Krimineller Frauenhass: Männer sind Schweine

0
Ebenfalls hilfspowerbedürftig? - Pamela Reif, Influencerin - Foto: Imago

Frauenhass ist Volksverhetzung, urteilte jetzt das OLG Köln und korrigierte damit eine Entscheidung der unteren Instanz. „Männer sind Schweine“ war hingegen ein Hit der Band „Die Ärzte“. Und bei der „EMMA“ kommentiert man das Ganze mit der originellen Parole „Frauen, wehrt euch!“. Als ob die EMMAs schon jemals etwas anderes gefordert hätten. Die Medienkritik zum ganzjährigen Vrouwentag …

von Max Erdinger

Die Berufs-Subjektivistinnen bei der „EMMA“ freuen sich ein Loch in den Bauch. Frauenhass ist jetzt Volksverhetzung. Denn Männer sind Schweine.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1977 bestätigt die Zeitschrift „EMMA“ alle fortschrittlichen Männer in ihrer Überzeugung, daß den Feministinnen etwas gelungen sei, wogegen sie selbst sich seit Menschengedenken gesträubt hatten: Sämtliche Illusionen über das weibliche Geschlecht im trüben Schein ihrer feministischen Talgfunzel zu beerdigen. Es ist deshalb dem fortschrittlichen Manne nicht anzulasten, daß er sich den strahlenden Glanz seiner Illusionen lieber bewahrt hätte. Anmut & Liebreiz haben nämlich noch keinen „EMMA“- Artikel verziert. Wer etwas anderes behauptet, hat keinen Geschmack.

Menschen zweiter Klasse

Frauenhass ist also Volksverhetzung. Die „EMMA“ berichtet: „„Menschen zweiter Klasse“, „minderwertige Menschen“ und „den Tieren näherstehend“, so bezeichnete ein Mann Frauen auf seiner Website. Volksverhetzung? Nein – fand das Landgericht Bonn Ende 2019. „Volksverhetzung“ als Tatbestand greift schließlich nur, wenn „GRUPPEN in ihrer politischen oder weltanschaulichen Überzeugung, in ihren sozialen oder wirtschaftlichen Verhältnissen, in ihrem Beruf oder in ihrer sozialen Funktion“ angegriffen werden. Der 70-jährige Rentner, der den Hass auf Frauen zu seinem Lebensthema gemacht hat, wetterte ja einfach nur gegen Frauen als solches. Weil sie Frauen sind. – 70-jährige Rentner sind eben auch Männer. Und Männer sind Schweine.

Da bleibt eine wesentliche Frage offen. Wäre es Volksverhetzung, Männer, die als Schweine nur Menschen zweiter Klasse sind, als drittklassig zu bezeichnen? Oder anders: Wäre es Volksverhetzung, zu behaupten, Männer seien gar keine Schweine, wenn doch das Volk in seiner Gemütsruhe bereits akzeptiert hat, daß sie welche sind? Wenn das „die Menschen“ heute wissen – und gestern noch nicht -, wären sie dann von gestern auf heute verhetzt worden? Von wem? Und dann: Hängt die Frage, ob etwas Volksverhetzung ist, davon ab, wer sie begeht?

23. Juni 1993

Es war der 23. Juni 1993, als Frau Lorena Bobbitt im beschaulichen Manassas/Virginia ihrem selig schlummernden Gemahl John die Wünschelrute abgeschnitten hat. Weil er so ein Wüstling gewesen sei, angeblich. Auch sei Frau Lorena Bobitt fuchsteufelswild geworden, weil sie selbst nie -, Gemahl John aber immer zum Orgasmus gekommen sei.

Frauen, wehrt euch! Ihr müsst euch ja nicht gleich vom ganzen Mann trennen, wenn euch nur sein Schwellstück stört. Daß das so ist, könnt ihr an Frau Lorena Bobbitt sehen. Die wurde nämlich nach einer 7-stündigen Verhandlung freigesprochen. Die Scheidung kam erst sechs Monate später.

Frau Alice Schwarzer, „EMMA“-Herausgeberin, kommentierte den Fall Bobbitt damals sinngemäß so: „Da denkt die Frau mit dem Messer in der Hand doch gar nicht mehr nur ans Schneiden der Petersilie.“ – Frauenhass ist Volksverhetzung. Und Männer sind eben Schweine.

