Ach was! „Mit dem Schlagwort Islamophobie soll jede Kritik unterbunden werden“

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Erdogan- und Islamfunktionär Farid Hafez (Bild: Bundeszentrale für politische Bildung für bpb.de)

Eigentlich ein Witz per se: Der „Europäische Islamophobie-Report“, skandalöserweise bis letztes Jahr noch von der EU finanziert, geführt durch einen Israel hassenden Erdogan-Mann, der auch bei der „Bundeszentrale für politische Bildung“- bspw. Werbung für den Islam machen darf, bejammert seit Jahren die „Islamophobie“ in Europa. Der türkische Stiftung wird nun einmal mehr vorgeworfen, in ihrem „Jahresbericht“ Kritiker mit dem Schlagwort „Islamophobie“ mundtot machen zu wollen. 

Jedes Jahr listet der „Europäische Islamophobie-Report“ Taten auf, die Muslime in der europäischen Mehrheitsgesellschaft erleiden müssen. Dieses Jahr werden Vorfälle beklagt wie eine per Post zugesandte Hassparole an einen türkischen Sportverein, eine Attacke einer Frau in Berlin auf ein zwölfjähriges bekopftuchtes Mädchen und die eines Mannes in Lünen, der eine Kopftuch tragende Frau in einem Supermarkt anging. Oder aber der „skandalöse“ Vorgang, dass die CSU im bayerischen Wallerstein die Bürgermeisterbewerbung eines Muslims nicht unterstützen wollten. Auch etwa Gesetze gegen islamistische Symbole werden in dem Bericht kritisiert, berichtet die Welt, die in das islamische Wehklagen mit einstimmt und einmal mehr einen angeblich strukturierten Rassismus gegen Muslime in Deutschland anprangert. Wörtlich heißt es hierzu in der „Welt“: „Es sind nur wenige Beispiele von vielen aus dem vergangenen Jahr, die zeigen, dass Deutschland ein Problem mit einem spezifisch gegen Muslime gerichteten Rassismus hat“.

Nicht in Ordnung findete es die Zeitung, dass im „Europäische Islamophobie-Report“ wieder einmal Kritiker des „politischen Islams“ – wohlwissend, dass einen „unpolitischen Islam“ nicht existent ist – als „islamophob“ bezeichnet werden. Die Zuschreibung „islamophob“ – ein Begriff, der eine psychischen Störung, die sich in diffusen Ängsten äußert, bezeichnet -wird jedoch von „Qualitätsmedien“ wie der Welt seit Jahren an all jene adressiert, die es wagen, auf die Gefährlichkeit des Islam aufmerksam machen. Weniger alarmistisch zeigt sich die „Welt“, wenn es darum geht, grundlegend darüber zu informieren, wer hinter dem „Europäische Islamophobie-Report“ steckt.

Herausgeber sind die österreichischen Politikwissenschaftler Farid Hafez – „lehrt und forscht“ z.Zt. an der „Paris Lodron Universität Salzburg“ –  und Enes Bayrakli sowie die Stiftung für politische wirtschaftliche und gesellschaftliche Forschung (Seta) aus Ankara. Hafez hetzte mehrfach gegen Israel und bezeichnete es als „Apartheitsstaat“. Seine Stiftung ist unter anderem in Berlin und Brüssel tätig und hat enge Verbindungen zur türkischen Regierungspartei AKP. Gründer und langjähriger Direktor der Denkfabrik ist Ibrahim Kalin, der heutige Sprecher und Berater des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Ein früherer Seta-Vorsitzender, Ahmet Davutoglu, wurde später türkischer Außenminister, Ministerpräsident und AKP-Chef. Fahrettin Altun, Erdogans Kommunikationsdirektor, vertritt die Stiftung in Istanbul. Eine Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik zeigt weitere personelle Verflechtungen auf und bezeichnet Seta als „eng mit der Regierung verbunden“.

Noch im vergangenen Jahr finanzierte die EU den Verein mit ihrem Programm „Zivilgesellschaftlicher Dialog zwischen der EU und der Türkei“ (CSD-V) laut Homepage mit 126.951 Euro. Neben der Erstellung und Veröffentlichung des Berichts finanzierte die EU auch mehrere Panels und Workshops sowie eine Projektwebsite, Social-Media-Aktivitäten und Kurzfilme zum Projekt. Die „Bundeszentral für politische Bildung“- bpb – geleitet wird diese Bundesanstalt durch den SPD-Mann Thomas Krüger, der 2002 als Mitglied in einer Jury das linksextremistische Internet-Netzwerk Indymedia mit dem Poldi-Award auszeichnete, bewirbt ebenfalls den Israelhasser und Erdogan-Getreuen Hafez. Insofern wundert es nicht, dass Cemile Giousouf, gefeiert als erste muslimische CDU-Abgeordnete, die in den Bundestag gehievt wurde, nach dem Bekanntwerden ihrer „engen Kontakt“ zu „türkischen Nationalisten („Graue Wölfe“), Islamisten (Milli Görus) und Erdogan-Anhängern (UETD) in die Steuerungsgruppe „Zukunftsforum Islam“ der bpb verschoben wurde.

Bereits im vergangenen Jahr listete der „Islamophobie-Report“, bis dahin mitfinanziert von der EU, Namen von bloßen Kritikern und Reformern der Ideologie auf – darunter auch 143 ausländische Journalisten, die sich kritisch gegenüber Erdogan geäußert hatten – und warf ihnen – bislang immer höchst erfolgreich -„Islamfeindlichkeit“ vor. Darunter beispielsweise die Islamforscherin Susanne Schröter, der Psychologe Ahmad Mansour oder die österreichische Politikwissenschaftlerin und Autorin Nina Scholz, die sich für ein Kopftuchverbot an Grundschulen ausgesprochen hatte.

Es ist davon auszugehen, dass auch im nächsten Jahr, wenn der Erdogan-Mann einmal mehr seinen „Islamophobie-Report“ vorstellt, „Welt“ und Co. weite Teile dieses Pamphlets würdigen und in den Klagegesang über einen angeblichen „Rassismus gegen Muslime“ einstimmen werden.(SB)

 

 

 

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