Nach MoPo-Hetze: Hamburgs Polizei wehrt sich gegen Lügenberichterstattung

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Deutsche Polizei - angefeindet auf der Strasse und in den Medien (Foto: Collage)

Fake-News und unerträgliche Verdachtsberichterstattung jetzt auch bei der Hamburger „Morgenpost“ (MoPo): Die Festnahme eines gewalttätigen und aggressiven Demonstranten mit Migrationshintergrund bei einer „Black Lives Matter“ (BLM)-Kundgebung vor zwei Wochen stellte das Blatt als willkürliche Polizeigewalt dar. Jetzt wehrt sich die Hamburger Polizei.

Seit Corona als Thema nicht mehr zieht und sich Ermüdungserscheinungen gegenüber regierungsamtlich getrommeltem Daueralarmismus breitmachen, stellen sich deutsche Kampagnenmedien wieder einmal kritiklos in den Dienst einer von globalen Strippenziehern und Agendasettern gelenkten Bewegung. Nach „RefugeesWelcome“, „metoo“, „Wirsindmehr“ und „FridaysforFuture“ wird aktuell mit „Black Lives Matter“ – und seiner deutschen Varietät „Rassistische Polizeigewalt gibt es auch in Deutschland“ – Stimmung gemacht.

Leidtragende sind Deutschlands Polizisten: Unterbesetzt, kaputtgespart, gewalttätigen Parallelmilieus im Einsatz weitgehend schutzlos ausgeliefert und von der eigenen politisch Führung oft im Stich gelassen, werden sie nun durch eine beispiellosen Hetze seitens weltanschaulich geschulter Moraljournalisten unter Generalverdacht gestellt, im Berufsalltag ausländerfeindlich, rassistisch und willkürlich aufzutreten. Als Kronzeugen treten dabei ausschließlich die selbsterklärten Opfer auf.

Auch die „Morgenpost“ hatte sich vergangenes Wochenende mit einer einseitigen, geradezu unterirdisch voreingenommenen „Berichterstattung“ über vermeintliche Verfehlungen der Hamburger Polizei ausgelassen. Auf dem Titel (Schlagzeile: „Vorwürfe gegen die Hamburger Polizei – Sie haben uns gejagt„) und im Innenteil war in der letzten Samstagausgabe ein gewisser „Hüseyin (18)“ zu Wort gekommen, der von seiner willkürlichen Festnahme bei einer BLM-Versammlung am 6. Juni berichtete: Die Beamten warfen ihm – angeblich grundlos – vor,  er hätte sie mit einer Flasche beworfen, dabei sei er lediglich freundlich auf die Polizisten zugegangen und wollte sie fragen, ob er „passieren dürfe“. Ohne Vorwarnung hätte ihm dann ein ein Polizeibeamter „von hinten den Arm um seinen Hals geschlungen“ und ihn „zu Boden gerissen“.

Schuldig bei Verdacht

So sieht es aus MoPo-Sicht also aus, das „racial profiling“ der deutschen Staatsgewalt – südländisch aussehende friedfertige Versammlungsteilnehmer werden mal eben so überwältigt und malträtiert. Und selbstverständlich übernahm die zuständige Redakteurin „Hüseyins“ Version, ungeprüft und ohne der Polizei die Gelegenheit zu einer Stellungnahme im konkreten Fall zu geben – und verzichtete darauf, den Wahrheitsgehalt dieses Märchens aus 1001 Nacht zu überprüfen. Tatsächlich handelte es sich nämlich um eine glatte Lüge.

Wie die Polizei Hamburg in einer gestrigen Presseerklärung mitteilte, war tatsächlich nämlich folgendes passiert: Der 18-Jährige hatte gegen 19.25 Uhr in der Mönckebergstraße, Höhe der Hausnummer 27, vor etlichen Zeugen eine Glasflasche in Richtung einer Polizeikette geworfen und wenig später die Lampe einer Baustellenbake mit hohem Kraftaufwand in Richtung der Polizeikette getreten. Anschließend tänzelte er „über einen längeren Zeitraum“ vor der Polizeikette hin und her, nahm „unsittliche Berührungen an sich vor“ und beleidigte die Beamten. Neben den Zeugen existiert laut Polizei „zu dieser Vorwurfslage polizeiliches Beweissicherungsmaterial, welches justiziell zu bewerten sein wird“ – also wohl Video- und Tonmitschnitte.

Eine Dreiviertelstunde später wurde „Hüseyin“ dann von Polizeibeamten, die vorher in der oben genannten Polizeikette gestanden hatten, unter anderem aufgrund seiner auffälligen Kleidung wiedererkannt – und vorläufig festgenommen. Gegen den 18-jährigen wird nun wegen eines besonders schweren Falls von Landfriedenbruchs und versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Statt dies in ihrem Artikel zu berücksichtigen, griff die MoPo- Redakteurin auf ein 5 Tage älteres, in einem völlig anderen Kontext geäußertes Zitat des Hamburger Polizeisprechers zurück, um den Anschein zu erwecken, die Polizei sei zu dem Vorgang befragt worden – was jedoch nicht der Fall war. Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer platzte deswegen nun der Kragen: „Die Recherche ist ein unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Dazu gehört auch, dass der von der Berichterstattung betroffenen Institution die Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben wird… Diesen Grundsatz hat die Hamburger Morgenpost aus meiner Sicht in der oben genannten Berichterstattung grob verletzt!“ Wegen des massiven Verstoßes gegen den Pressekodex übergab die Polizei den Fall an den Deutschen Presserat. (DM)

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