Männerhass ist keine Volksverhetzung

Alice Schwarzer ist auch bei weitem nicht die einzige Feministin, die bei „Messer“ nicht nur an Petersilie denkt. In der feministischen Literatur wimmelt es nur so vor widerwärtigen Gewaltphantasien. Man lese Marilyn French, Andrea Dworkin oder Valerie Solanas. Andrea Dworkin träumte davon, Männer wie ein Spanferkel zu grillen und ihnen statt eines Bratapfels High Heels ins blutige Maul zu stopfen. Die Warhol-Attentäterin hatte es wieder, wie ALice Schwarzer, eher mit dem Messer. Ihr berüchtigtes Manifest heißt „S.C.U.M.“. Das ist das Kürzel für „Society (for) Cutting Up Men“ (Gesellschaft für das Aufschlitzen von Männern). Gasphantasien hatte die Solanas ebenfalls. Eine ihrer „besten“ Ideen: Es sollten öffentliche Gaskammern aufgestellt werden, in denen sich Männer selbst entleiben können, wenn sie den Unwert ihres Lebens endlich eingesehen hätten.

Das ging und geht alles, ohne daß jemand an Volksverhetzung gedacht hat. Das „S.C.U.M.“ – Manifest wurde sogar zu einem Theaterstück, das vor wenigen Jahren noch in Schweden mit großem Publikumsapplaus bedacht worden ist. Warum, das wissen „Die Ärzte“: „Männer sind Schweine“.

Ein ganz eigenes Thema wäre die Impertinenz, mit der sich Gleichheitsfeministinnen dem Wahn hingeben, sie hätten ein exclusives Vertretungsmandat für alle Frauen. Ob das alle Frauen so sehen, ist ihnen egal. Wenn eine widerspricht, dann ist sie eben auch angefüllt mit „Frauenhass“. Und dann wird sie mit Gewalt oder per Morddrohung aus dem Land vertrieben, so, wie es der Differenzfeministin und Bestsellerautorin Esther Vilar „Der dressierte Mann“ und „Das Ende der Dressur“). Frau Vilar ist vor vielen Jahren vor ihren „Schwestern“ nach Spanien geflohen und lebt seither dort. Wenn man sie fragt, ob sie sich noch einmal in deutsche Geschlechterdebatten einmischen will, winkt sie nur noch müde ab. Die gebürtige Argentinierin hat eine sehr pointierte Meinung zur deutschen Debattenkultur.

Das OLG Köln jedoch: Ein 70-jähriger Rentner betrieb mit dem Frauenhass auf seiner eigenen Webseite Volksverhetzung. Danke, Euer Ehren, keine weiteren Fragen. Männer sind eben Schweine, stimmt´s?

Die Vrouwenpower

Die vielgerühmte Frauenpower (im Schriftbild schöner: Vrouwenpower) ist derartig immens, daß sich eine der Gebenedeiten wohl veranlaßt gesehen haben muß, einen 70-jährigen Rentner für seine Geringschätzung von Frauen generell anzuzeigen. Sie direkt hatte der Rentner wohl nicht angesprochen. Dennoch bedurfte die arme Frau des Beistandes der Staatsgewalt, so sehr scheinen sie die Äußerungen jenes 70-jährigen Rentners in hilflose Verzweiflung gestürzt zu haben. Auch die Powervollsten haben eben ihre schwachen Stellen. Womöglich ist die vielgerühmte Vrouwenpower mehr so eine Minipower, die zur Entfaltung ihrer segensreichen Wirkung immer irgendwelche Hilfspower-Ressourcen anzapfen muß. Gerichtsurteile, Grundgesetzänderungen, Quotenbeschlüsse, Frauenrechte, Frauenförderung, Frauentaxi, Frauenparkplatz, Frauen-Schwimmkurs usw. fraufraufrau ….

Oder aber die enorme Vrouwenpower reduziert sich, wenn es in einer bestimmten Frau ein Petz-Gen gibt. Was früher, als die „die Menschen“ noch nicht so schlau gewesen sind, ein weiterverbreitetes und wohlbekanntes Phänomen gewesen zu sein scheint. Streichen Sie „Phänomen“. Ein „Vorurteil“ ist es gewesen. In vorfeministischen Zeiten hat man mit dem Begriff „alte Petze“ trotzdem eher Frauen assoziiert. „Keifen“ und „das Gekeife“, der „Zank“ und die „zänkischen Weiber“. Alles nur Illusion, wenn man von der richtigen Soziologie keine Ahnung hat. Vielleicht auch wegen einer kulturellen Erfahrung, die einfach nur Einbildung gewesen ist. Oder weil, wer, wie Frauen, täglich 14.000 Wörter spricht im Schnitt, leichter von den bösen Petzwörtern verführt wird, als jemand, der sich bei den lediglich 7.000 Wörtern, die er im Schnitt verwendet, keine überflüssigen Petzwörter leisten kann. Tatsächlich: Männer sprechen durchschnittlich etwa nur halb so viele Wörter am Tag wie Frauen. Weil Männer eben schweigsame Schweine sind.

