„Partyszene Stuttgart“: Spott und Hohn – Der Deutschkurs für Politik und Medien

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Hochanständig unter den Anständigen: Frau Katrin Göring-Eckardt (Grüne) - Foto: Imago

In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist in der Stuttgarter Innenstadt die Hölle losgewesen. Das war schlimm und kriminell. Aus dem ganzen Ländle wurden Polizeikräfte zusammengezogen, um der bürgerkriegsartigen Unruhen Herr zu werden. Ebenfalls schlimm sind zum großen Teil auch die Einlassungen von Politikern, Polizeisprechern und Redakteuren. Spricht noch jemand deutsch?

von Max Erdinger

Wer hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Stuttgart randaliert, die Polizei angegriffen, Schaufensterscheiben eingeworfen, geplündert und die Innenstadt verwüstet? Waren es Kriminelle? Gewissenlose Subjekte? Straftäter? – Ja, schon. Nur genannt wurden sie nicht so. Ausgerastet ist lediglich die „Partyszene“ im Rahmen ihrer „Eventkultur“. So konnte man es in den Zeitungen lesen. Das Lachen bleibt einem im Halse stecken.

Grundsätzlich

Es ist mit der Vandalisierung des öffentlichen Raumes so wie mit vielen anderen Dingen, die das Resultat ideologiegeleiteten, regierungsamtlichen Versagens sind. Ob Energiewende, Verkehrswende, Massenimmigration oder „Pandemie“: Nicht nur die Kosten, sondern auch die nichtmateriellen Folgen politischer Entscheidungen von immenser Tragweite sind derartig monströs, daß keiner der Verantwortlichen mehr zugeben kann, einem fundamentalen Irrtum erlegen zu sein. Deswegen ist auch keine Kurskorrektur mehr möglich. Die müsste nämlich gravierende personelle Konsequenzen in verantwortlichen Positionen mit einbeziehen. Da stünden auch strukturelle Systemänderungen ins Haus. Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland? – Von wegen. Einigkeit und Rechthaberei für das juste milieu! Unser Land wurde von diesem juste milieu gekapert, die Parteien haben sich den Staat zur Beute gemacht – und die sog. vierte Gewalt ist zur vierten Gewaltlosigkeit mutiert, zur Hofberichterstattung. „Schöner Denken!“ steht als Motto über allem. Um Verantwortung zu leugnen, flüchtet man sich in die Schönrednerei. Die wiederum nimmt inzwischen groteske Formen an. Deutschland wird zur euphemistischen Republik.

Der deutsche Wortschatz wäre ein guter, um die Verhältnisse unmißverständlich zu benennen. Leider ist es so, daß ein guter Wortschatz heutzutage leicht mit dem Zentrallager für üble Haßreden verwechselt wird. Wer will schon „Hundsfott“ genannt werden? Dabei ist es noch nicht einmal Haß, wenn man einem lieben Mitmenschen zum Zwecke seiner Läuterung mitteilt, daß man ihn für einen hält. Immerhin eröffnet man ihm dadurch die Möglichkeit zur Gegenrede. Er kann zum Beispiel darlegen, weshalb er der Ansicht ist, nicht er, sondern man selbst sei der „Hundsfott“. Dann erklärt man ihm geduldig seinen neuerlichen Irrtum und fügt zur Verstärkung des Arguments ein „elender“ vor „Hundsfott“ ein. Es gäbe außer „Hundsfott“ noch andere präzise Wörter, um jenes Ar … pardon … jenen Mitbürger zu titulieren, der einem wegen seines „sozialethisch fragwürdigen Charakters“ gewaltig auf den Keks geht. Und einen „sozialethisch fragwürdigen Charakter“ hatten wohl nicht nur solche „die Menschen“, die in Stuttgart marodierend und plündernd durch die Innenstadt gezogen sind, sondern auch solche, denen dazu Wörter wie „Partyszene“ und „Eventkultur“ einfallen.

Tja, warum fallen diesen Leuten solche Wörter ein? Weil sie die wahren Wörter nicht mehr verwenden dürfen! Das Politbüro und seine Medienbüttel wachen eifrig darüber, daß nicht durch zutreffende Wortwahl ein realistisches Bild in jene Köpfe kommt, unter denen man die Leute abholen muß, weil sie dort stehen. Inzwischen sind sie auf dem Stand, daß man ihnen ihre alte „Mohrenapotheke“ madig machen kann. „Krüppel“ darf auch keiner mehr sein, noch nicht mal dann, wenn er auch unbehindert ein „Hundsfott“ wäre, weil er z.B. ein Gasthaus für gutbürgerliche Küche unter den Namen „Zum afrikanischen Lüderitz“ eröffnen wollte. In Namibia. Oder im Prenzlauer Berg.

