Medien konstruieren „antimuslimischen Rassismusvorfall“ bei Edeka

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Foto: Collage

Hamburg – Weil der Lebenmittelgroßhändler Edeka es einer 16-jährigen Muslima nicht erlaubte, mit ihrem Kopftuch, der islamischen Kampfansage an die hiesige westliche Gesellschaft, als Aushilfskraft an der Kasse ihr Taschengeld aufzubessern, konstruieren Islam-Appeaser und Mainstreammedien daraus nun ein Fall von „antimuslimischem Rassismus“ der gröberen Sorte. Der „Verein Säkularer Islam Hamburg e.V.“ nimmt mit klaren Worten dagegen Stellung.

„Rassismus-Vorfall bei Edeka“, titelt die Mopo und berichtet entrüstet, welches Martyrium die 16-jährige Muslima Miriam beim Lebensmitteldiscounter Edeka in Hamburg durchleben musste. Denn: der Schülerin wurde eine Aushilfsstelle an der Kasse verwehrt, da sie sich weigerte, bei dieser Tätigkeit ihr islamisches Kopftuch abzulegen.

Mit zwei weiteren Freundinnen sei sich mit ihren Bewerbungsunterlagen Mitte Juni bei Edeka zum Probearbeiten vorstellig geworden. Nach einer knappen Stunde dann aber wurde der Geschäftsführer auf das „Kopftuchmädchen“ aufmerksam. Dieser habe sie und ihre Freundinnen mit den Worten begrüßt: „Wer seid ihr denn?“ und zeigte mit seinem Finger auf Miriams Kopftuch und fügte hinzu, „entweder setzt Du dein Kopftuch ab, oder du kannst hier nicht arbeiten“. Dieser Forderung kam Miriam nicht nach. Als die drei Freundinnen sich Hilfe vom Personalmanager erhofften, schaute er Miriam an und sagte: „Ich sehe das Problem.“ Verzweifelt und fassungslos verließ die arme Muslima samt tottraurigen Freundinnen den Supermarkt.

Nun aber hat sich die tapfere Miriam vorgenommen, ihre „Fresse“ nicht mehr zu halten, für ihre „Rechte“ zu kämpfen und zu erzählen, was für eine schrecklich antimuslimische Rassismuserfahrung Erfahrung sie durchlebt hat:

Nach der perfekten Skandalierung der Nichtbeschäftigung der bekopftuchten Schülerin nimmt der Verein „Säkularer Islam Hamburg e.V. (VSI HH e.V.)“ in einer Presseerklärung Stellung zum jüngsten „Rassismus-Vorfall“:

„Die Zurückweisung eines islamischen Kopftuchs durch einen – möglicherweise in seiner Kommunikation mit der jungen Frau nicht sensibel agierenden – EDEKA-Filialleiter hat ohne weitere Prüfung des Falles nur sehr bedingt, wenn überhaupt, etwas mit „Rassismus“ zu tun“, heißt es einleitend.
„Antimuslimischer Rassismus“ sei ein leichtfertig übernommener Kampfbegriff des Islamismus und der mit ihm verbündeten politischen Kräfte, ähnlich wie auch der Begriff „Islamophobie“, bemerkt der Verein unmissverständlich.

Ob das durch die Medien, etwa in der Hamburger Morgenpost bediente Haupt-Narrativ des „Rassismus“ in diesem Fall tatsächlich auf den beteiligten EDEKA-Filialleiter zutrifft, müsse ohne Kenntnis der Person und seiner diesbezüglichen Einstellungen zum jetzigen Zeitpunkt völlig offen bleiben. „Der Vorwurf scheint uns hier, im gerade aktuellen Kontext, von interessierter Seite – einschließlich leider der Medien – vielmehr zur billigen Erregungssteigerung ungeprüft mitbedient werden zu wollen“, so der VSI HH, der grundsätzlich die Meinung vertritt:

„Das Kopftuch besitzt neben seiner subjektiven, individuell-religiösen Bedeutung für einzelne Musliminnen auch eine objektiv-uniformierende, betont antiwestliche, weil die Unterwerfung unter die Gesetze der Scharia unterstreichende Symbolwirkung nach außen; diese überindividuelle Aussage der Abgrenzung können und dürfen wir nicht ignorieren. Genau diese wird in unserer Gesellschaft aber besonders stark wahrgenommen und kritisiert, nicht zuletzt im Wissen darum, dass in vielen islamischen Ländern jeder, auch jeder nicht-muslimischen Frau das Kopftuch zu tragen zwingend vorgeschrieben ist; der freiwillige, selbstbestimmte Verzicht auf das Tuch zieht bekanntlich in diesen Ländern drakonischste Strafen nach sich.
Deswegen stellen wir fest:
Das Kopftuch ist kein harmloses „Stück Stoff“, sondern ein objektives Symbol für eine der Scharia verpflichteten anti-säkulare Islamauffassung, die damit zugleich „inkompatibel mit den fundamentalen Prinzipien in der Demokratie“ ist, wie der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte lt. Wikipedia mehrfach geurteilt hat.

EDEKA, aber auch Teile der Medien täten gut daran, sich erst einmal über die objektiv unterdrückerische und entmündigende Funktion des Kopftuchs sachkundig zu machen. Sie sollten den Vorfall nicht unter der falschen Kategorie „Rassismus“ abhandeln und sich nicht vorschnell einer falschen Motiv-Unterstellung hingeben.

Der Islam ist zudem keine „Rasse“, sondern eine Weltanschauung und daher, als Erbe der Aufklärung, wie jede Weltanschauung und Religion kritisierbar. Das Kopftuch abzulehnen hat nichts mit Rassismus, sondern mit negativer Religionsfreiheit zu tun. Denn das Kopftuch ist auch ein politisches Statement, weil es die säkulare Ordnung, die unserem Grundgesetz eigen ist, sichtbar zurückweist.

Das Kopftuch als Teil einer orthodoxen Scharia-Auffassung abzulehnen sollte in einem säkularen, vom Geist der Aufklärung geprägten demokratischen Gemeinwesen genauso wenig unter pauschalen Rassismusverdacht fallen wie den Islam oder andere Religionen und Weltanschauungen zu kritisieren. Der Rassismusvorwurf dient hier allein dazu, die höchtmögliche Empörungsstufe anzusteuern und die drängende Frage, ob ein Normierungskonzept mit universalem Geltungsanspruch wie die Scharia mit den grundgesetzlichen Werten und Prinzipien einer freiheitlichen Demokratie überhaupt kompatibel ist, jeder rationalen Diskussion und Bewertung zu entziehen.
Der Verein Säkularer Islam Hamburg e.V. bietet allen Beteiligten und Interessierten an, sich mit uns an dieser Diskussion zu beteiligen“.

Diesem Gesprächsangebot ist Edeka bereits zuvorgekommen und hat sich ebenso devot wie medienwirksam erklärt und entschuldigt. In einer Pressemitteilung heißt es : „Edeka selbst bedauere den Vorfall. „Wir bedauern den von dir geschilderten Vorfall sehr, denn Edeka steht für Vielfalt. Dies zeigt sich vor allem in unserer kulturellen Vielfalt“, erklärt Edeka auf ihrem Instagram-Account. Für Edeka zähle nicht die Herkunft, sondern die Kompetenz und das Engagement. So bietet Edeka Miriam einen neuen Termin zu einem Vorstellungsgespräch bei einem anderen Edeka in ihrer Umgebung“. (SB)

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