Magdeburg dreht nach Corona-Ausbruch durch: Demnächst Schießbefehl gegen Quarantänebrecher?

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Offizielle Panikmache (Symbolbild:ScreenshotYoutube)

In welch besorgniserregenden Ausmaß die politisch Verantwortlichen hierzulande durchdrehen – im vierten Monat einer Pandemie, die ihren Zenit längst überschritten hat -, zeigt sich dieser Tage paradetypisch in Magdeburg: Weil sich dort – überwiegend innerhalb rumänischer Wohnviertel ein Cluster an Neuinfektionen bildete, verfällt die Stadtverwaltung in hektischen Aktionismus und Panikmache – und schwadroniert von der „Abriegelung von Stadtvierteln“.

Anscheinend hat Magdeburgs SPD-Oberbürgermeister Lutz Trümper zuviele Hollywood-Katastrophenblockbuster über Killerviren und Alien-Invasionen geschaut. Angesichts von rund 80 Infektionen innerhalb vor allem rumänischer Familien in den Stadtteilen Neue Neustadt und Salbke – 21 neue am Freitag, laut „Mitteldeutschem Rundfunk“ (MDR) – rastet Trümper aus: 19 Hauseingänge wurden gestern unter Quarantäne gestellt, die Polizei soll nach Möglichkeiten „rund um die Uhr“ patrouillieren. Schulen, Spielplätze und Freizeiteinrichtungen wurden wieder geschlossen – und all das, wohlgemerkt, bei einer Zahl an Neuinfektionen, die noch vor einigen Wochen völlig banal gewesen wäre und durch die sich die Zahl der insgesamt bisher seit Ausbruch der Pandemie in Magdeburg festgestellten Infektionen auf 220 erhöht hat (von denen knapp 140 bereits geheilt waren).

Damit nicht genug: Zuvor hatte der OB von einer „Abriegelung mehrerer Straßenzüge“ oder gar eines kompletten Stadtteils schwadroniert: „Dann kommt da keiner mehr rein und raus und die Polizei muss das bewachen“. Da die Polizei hierfür unterbesetzt wäre, hieße das also: durch die Bundeswehr? Mit Schießbefehl? Menschen militärisch einsperren, wie bei Snake Plissken in „Die Klapperschlange“ oder in Neill Blomkamps „District 9“?

Aktionismus aus dem Irrenhaus

Anscheinend ist den Machthabern jedes Gespür für Maß und psychologische Folgen ihres Redens und Handelns abhanden gekommen. Corona ist kein Ebola. Auch keine Spanische Grippe. Das Risiko schwerer Verläufe ist für die Infizierten – auch für alle jetzt in Magdeburg neu ermittelten – faktisch marginal, so marginal jedenfalls, dass der jetzt an den Tag gelegte Aktionismus – wie auch an den vereinzelten weiteren neu aufpoppenden Infektions-Hotspots der Republik – gänzlich unverhältnismäßig ist.

Die Gesundheitsbehörden in Sachsen-Anhalt selbst bestätigten laut „Mitteldeutscher Zeitung“ (MZ), dass außerhalb der Landeshauptstadt seit Donnerstag landesweit keine weiteren Fälle verzeichnet wurden. Insgesamt liegt die Zahl aller bestätigten Fälle seit Beginn der Pandemie den Angaben zufolge bei 1840 Fällen, von denen 273 im Krankenhaus behandelt werden mussten; verstorben („an und mit“) sind bislang 57 Menschen – fast alle, wie üblich, hochbetagt und/oder vorerkrankt. Fakt ist: in ganz Sachsen-Anhalt gibt es gerade einmal knapp 150 aktiv Infizierte – einschließlich der jetzt betroffenen Rumänen (von denen bezeichnenderweise niemand ernsthaft erkrankt ist). Die Irreführung der Öffentlichkeit und die völlig deplatzierte Risikobewertung angesichts solch mehr als „bescheidener“ Zahlen weckt erneut Zweifel an der gesamten Corona-Politik und den durch die Maßnahmen in Kauf genommenen Kollateralschäden. (DM)

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