Dabei gehen bestimmte Wörter durchaus noch. „Pack“, „Gesindel“, „Abschaum“ sind durchaus hingenommene Bezeichnungen, wenn sie aus dem juste milieu kommen. Zur „Unsprache“ werden sie erst, wenn sie sich gegen das juste milieu richten.

Weil man nun im Deutschen die zutreffenden Wörter nicht mehr verwenden darf, nimmt auch die Konfusion beim Denken überhand. Leute, die Geschäfte plündern und Schaufensterscheiben einschlagen, Polizisten angreifen, verletzen und Polizeiautos zertrümmern – also einen Event veranstalten während der Party – sind nicht wegen ihrer überwiegenden Herkunft so gutgelaunt, sondern weil Alkohol an öffentlichen Plätzen genossen werden darf und weil es keine Sperrstunde gibt. Das geht hierzulande als ein ernstzunehmender Debattenbeitrag durch und wird von den Medien auch ganz erleichtert so kolportiert. Ganz eindeutig: Wer so etwas behauptet, der weiß, daß er flunkert. Er muß aber.

Die heilige „Integration“ ist gescheitert. Die jungen Männer mit dem „südländischen Aussehen“ fühlen sich nicht wohl bei uns, und man kann es ihnen nicht verdenken. Schließlich fühlt meinereiner sich auch schon nicht mehr wohl. Ob´s wohl an der mangelndnen Kommunikation liegt? Deutsch ist eine schwierige Sprache. Sie richtet sich auch nicht bei allen „die Menschen“ dieser schönen Welt ans richtige Organ. Warum gehen wir nicht besser auf diese schwer zu integrierenden „die Menschen“ zu und kommunizieren mit ihnen in der Sprache, die sie verstehen? Welche das ist, haben sie doch in Stuttgart und anderswo bereits deutlich kundgetan! Haben wir bewaffnete Polizei oder haben wir keine? Hätten wir eine Bundeswehr, die auch im Inneren aushelfen könnte – oder haben wir keine? Stehen wir mit unseren hübschen Coronamasken auf die totale Sicherheit oder stehen wir nicht drauf? Möchten wir uns lieber nicht von marodierenden „die Menschen“ mit ihren „sozialethisch fragwürdigen Charakteren“ ins Krankenhaus prügeln lassen, oder wollen wir lieber wegen Covid nicht hinmüssen? Was ist das eigentlich für ein seltsames Sicherheitsdenken hierzulande?

Frau Göring-Eckardt

Frau Göring-Eckardt ist ein herzensguter Mensch, der wahnsinnig gut in „Schöndenken“ ist. Sie legt auch großen Wert darauf, daß man es gleich bemerkt. Vermutlich hält sie Intellekt für etwas, das ihr gut steht, weswegen sie gern welchen simuliert – und zwar dergestalt, daß sie immer signalisiert: „Ihr seid die Guten, das sage ich euch, und weil ich euch das sage, bin ich von euch Guten eine der Besseren.“ Dann denken die Gutis, daß Frau Göring-Eckardt nicht nur eine anständige, sondern eine hochanständige Frau ist – und als nächstes meißelt Frau Göring-Eckardt dann einen Satz zu Stuttgart in den gutmenschlichen Zerebralkalk: „Gewalt ist keine Antwort.“ – alter Schwede.

Worauf Gewalt keine Antwort sein soll, das sagt sie lieber nicht. Schließlich ist die „antifaschistische Weltanschauung“ so vieler dieser verwahrlosten Marodeure genau die richtige. Als Grüne kann man da schon dafür sein und eine „zuverlässige Finanzierung der Antifa“ fordern, wie es ihre Parteifreundin Frau Renate Künast getan hat. Die „die Menschen“ mit ihrem „sozialethisch fragwürdigen Charakter“ stellen also schon die richtigen Fragen, nur die Antworten, die sich selbst geben, sind falsch. Und man erzähle niemandem, daß die „Partyszene“ im Stuttgart der „Eventkultur“ nicht von genau denselben Leuten „entertained“ wird, wie diejenige, die am 9. Juni bereits ein Stuttgarter Polizeirevier mit mehreren hundert Partygästen „eventmäßig bereichern“ wollte. Zu deutsch: Sie haben versucht, das Polizeirevier zu erstürmen. Hauptsache, Frau Göring-Eckardt denkt „schön“. Damit sie etwas hat, das ihr steht.

