Grauhaarige Minderjährige, jordanische Syrer: Details entlarven die „Erfolgsstory Integration“ als Fake

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Details entlarven die "Erfolgsstory Integration" als Fake; Foto: © jouwatch

Wie auf Kommando ploppen in den Lokalzeitungen der Republik immer dann Erfolgsstorys zur Zuwanderung und zur gelungenen „Integration von Flüchtlingen“ auf, wenn es mal wieder gilt, drohenden Verschiebungen im Stimmungsbild der Bevölkerung aufgrund verstörender Vorkommnisse entgegenzuwirken oder – noch besser – vorzugreifen. Gerade jetzt, nach dem Stuttgarter Party-Event vom Wochenende, ist der Bedarf nach Wohlfühl-News hoch: Um jeden Preis soll das Image der Neubürger aufpoliert werden.

Und weil aktuell wohl gerade keine brauchbaren Berichte über Geldbörsenfunde durch ehrliche syrische Finder verfügbar sind, müssen die aktuell anstehenden Abitur- und Ausbildungszeugnisse und andere Herkulesleistungen der „neu Hinzugekommenen“ herhalten. Nach dem Motto: Für 10 prügelnde Allahu-Akbar-Migranten nennen wir die 100 erfolgreich Integrierten.

Sawsan Chebli ließ es sich wie auch Familienministerin Franziska Giffey nicht nehmen, begierig auf Twitter einen Bericht von „rbb-online“ zu teilen, in dem die überwältigend positiven Erfolgsgeschichten von vor fünf Jahren als Flüchtlingen nach Deutschland gekommenen Abiturienten gepriesen wurden. Wie auf Stichwort antwortete Chebli darunter ihr SPD-Parteifreund Martin Schulz (der sich auf Twitter tatsächlich „Martini Schulz“ nennt), und ordnete die Bilder in SPD-typischer Gutmenschenmanier gleich weltbildkonform korrekt ein:

(Screenshot:Twitter)

Mit welchen Manipulationen und Lügen in Wahrheit allerdings inzwischen getrickst wird, um der Bevölkerung ein X für ein U vorzumachen, das stellte diese Woche die „Walsroder Zeitung“ unter Beweis. Das Lokalblatt druckte ein Foto von drei angeblich syrischen und afghanischen Flüchtlingen ab, jetzt ihren Gesellenbrief als Elektroniker machten – eine „Erfolgsgeschichte mit hohen Hürden.“ Denn 2015 wären sie „zu Fuß in den Heidekreis gekommen“ – und zwar als „Unbegleitete Minderjährige Ausländer“ (UMA). Dies würde bedeuten, dass sie damals maximal 14 Jahre alt gewesen wären.

So durchaus lobens- und anerkennenswert die bestandene Gesellenprüfung auch unbestreitbar ist: Was immer die drei Prüflinge entweder der Lokalpresse, ihren Ausbildern oder vermutlich bereits dem Bundesamt für Migration erzählt haben, es kann kaum die Wahrheit gewesen sein. Und die Mühe, Details zu überprüfen, macht sich anscheinend auch kein Journalist mehr, wenn ihm vor lauter Rührseligkeit das Herz übergeht.

Screenshot des fraglichen Bildes zum Artikel in der „Walsroder Zeitung“

Da keiner der drei, da es sich ja um UMAs handelte, älter als 19 Jahre sein kann, machen neben dem allgemein deutlich älteren Aussehen der Männer vor allem die grauen Haare des rechts im Bild zu sehenden Sabawoon Alami stutzig, ebenso wie die Geheimratsecken von Jawad Dakhllala in der Bildmitte (siehe Foto oben). Aber gut, das könnte auch ein Barbershop des Vertrauens hinbekommen. Doch es ist vor allem der links abgebildete Saad Alali Alabdullah, der sich auf seinem Facebook-Profil nicht einmal die Mühe macht, die mutmaßlich gefälschten Angaben seines Flüchtlingsdaseins zu berücksichtigen: Hier stammt er seinen eigenen Angaben zufolge aus Amman – der Hauptstadt Jordaniens, wo bekanntlich keinerlei Bürgerkrieg herrscht:

(Screenshot:Facebook)

Interessant ist ebenfalls, dass Alabdullah dort angibt, Facebook im August 2009 beigetreten zu sein. Wenn er sechs Jahre, bei seiner Einreise 2015, als UMA registriert wurde, hätte er also mit 8 Jahren seinen Account eröffnet – eine stramme Leistung; wahrlich ein Frühentwickler. All diese Ungereimtheiten interessiert die Lokalredaktion der „Walsroder Zeitung“ natürlich nicht: Sie zitiert lieber ein „syrisches Sprichwort“ („Nichts ist unmöglich unter der Sonne“), das dem offenkundigen Jordanier Alabdullah Mut gemacht habe. Weil sie einen Gesellenbrief gemacht haben und damit das Idealbild der Bereicherungsmigranten erfüllen, muss jeder Spielverderber ein Hetzer sein, der einige kritische Fragen stellt.

Dieser Fall ist geradezu typisch – für viele fabrizierte Biographien von als „Kinder“ und „Minderjährige“ Hergeholte aus angeblichen Krisenländern ebenso wie für Journalisten, die als Überzeugungstäter eine Propaganda zur Gehirnwäsche eines längst lull und lall gemachten Volkes beitragen. Nicht nur, dass keiner mehr hinterfragt, wieso eigentlich „Flüchtlinge“ (denen per definitionem eigentlich maximal subsidiärer Schutz für die Dauer der Fluchtursache in Heimatland zusteht) bei uns ebenso zu „integrieren“ sind wie dauerhaft bleibende Einwanderer, obwohl sie doch eigentlich wieder baldmöglichst in ihrem Heimatland gebraucht werden; nicht nur, dass inzwischen das Asylrecht durch einen grotesken Entscheidungsstau über Asylverfahren und notorische Vereitelung überfälliger Abschiebungen ausgehöhlt und veralbert wird: Die Deutschen lassen sich auch nach Strich und Faden verarschen – leider gibt es dafür kein anderes Wort mehr -, was die Identität und Hintergründe derjenigen betrifft, die sie mit offenen Armen aufnehmen. (DM)

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