive‘ um Logik kümmern, wenn diese ihren politischen Absichten widerspricht… Doch sowohl weiße wie schwarze Gesunde sollten sich nicht beirren lassen: Für wirkliche Antirassisten zählt schwarzes wie weißes Leben. Nichts anderes hat das Banner hinter dem Flugzeug zum Ausdruck gebracht! Wir werden das Bild von der fliegenden Bekundung einer Selbstverständlichkeit, die keine mehr sein soll, in Zeiten der Umvolkung noch oft sehen und zitieren. Die Initiatoren der notwendigen Aktion über Manchester dürfen deshalb stolz auf diese sein.“

Sippenhaft ist wieder en vogue

Wirklich schlimm jedoch ist – und dies ist auch die uns in Deutschland bevorstehende nächste Eskalationsstufe der „antirassistischen“ Gegenreaktion, was den Hintermännern der Aktion aus dem Umfeld von Fans des FC Burnley widerfuhr: Jake Hepple, der gemeinsam mit 60 anderen Fans das Flugzeug für 600 Pfund gechartert hatte und sich als Initiator der Aktion bekannte, wurde umgehend gefeuert: Sein Arbeitgeber, der Luft- und Raumfahrthersteller „Paradigm Precision“ aus Burnley, distanzierte sich von der Aktion und erklärte: „Paradigm Precision duldet oder toleriert Rassismus in keiner Weise und setzt sich voll und ganz für Vielfalt und Inklusion ein“.

Damit nicht genug: In England ist inzwischen auch die Sippenhaft zurückgekehrt. Hepples Freundin Megan Rambadt, die mit der Aktion überhaupt nichts zu tun hatte, verlor wegen der „Affäre“ ebenfalls ihren Job: Ein rasender BLM-Mob verbreitete auf Twitter die Adresse ihres Arbeitgebers, der Solace Foot Health and Reflexology, und setzte das Unternehmen unter Druck – unter anderem mit Verweis auf angeblich ebenfalls „rassistische“ Social-Media-Accounts Rambadts. Die bestanden dann etwa im Posten von Videos, die Plünderungen durch Schwarze in US-Städten zeigten, und in der Frage, wieso das Leben Schwarzer, die durch die Unruhen ums Leben kamen, weniger zähle das das von George Floyd.

Daraufhin wollte Solace Foot Health and Reflexology Rambadt zur Teilnahme an einem „Intensive Racial Sensitivity training“ zwingen – einer Art Anti-Aggressionstherapie für „Rassisten“. Rambadt weigerte sich, trotz der „Großzügigkeit“ des Unternehmens, die Kosten dafür zu tragen, auf diese diskriminierende und beleidigende Forderung einzugehen – woraufhin das Arbeitsverhältnis aufgelöst wurde.

Es ist ein Gesinnungstotalitarismus mit fataler Signalwirkung: Inzwischen muss auch der mit Zerstörung seiner bürgerlichen Existenz rechnen, der der Gesellschaft einen Spiegel vorhält und sich an einer gesellschaftlichen Debatte beteiligt, indem er objektive Tatsachen benennt: Weiße Leben zählen. Schwarze Leben zählen. Alle Leben zählen. Doch nur die Tugendwächter wissen natürlich, wie es jeweils gemeint ist, wenn Schwarze und Weiße dieselbe Parole gebrauchen. (DM)

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