Ab ins Hafenbecken! „Otto – Der Film“ – ein rassistisches Machwerk

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Otto - Der Film (Bild: Screenshot)

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. „Otto – Der Film“- einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Filme – ist als hoch rassistisches Machwerk geoutet worden. Geschützt werden müsse insbesondere der Nachwuchs vor den „verstörenden“ Inhalten, die Otto Waalkes da in seinem ersten Kinofilm Mitte der 80er verbreitet hat.

„Otto – Der Film“ ist laut dem Guinness-Buch der Rekorde nach wie vor mit über 14 Millionen Zuschauern der erfolgreichste deutschsprachige Film. Nun haben aber Aktivisten von der „Black-Lives-Matter“-Front den ersten Kinofilm des Blödelbarden aus Ostfriesland nicht nur als sexistisches, sondern auch als hoch rassistisches Machwerk enttarnt. Denn: an mehreren Stellen im Film werden „schwarze Menschen“ diffamiert. Nicht nur das Otto Walkes das „N-Wort“ verwendet. In einer Szene versucht Otto gemeinsam mit einem dunkelhäutigen US-Soldaten – gespielt von dem deutschen Schauspieler Günther Kaufmann, Sohn einer Deutschen und eines US-Soldaten – einen Trickbetrug durchzuziehen und dabei den GI, den er „erschütternderweise“ auch noch „Herrn Bimbo“ nennt, einer älteren Dame als Sklaven zu verkaufen.

Antirassistische Entrüster degradieren den Film, der den heutigen Geschmack mit Sicherheit nicht mehr trifft, nun zu einem „verstörenden Erlebnis“, insbesondere wenn man diesen zusammen mit der auf linksradikalen Antifaschismus getrimmten Jugend ansieht. Die Forderung: Nachdem nun die Originalfassung von Pippi Langstrumpf ebenso aus dem Netflix-Sortiment geflogen ist wie der Filmklassiker „Vom Winde verweht“, sollte man auch über Otto nachdenken! Und auch im Wikipedia-Artikel zum Otto-Film muss endlich der offenkundige Rassismus des Machwerks thematisiert werden, fordert der Autor Jacek Slaski in seinem Artikel beim 14-Tage-Blättchen „tip Berlin“.

Natürlich liegt Herrn Slaski nach Eigendarstellung nichts ferner, als „nach Zensur oder Verboten zu rufen“. Das unvermeidliche „aber“ dieses Bilderstürmers folgt jedoch auf dem Fuße und lautet: „Es ist Zeit für eine Auseinandersetzung mit Otto und dem Rassismus! Auf jeden Fall muss man nach der Vorführung dem eigenen Kind sogleich erklären, dass man schwarze Menschen nicht mehr als „Bimbo“ oder mit dem N-Wort bezeichnen darf.“ (SB)

 

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