Restle auf Rassisten-Jagd: Hemmungslose „Monitor“-Hetze gegen deutsche Polizisten

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Restle bei der Anmoderation des Beitrags vorgestern Abend (Screenshot:Youtube/ARDMediathek)

Wer sich fragt, was die öffentlich-rechtlichen Anstalten mit den ihnen zufließenden Mehreinnahmen infolge der nun beschlossenen Zwangsgebührenerhöhung alles so anstellen (außer Spitzengehälter und Luxuspensionen für Intendanten und Abteilungsleiter abzusichern), der konnte sich am Donnerstag Abend bei „Monitor“ einen Eindruck verschaffen: Dort wurde wieder Hetze vom Feinsten geboten – diesmal gegen die deutsche Polizei.

Um das Sein dem Bewusstsein anzupassen und eine irgendwie passende Story zum aktuellen „Black Lives Matter“-Geschehen zu liefern, bot Georg Restle diesmal sein ganzes manipulatives Können auf – und malte das Zerrbild einer zutiefst rassistischen deutschen Polizei und ihren unschuldigen farbigen Opfern. Deutschland sei Heimat eines „Rassismus, den viele fast täglich in diesem Land erleben, weil sie schwarz sind oder sonst nicht ins Bild des weißen Durchschnittsdeutschen passen“, moderierte Restle seine „Reportage“ in „Monitor“ an. Und er ergänzte: „Besonders oft begegne ihnen das, wenn sie auf deutsche Polizeibeamte treffen, sagen sie… aber davon wollen viele Vertreter der weißen Mehrheitsgesellschaft offenbar nichts wissen.“

Wer, bitte, ist „sie“? Alle Schwarzen? Die von Restles Mindfuck-Truppe befragten handverlesenen Kronzeugen einer angeblich allgegenwärtigen Polizeigewalt? „Zahlreiche Fälle von rassistischen Übergriffen durch Polizeibeamte“ gäbe es, so „Monitor“ – doch was dann gezeigt wird, ist ein einziger konkreter Fall – der schon deswegen überhaupt keine Aussagekraft hat, weil es sich bei dem angeblichen Opfer um überhaupt keinen Schwarzen, sondern einen weißen Venezolaner mit allenfalls leicht dunklem Teint handelt. Dessen haarsträubende Geschichte geht in etwa so: Von einer Polizeistreife sei er abgefangen worden, bloß weil er auf dem Fahrrad sitzend auf Spanisch telefoniert habe. Er sei von den Beamten unvermittelt „geschlagen“ und „brutal attackiert“ worden.

Opfergeschichten aus 1001 Nacht

Aber sicher doch! Wer kennt sie nicht, die deutschen Polizistenschläger, die wie einst die Securitate, VoPo-Spezialeinheiten oder Tonton Macoute, ohne lange zu fackeln, draufhauen und Menschen zusammenschlagen… Kein Wort davon, dass der Mann offenkundig für einen Drogendealer gehalten worden war – und sich der Kontrolle offenkundig widersetzte. Grundlos wird die Polizei ihn jedenfalls nicht angehalten und ihn wenig später mit hinzugerufener Verstärkung am Boden fixiert haben. Jedenfalls, berichtet „Monitor“, habe er dann (wahrheitsgemäß) ausgerufen, er sei ambulanter Pfleger, doch die Polizei habe ihm nicht geglaubt.

Und tatsächlich: In einem Video, das „Monitor“ einspielt und das ihn von Polizisten zu Boden gedrückt zeigt, ist die Szene zu hören. Die Stimme des „Polizeiopfers“ ist dabei aber alles andere als verzweifelt oder nüchtern – vielmehr autstark-aggressiv, provozierend und sicherlich nicht drogenfrei. Wer sich so verhält, der wird dann sogar in Deutschland fixiert (in Venezuela würde er den Rest seines Lebens vermutlich Suppe löffeln dürfen).

Leider recherchiert „Monitor“ hier nicht die Sichtweise der Polizisten; um journalistischen Mindestnormen formal Genüge zu tun, stellte das Magazin lediglich eine Presseanfrage – die jedoch, das weiß auch „Monitor“, wegen der laufenden Ermittlungen gegen den Venezolaner gar nicht beantwortet werden kann. Statt den Ausgang des Verfahrens abzuwarten, prescht „Monitor“ deshalb lieber vor – und berichtet über den Fall allein aus Opfersicht. Wenig überraschend: Bei Restle kommen praktisch immer nur nur die „Opfer“ zu Wort, die Geschundenen, die ins gewünschte Bild passen: Adressaten „rechter Hassrede“ oder gar -Gewalt. Ausländer. Flüchtlinge. Und jetzt, aus aktuellem Anlass, Schwarze.