Es ist bezeichnend, dieses „Gewalt ist keine Antwort.“ So sieht sie aus, die politpersonalisierte Verantwortungslosigkeit. Man hätschelt Schwerkriminelle, spaltet ihr Tun einfach ab im eigenen Bewußtsein – und hätschelt sie weiter. Garniert mit einem: „Aber bitte benehmt euch anständig!“. Und wenn wieder eine Innenstadt zu Bruch geht, dann kann man nichts dafür, weil: Man hatte die „Partyszene“ doch extra um Mäßigung gebeten. Auch seine Enttäuschung kann man dann schön ausdrücken – und schon ist man in der Wahrnehmung des juste Milieu ein tapferes, zivilcouragiertes Opfer jener menschlichen Schlechtigkeit, die einem selbst doch so fremd ist. Es dürfte nicht zuletzt dieser eitle, selbstreferentielle Subjektivismus der „Schöndenker“ in Parteien und Medien sein, der dem ganzen Land das Genick bricht.

Wie Wolfgang Hübner hier bereits anmerkte: „Die Stuttgarter Juninacht ist kein unerhörtes, schockierendes Ereignis, sondern die absolut folgerichtige Konsequenz aus einer geradezu selbstmörderischen Verwahrlosung, die politisch so gewollt wie zu verantworten ist und zudem medial massiv gefördert wird. Im Hinblick auf die der Viruskrise folgenden wirtschaftlichen Krise, die längst schon begonnen hat, ist künftig noch mit viel schwereren „Krawallen“ derer zu rechnen, die vorrangig nur als Türsteher und Shisha-Konsumenten zu gebrauchen sind. Sie werden sich mit tatkräftiger Unterstützung der Linksextremen auf ihre Weise zu Wort melden, nämlich mit Taten. Ihre gemeinsame Devise heißt: Event, Event, bis Deutschland brennt!

Noch einmal Frau Göring-Eckardt: „Gewalt ist keine Antwort“. So leid es mir tut: Doch, ist sie. Gefällt mir so wenig wie Frau Göring-Eckardt. Hierzulande läge das Gewaltmonopol beim Staat. Doch leider bleibt eine sehr schnelle und unmißverständliche Reaktion des Staates aus, so daß man sich fragt, wozu man überhaupt noch einen braucht, wenn er nicht einmal Willens und in der Lage ist, Eigentum, Leib & Leben derjenigen zu schützen, die ihn mit horrenden Summen finanzieren. Im Unterschied zu Frau Göring-Eckardt muß ich zu meinem eigenen Wohl & Frommen keinem juste milieu nach dem Mund reden.

Wer hat also in Stuttgart marodiert?

Ein gräßlicher Pöbel war das, der da – nicht nur – in Stuttgart die Innenstadt verwüstete. Ein Mob war das. Dummes, ungebildetes Pack, bis Oberkante Unterlippe angefüllt mit niederen Instinkten. Trotzdem selbstgerecht bis zum Erbrechen. Eine Brut war das, die ausschließlich versteht, was man ihr in ihrer eigenen Sprache erzählt. Es ist traurig genug, daß aus diesem widerwärtigen Pöbel keine besseren „die Menschen“ geworden sind, als die, aus denen er nun einmal besteht. Es ist völlig uninteressant, was dieser Pöbel „denkt“. Erstens hat er sein „Denken“ schon durch sein Handeln diskreditiert – und zweitens kann er „denken“, was er will. Aber benehmen muß er sich. Er muß! – So geht Deutsch.

Wer übrigens glaubt, daß ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum samt einer nächtlichen Sperrstunde die probaten Mittel zur Gegenwehr seien, der sollte sich einmal überlegen, ob ein solches Vorgehen – sicherlich nur rein zufällig – islamischen Vorstellungen eines x-beliebigen öffentlichen Raumes sehr entgegenkäme. Mohamed Amjahid, 32, in Deutschland lebender Journalist marrokanischer Herkunft bei Twitter: „Eure Heimat ist unser Albtraum“ – und – „Sie haben einfach Angst, daß wir bald übernehmen (was wiederum stimmt)„. Ein offenbar einheimischer User daraufhin: „Nur über meine Leiche„. Rückantwort Mohamed Amjahid: „Ok„.

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