Besseres W-LAN! Frankfurt reagiert nach Protesten durch „Flüchtlinge“ auf deren Forderungen

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Foto: Von kasarp studio/Shutterstock

Hessen/Frankfurt–Bonames – Nach einem Protest von sogenannten Asylsuchenden in Frankfurt am Main hat die SPD-geführte Stadt angekündigt, den Forderungen nachzukommen. Die Migranten beklagen sich unter anderem über zu schlechtes W-LAN, zu geringe Stromkapazitäten, zu kleine Wohnungen und zu wenig Privatsphäre.

Bei einer mehrstündigen Demonstration am vergangenen Mittwoch blockierten rund 100 Bewohner der „Flüchtlingsunterkunft“ Straßen in Bonames und im Stadtteil Kalbach, so dass ein Durchkommen nicht möglich war. Mit Sprechchören versuchten die Migranten auf ihre angeblich unerträgliche Situation aufmerksam zu machen. Das Dezernat kritisierte das ungewöhnlich aggressive Verhalten, mit dem einige Bewohner der Unterkunft die Mitarbeitenden des Diakonischen Werks am Demonstrationstag angegangen seien, so die Frankfurter Rundschau (FR). Die Unterkunft wird von der Diakonie Frankfurt im Auftrag der Stadt betrieben.

Am Montagvormittag nun hat es ein Gespräch zwischen der Stadt, einigen – von der FR als „Geflüchtete“ bezeichneten, sowie weiteren Funktionsträgern gegeben. Über hundert Bewohner kamen, bevölkerten den mit Stuhlreihen ausgestatteten Innenhof, um ihre Forderungen vorzutragen. Das Gespräch wurde laut der FR jedoch in einen kleineren Raum nach innen verlegt. Man könne nicht mit 300 Personen gleichzeitig sprechen“, bemerkt Manuela Skotnik, Sprecherin von Sozialdezernent Daniel Birkenfeld (CDU). Im Gegensatz zur FR berichtete die FNP davon, dass laut Skotnik es von Seiten der Bewohner Mord- und Gewaltandrohungen gegeben habe.

Beim Gespräche wurden „dringende Probleme“ wie ein nicht funktionierendes W-LAN erörtert. Laut wurden die Klage vorgetragen, dass das Dach der Unterkunft undicht und die hygienischen Zustände nicht zu ertragen seien. Eine 17-Jährige lamentierte über die mangelnde Privatsphäre in der Unterkunft. Außerdem würden die Diakonie-Mitarbeiter respektlos mit ihnen umgehen. Sie würden von diesen ausgelacht werden. Einer habe sogar gesagt, sie sollen zurück in ihre Heimat gehen. Ebenfalls erbost zeigten sich die Beschwerdeführer darüber, dass pro Familie nur zwei Herdplatten zur Verfügung gestellt würden.

Die Stadt begründete die Begrenzung damit, dass mehr nicht möglich sei, da die Stromversorgung über ein Trafohäuschen geregelt werde. Einige Bewohner hatten der Behörde zufolge zusätzliche Elektrogeräte beschafft, was zu einer Überlastung des Netzes führte. Man habe die Einwanderer zu einem Gespräch ins Sozialdezernat eingeladen, was diese aber ausgeschlagen hätten. Zudem wies die Behörde auch daraufhin, dass bereits 2019 mit umfangreichen Instandhaltungsarbeiten im Wert von mehreren hunderttausend Euro begonnen wurde. So seien alle Dächer gewartet worden. Nur bei wenigen sei wirklich Wasser in die Wohung gelangt.

Über den Ausgang des Gesprächs zeigten sich die vom Steuerzahler Rundumversorgten höchst unzufrieden, da ihnen unter anderem von der Stadt angeboten worden sei, die Unterkunft zu wechseln. Sie bestehen jedoch darauf, eigene Wohnungen zu bekommen.

In der nächsten Woche wolle die Stadt – geführt durch den hoch umstrittenen und in AWO-Skandale verwickelten SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann  – und die Diakonie das Gespräch fortführen. Man ist bemüht, so die aufgeheizte Stimmung zwischen Bewohnern und Mitarbeitern der Diakonie zu beruhigen. Den Vorwürfen gegen die Mitarbeiter werde die Diakonie nachgehen. Ob den Gewalt-  und Morddrohungen, die „Schutzsuchende“ gegen Mitarbeiter ausgesprochen hatten, ebenfalls nachgegangen und die Betreffenden zur Rechenschaft gezogen werden, darüber berichtet weder die FR noch die FNP. (SB)

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