Corona-Warn-App: Alarm-Empfänger werden mit Tests geködert – und damit gläsern

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Welche "Langzeitfolgen" hat die Corona-App? (Foto:Imago/MiS)

Volksverdummung in höchster Vollendung: Die gestern gestartete Corona-Warn-App wird vom verantwortlichen Robert-Koch-Institut (RKI) und Regierung vor allem damit beworben, dass jegliche persönlichen Daten ausschließlich auf dem Smartphone des Anwenders verbleiben würden und keinesfalls von außen auslesbar seien. Zugleich aber wird sichergestellt, dass jeder Nutzer, der einen Kontaktalarm erhält, auch getestet wird.

Ein positiv Getesteter, der – freiwillig – seine Infektion auf der App angibt und dann mit anderen App-Nutzern in Kontakt kommt, erzeugt dank der installierten ausweislich der App-Bewegungs- und Kontakterfassungssoftware einen Alarm, den alle Kontakte erhalten. Wenn diese sich aber – so wie die Kassenärzte sich das vorstellen – für einen Test entscheiden (und die meisten werden dies schon aus Sorge um ihre Gesundheit tun), dann hat es sich allerdings mit der Anonymität – denn spätestens dann erfolgt ja die Registrierung beim Test, mit allen sich daran anschließenden Nachteilen von Quarantäne bis von da ab klar zuordenbaren Bewegungsdaten.

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, versucht das Verfahren als Gewinn für die Betreffenden anzupreisen – und sagte gegenüber der „Rheinischen Post“ zu, dass Nutzer der Corona-Warn-App im Fall eines Alarms der App auch tatsächlich getestet werden. „Wir haben gemeinsam mit den Krankenkassen innerhalb weniger Tage die Grundlage dafür geschaffen, dass niedergelassene Ärzte – meistens Hausärzte – diejenigen Patienten testen können, die mittels der Corona-Warn-App über einen kritischen Kontakt zu einem Infizierten informiert wurden“. Dieser Test werde von den Krankenkassen bezahlt.

Möglichst positive Testresultate

Das RKI empfiehlt laut „dts Nachrichtenagentur“, dass Nutzer der App im Falle einer Warnung mit dem Kennzeichen „erhöhtes Risiko“ das „Angebot“ für eine sogenannte PCR-Testung auf SARS-CoV2 erhielten. Es geht also wieder einmal darum, die Zahl „vielversprechender“, möglichst positiver Tests nach oben zu treiben, indem man nur konkrete Verdachtsgruppen untersucht – statt endlich zu einer repräsentativen Testung überzugehen, die die Virusausbreitung in der Gesamtbevölkerung durch demographische Stichproben erfasst.

Der Zweck der App scheint also – neben dem Sammeln von (anonymisierten, aber im Zweifelsfall eben doch de-anonymisierbaren) Daten etwa zu Bewegungsprofilen und Konsumverhalten – vor allem darin zu bestehen, den Ausnahmezustand nach Belieben verlängern zu können. (DM)

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