Pirinciis Pegida-Rede versus taz-Kolumne: Die Linken definieren, was Satire und was Volksverhetzung ist

0
Foto: Collage

Mit seinem grotesk überspitzten Auftritt auf der Dresdner Pegida-Jahrestagskundgebung Mitte Oktober 2015 sorgte Akif Pirincii für einen Aufschrei in der linken Presse und zog sich den Zorn der Gerechten im Land zu. In puncto unterirdischem Niveau und verbaler Grenzüberschreitung steht die taz-Hetzkolumne von Hengameh Yaghoobifarah von vergangener Woche Pirinciis Skandalrede allerdings in nichts nach – doch die Reaktionen fallen verblüffend unterschiedlich aus.

Obwohl Pirinciis Rede so offensichtlich überzeichnet und auf Provokation angelegt war, dass sie schon während des Vortrags niemand ernst nahm, leitete die Staatsanwaltschaft Dresden unmittelbar ein Verfahren wegen Volksverhetzung ein – das dann im September 2017 auch in einer Verurteilung zu 90 Tagessätzen inklusive Vorstrafe gipfelte. Dass es sich um Satire handelte, wollte hier niemand gelten lassen.

Ausgerechnet die „taz“ feierte mit wollüstiger Genugtuung Pirinciis Aburteilung und schrieb auf das schließlich rechtskräftige Urteil hin:

(Screenshot:Netzfund)

Besonders dass Pirincii in der Rede Muslime auf die Müllhalde gewünscht hatte, wurde ihm als Volksverletzung angekreidet. Nanu? Hatte nicht besagte Yaghoobifarah in eben der „taz“ gerade dasselbe von Polizisten geschrieben? Diesmal allerdings gab es keine strafrechtlichen Schritte – im Gegenteil; Innenminister und Ober-Umfaller Horst Seehofer machte auf den jüngsten Merkel-Ukas hin einen seiner berühmten Rückzieher – und verzichtete auf das Stellen einer Strafanzeige. Übrigens sehr zur Genugtuung des noch vor gar nicht allzu langer Zeit als konservative CDU-Hoffnung gehandelten Vorsitzkandidaten Friedrich Merz, der dazu ernstlich lobend twitterte:

Abgesehen davon, dass im weichgespülten Medienbetrieb mit seiner linkstendenziösen veröffentlichten Meinungsschiene hier gar nichts „zurückfällt“ und Selbstreflektion ebenso wie kritische Distanzierung von Journalisten nicht zu erwarten sind, wenn sich sogar der Deutsche Journalistenverband gegen eine auch staatsanwaltschaftliche Prüfung einer möglichen strafrechtlichen Relevanz der Aussage verwahrt, dass Polizisten auf die Deponie gehören: Wieso ist es normal und angemessen, dass gegen einen Schmutzfink der rechtspopulistischen Paria-Szene (zu Recht) ermittelt wird, gegen eine linksradikale Hass-Autorin aber nicht, die sich dreist auf „Satire“ beruft?

Der Publizist Michael Klonovsky schrieb dazu gestern treffend: „Moslems auf Müllhalden sind Hetze, Polizisten auf Müllhalden sind Satire. Was aber ist mit Polizisten, die Moslems sind? Oder hat es damit zu tun, dass der Linke immer nur einen Witz macht, während der Rechte per se hetzt?“. Es trifft den Nagel auf den Punkt.

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram