Sondermüll, der nicht mal die Grünen kümmert: Wohin mit kontaminierten Atemschutzmasken?

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Die Bahn in der Corona-Krise (Symbolbild:Imago/Gudath)

Ungelöste Altlastenprobleme stören die umwelt- und gesundheitsbesorgten Deutschen bekanntlich nur, solange deren Ursache verteufelte Technologien sind – Verbrennungsmotoren, fossile Energieträger und Atomkraft. Wenn es um verseuchte Atemschutzmasken geht, die täglich mittlerweile millionenfach achtlos weggeworfen werden, regt sich bezeichnenderweise keinerlei Unmut.

Dabei ist das Problem buchstäblich virulenter als die meisten glauben: Der Maskenzwang führt zu einem riesigen Verbrauch an handelsüblichen Einwegmasken – denen im Zweifel immer noch der Vorzug vor selbstgebastelten Stoff-Mund/Nasenbedeckungen gegeben wird. Während letztere sich allerdings beliebig oft waschen oder desinfizieren lassen, sind die für nur wenige Stunden oder maximal einen Tag Tragezeit gedachten Vliesmasken ein Verbrauchsartikel, der derzeit zumeist seinen Weg in den Hausmüll findet.

Hält man allerdings das Sars-CoV2-Virus, dem der ganze Zinnober und die Pflicht zur Dauermaskerade in Handel, Gastronomie und ÖPNV ja gilt, nur für halb so gefährlich, wie es die Politik uns seit Monaten einredet, dann ist die massenhafte Anreicherung von potentiell damit kontaminierten Altmasken im normalen Müll ein erhebliches Gesundheits- und Sicherheitsrisiko. Das sieht inzwischen wohl auch CSU-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer so, der jetzt ein Entsorgungskonzept für Atemschutzmasken ankündigte.

Erhebliches Gesundheits- und Sicherheitsrisiko

Es könne nicht sein, erklärte Scheuer unter anderem laut „n-tv„, dass verschmutzte Masken täglich einfach so weggeworfen werden, „da es sich eigentlich um Sondermüll handelt“. Nach dem Willen des Ministers sollen die Masken deshalb in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn umweltgerecht entsorgt werden. Geprüft werde dabei, wie man Millionen benutzte Mund-und Nasenschutzmasken in Zügen und Bahnhöfen hygienisch entsorgen und wieder recyceln kann, so die „dts Nachrichtenagentur“. Die Bahn habe dazu bereits entsprechende Konzepte ausgearbeitet. „Über ähnliche Konzepte müssen wir an Flughäfen und Busbahnhöfen, ja generell nachdenken“, so Scheuer.

Erstaunlich, dass dieses Thema von der Regierung aus angepackt werden muss – und von keiner Umwelt- oder Gesundheitsinitiative bislang problematisiert wurde; auch von keinem der Virologen, die sich noch um die Haltbarkeit von Viren auf Türgriffen und Einkaufstüten in wortreichen Talkrunden ausmährten, und nicht einmal von Katastrophenpriestern wie Karl Lauterbach. Von denen gar nicht zu reden, die sonst gegen Endlagerstätten, Gefahrguttransporte und Altlasten stets gleich lautstark auf die Straße gehen. (DM)

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