„Prellungen“ und „psychische Folgen“

„Monitor“ zeigt danach noch einige Rötungen der Haut des Mannes, die hier zu „zahlreichen Prellungen“ erklärt werden (wie es auch ein später erstelltes ärztliches Attest angibt, mit dessen Hilfe das „Opfer“ gegen die Polizei klagt). Den Ausgang des Verfahrens versucht Restles Magazin jedenfalls nach Kräften vorzubeeinflussen, indem es die Langzeitschäden des „Polizeiopfers“ theatralisch beschwört: „Vor allem die psychischen Folgen sind geblieben.“ Und dann kommt, abschließend, der Venezolaner selbst nochmals zu Wort: „Für ihn ist klar, was der Auslöser der Gewalttat war“, so „Monitor“: „Das war eine Rassismus“, sagt der Mann in gebrochenem Deutsch, wie mutmaßlich von seinem Anwalt souffliert. Thank you, Academy!

Diese verhackstückte Schmonzette eines banalen und ganz sicherlich nicht unbegründeten Polizeieinsatzes ist für Restles Framing-Truppe also der Beweis für „rassistische Gewalt“. Nach dem Motto: Wir basteln uns einen Polizeiskandal. Garniert wird das Stück mit passendem Amateur-Videomaterial von gegen Schwarzen gerichtete Einsätze der letzten Jahre.

Zum Beispiel klagt da eine Art George-Floyd-Vorläufer, der Polizist habe ihn mit dem Ellenbogen in den Würgegriff genommen, er hätte „nicht richtig atmen können“. Klingelt da was? Wir lernen: Minneapolis war eigentlich nur eine Nachahmungstat, die originalen Nigger-beatin‘ Cops kommen aus Deutschland.

ACAB: Auch bei „Monitor“ neues Hausmotto?

Dass es die farbigen „Opfer“ sind, die zumeist selbst gewalttätig wurden, sich Kontrollen widersetzten oder als bewaffnete Drogendealer ein ganz anderes polizeiliches Vorgehen erforderlich machen als bei harmlosen Passanten – all das lässt man bei Haltungsmagazinen wie Monitor nicht gelten. „All cops are bastards“, dies scheint nicht nur ein Rocker- und Autonomencredo zu sein, sondern auch der unausgesprochene Subtext von Monitor-Reportagen zu „rassistischer Polizeigewalt“. „Auffällig: Kontrollen von nichtweißen Menschen arten immer wieder in massive Gewalt aus“, behauptet Monitor und sinniert scheinheilig-rhetorisch: „Sind bei nichtweißen Menschen die Hemmschwellen niedriger“?

Wieder ist es eine typische Suggestivfrage; denn was heißt hier „immer wieder“? Und von wem geht diese „massive Gewalt“ aus? Sollte diese Behauptung zutreffen, könnte es vielleicht daran liegen, dass Kontrollen bei Nichtweißen – eben um Rassismusvorwürfen vorzubeugen – zumeist erst und nur dann erfolgen, wenn die Verdachtsperson durch eine Straftat oder sein Verhalten dazu Anlass gegeben hat – etwa: alkoholisiert war, randaliert hat oder gewalttätig wurde, oder als Drogendealer in flagranti erwischt wurde. Überhaupt: Wenn in Berlin 95 Prozent aller Drogendealer Schwarze sind und entsprechend mehr Kontrollen in dieser Gruppe durchgeführt werden, ist es ein klarer Fall von Racial Profiling. Aber sicher doch.

Was „Monitor“ hier abliefert, sind klassische Scheißhausparolen ohne jeden wissenschaftlichen geschweige denn journalistischen Wert. Und falls sich noch jemand fragt – um zum Eingangsthema zurückzukommen – wofür die Deutschen ab sofort noch mehr GEZ-Abgaben blechen dürfen: Zum Beispiel für Agitation, Hetze und miserablen Pseudo-Journalismus à la Georg Restle. (DM)

 

 

 

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