Als es die Power noch nicht gegeben hat

Was gab es zu den Zeiten der Geschwister … Gebrüder Grimm nicht für eine bestaunenswerte, überaus bunte Vielfalt allein schon unter den Frauen. Und die ganze Weltoffenheit, mit denen über die Weltfrauen geschrieben wurde … – völlig weg, heute. Nur noch Frauen gibt es. Das faule Lieschen, das Luder, die alte Hexe, die Klatsch- & Tratschtante, die Matrone, das Fräulein, die züchtige Jungfrau, das Waschweib, die Vettel, das Schandmaul – alle sind sie ausgestorben, während die Vrouwenpower zu einer eindrucksvollen Monstrosität herangewachsen ist. In den Köpfen. Hauptsächlich in denen von Frauen. Gern bei der „EMMA“.

Seit es die Vrouwenpower mit den zu ihrer Entfaltung nötigen Hilfspower-Aggregaten gibt, werden die „die Menschen“ auch immer häufiger nicht mehr von alten weißen Schweinen regiert, die vorgeben, Männer zu sein, sondern von der östrogenalen Höchstkompetenzpower. Das ist überaus segensreich, wie man an Frau Ursula v.d. Leyen, Frau Angela Merkel, Frau Christine Lambrecht, Frau Saskia Esken und fast allen anderen Powervrouwen erkennen kann. Ein Schuft, wer nicht zufrieden ist und daher das Vrouwensgeschlecht insgesamt mißtrauisch beäugt, wenn es um das Regeln von öffentlichen Angelegenheiten geht. Ein noch größerer Schuft, wer sich überlegt, was Männer nicht auch ohne Frauen könnten, außer, die Kinder zur Welt zu bringen. Und ein Depp wäre so einer außerdem, weil: Die Kinder bringt der Klapperstorch.

Täterschwein und Opferfrau

Sie kennen diese Gundula-Gause-Frisur? Ich weiß jetzt nicht, ob man diesen Schnitt einen „Pagenkopf“ nennt. Jedenfalls ist er bei sehr vielen Powervrouwen total en vogue. Das ist dieser Haarschnitt, bei dem der Nacken ziemlich kurzgeschoren ist, während die Haare an den Seiten in Richtung Kinn immer länger werden. Ah, jetzt: „Bob“ nennt sich diese Frisur. Wahrscheinlich benannt nach amerikanischen oder englischen Männern, die Schweine sind. „Bob“ ist dort die Kurzform für „Robert“.

Frau mit Frisur von „Bob“ – Foto: Imago

Obwohl …. stehen teutsche Powervrouwen nicht ganz wahnsinnig auf Robert Habeck? Ist diese Frisur vielleicht deswegen so populär? – Na egal.

Meinereiner nennt sie ohnehin die Schafottfrisur. Weil man das aus dem schafottigen  Revolutionsfrankreich von anno 1789 ff. kennt. Bevor damals Vrouwenspersonen guillotiniert worden sind – der Henker war dabei, wie sollte es auch anders sein, immer ein Schwein -, hat man ihnen die Haare im Nacken weit oben abgeschnitten, damit der Kopf auch ganz bestimmt in den Korb fiel, anstatt sich mit den Haaren am Fallbeil zu verheddern. Jedenfalls sehen Frauen mit einer Gundula-Gause-Frisur immer so aus, als wären sie beim Henker gewesen – und nicht beim Friseur.

Das mögen sie, weil das ihren Opferpower-Status optisch gut unterstreicht. Diese Frisur signalisiert immer: „Es wird mir etwas angetan werden. Und das darf nicht sein, weil es ungerecht ist. Ich bin eine Frau“. Man könnte diesen Haarschnitt vielleicht auch als Opferfrisur bezeichnen. „Schafottfrisur“ ist doch ein bißchen hart. Ungefähr so hart wie ein Fallbeil.

Klasse: Jeder zweite Mensch

Der 70-jährige Rentner war auf jeden Fall schwer im Unrecht mit seiner Geringschätzung für Frauen. Frauen sind keine Menschen zweiter Klasse, sondern klasse ist, daß jeder zweite Mensch eine Frau ist. Wer jetzt nicht unbedingt die „EMMA“ lesen will, um zu erfahren, was zuerst dagewesen ist – das Huhn oder das Ei – , der kann auch in der Bibel nachschauen. In der Schöpfungsgeschichte, einer uralten Geschichte übrigens, wird er fündig. Der Hahn war zuerst da. Er hieß Adam. Und so sehr liebte er den Gedanken an ein Huhn, daß ihm der Herr eine Rippe entnahm, um das Huhn daraus zu formen. Es hieß Eva. Sollte es sich bei der Schöpfungsgeschichte nicht um Fake-News handeln, dann sind heutige Frauen die Nachkommen einer getunten Rippe. Es ist auch egal, ob es sich hier um Fake-News handelt, weil die unter die Religionsfreiheit fallen.

Jedenfalls warte ich auf einen Prozess gegen jemanden, der behauptet, das Wort „Frau“ sei ein Synonym für „Rippentuning“. Die internationale Tuningszene aber einmal außen vor gelassen: Frauen sind ein Faktum. Jeder zweite Mensch, den ein Mann kennt, ist wahrscheinlich eine Frau. Außer, er wäre Knacki oder Mönch.

Deshalb ist es immer wieder bemerkenswert, mit welcher Eilfertigkeit Gerichte dabei sind, auf Antrag von Vrouw festzulegen, wie alle Frauen in den Augen der Schweine keinesfalls genannt werden dürfen. Eigentlich sollte man annehmen, daß der Mensch im Sinne von „die Menschheit“, in seiner Einheit von Mann und Frau also,  selber weiß, wie er seine je eigene „andere Hälfte“ wahrnimmt – und wie er sie deshalb seiner Meinungs- und Redefreiheit wegen auch beschreiben darf.

Aber es ist halt wahrscheinlich so, wie ich eingangs schon schrieb: Ohne diverse Hilfspower-Aggregate der politischen, medialen und juristischen Machart ist die vielgerühmte Vrouwenpower wohl eher eine überschätzte Power, für sich genommen also mehr eine Minipower. Und die hätte früher auch anders geheißen: Schwäche.

Ganz schwach

Ganz schwach ist es, unabhänging von jeder Betrachtung zum Geschlecht, ohnehin, wenn jemand wegen jedem Kokolores zum Staatsanwalt rennt wie das Vorschulkind zur Kindergärtnerin, weil er dort Trost und Gerechtigkeit zu finden hofft. Und wenn er nicht zum Staatsanwalt rennt, sondern hinradelt, dann hat er auch garantiert ein Helmchen auf. Das sagt schon alles: „Ich will Schutz und Sicherheit“. Die Schweine sind es gewöhnt, Schutz zu gewähren, anstatt sich dauernd einen zu suchen. Außer die Beischlafbettler. Die bilden sich mordsmäßig etwas darauf ein, von der Powersimulationsvrouw in den Stunden ihrer höchsten hormonellen Not erhört zu werden.

Mein ceterum censeo deshalb: Die Erfindung der „Vrouwenpower“ wird in die Geschichtsbücher eingehen als der Anfang vom Ende.

Bitte untertängst um Strafverfolgung

Der Staat sieht es jedenfalls mit Wohlgefallen, daß Vrouw die Justiz um ihr Urteil bittet, ist doch jede Klage immer auch eine Unterwerfungsgeste unter die staatliche Gewalt, mindestens aber ein Bekenntnis zu ihr.

Das fällt den Nachfahrinnen der paradiesischen Rippe naturgemäß nicht so leicht auf, weil sie es seit eh und je gewöhnt sind – Titanic: „Frauen und Kinder zuerst!“ – in Schutz genommen zu werden, wenn ein gräßlicher Tort ihre empfindsamen Seelen peinigt. Das ist so. Schiffsuntergang im eiskalten Wasser ist peinigend. Schlagzeilen auch heute noch: „Schiffsuntergang – 387 Tote.“ – Da muß noch keiner weinen. Aber jetzt: „Darunter auch Frauen und Kinder“. Das Taschentuch, bitte.

Hömma, „EMMA“: Von wegen „Frauen, wehrt euch!“. Das ist heute so wie eh und je. Richtig muß das heißen: „Frauen, laßt euch verteidigen!“. Am besten von den Schweinen. Die haben´s nämlich drauf.

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram